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Andauernde Überflutungsgefahr

Landesstraße zwischen Röblingen und Aseleben

Donnerstag, 01. September 2016, 13:30 Uhr
Das hat die Landesstraßenbaubehörde (Regionalbereich Süd) jetzt dem Landkreis mitgeteilt. Ein gleichlautendes Schreiben ging auch an den Bürgermeister der Einheitsgemeinde Seegebiet Mansfelder Land, Jürgen Ludwig.


Laut LSBB sei die weitere Verfolgung einer hochwasserfreien Führung und damit die dauerhafte Befahrbarkeit der L 176 kaum umsetzbar, da das Bauvorhaben Eingriffe in das Vogelschutzgebiet „Salziger See und Salzatal“ und das FFH-Gebiet „Salziger See nördlich Röblingen am See“ zur Folge hätte. Dies habe laut LSBB eine Prüfung durch die Obere Naturschutzbehörde beim Landesverwaltungsamt ergeben.


„Die Entscheidung der Landesstraßenbaubehörde können wir nicht einfach so hinnehmen“, erklärte Landrätin Dr. Angelika Klein, „zumal die LSBB meint, die L 176 sei von relativ geringer Verkehrsbedeutung. Dass dies nicht der Fall ist, erleben die Menschen, die auf einem kurzen Weg zur B 80 wollen, jeden Tag.“ Auch die Aussage der LSBB, es gebe gut ausgebaute Straßen um den ehemaligen See herum, steht laut Landrätin Dr. Klein in keinem Verhältnis.


„Die ständigen Sperrungen der L 176, wenn diese überflutet ist, führen zu kilometerlangen Umleitungen und zu einer enormen Verkehrsbelastung beispielsweise in Erdeborn“, sagte die Landrätin, „entsprechend werde ich gemeinsam mit Bürgermeister Ludwig hier noch einmal das Gespräch mit der LSBB suchen, um eine bessere Lösung zu finden.“

Auch Bürgermeister Jürgen Ludwig gibt sich mit den Aussagen der LSBB nicht zufrieden. „Die L 176 ist im Bereich des Salzigen Sees so schmal, dass vor allem am Wochenende, wenn viele Radfahrer die Strecke nutzen, um zum Süßen See zu kommen, oft Gefahrensituationen entstehen.


Die Entscheidung der LSBB, auf eine Ausnahmeprüfung gemäß des Bundesnaturschutzschutzgesetzes zu verzichten, weil es andere gut ausgebaute Straßen gebe, ist für mich als Bürgermeister nicht hinnehmbar“, sagte Bürgermeister Ludwig, „deshalb bin ich dem Landkreis und Landrätin Dr. Klein auch dankbar, dass sie mein Anliegen in dieser Sache unterstützt.“


Die LSBB hat in ihrem Schreiben auch darauf hingewiesen, dass der Bau auch aufgrund der immensen Kosten für den kurzen Abschnitt der L 176 nicht vertretbar sei. Gleichwohl kündigte die LSBB an, die Brücke über den Mittelgraben zu erneuern und die L 176 ab dem Mittelgraben bis nach Aseleben auszubauen und zu sanieren.
Autor: bwi

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