Nicht nur für Pilzsammler interessant
Themenabend zu Pilzen und Pilzvergiftungen
Mittwoch, 31. August 2016, 15:22 Uhr
Unter dem Motto Pilzvergiftungen - genüsslich dargeboten lädt die HELIOS Klinik Sangerhausen interessierte Pilzfreunde am 6. September um 18:00 Uhr zu einem Themenabend in die Cafeteria der Klinik ein.
Sieht aus wie ein Champignon, ist aber tödlich - der weiße Knollenblätterpilz (Foto: Peitzsch)
Viele freuen sich schon auf den Start der Pilzsaison im September: Nach einem milden, feuchten Sommer ist mit einer reichlichen Ernte in den heimischen Wäldern zu rechnen. Aber wer sich nicht genau auskennt, steht nach der großen Freude bei einem hübsch anzuschauenden Fund oftmals vor der Frage: Steinpilz oder Marone? Essbar oder giftig? Wohlschmeckend oder ungenießbar? Wer auf gut Glück Pilze mit nach Hause nimmt und diese zubereitet, läuft leicht in Gefahr, sich eine Pilzvergiftung einzuhandeln.
Wie das statistische Bundesamt meldet, haben schwerwiegende Pilzvergiftungen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ursache sind vor allem Verwechslungen. Wer einen grünen Knollenblätterpilz irrtümlich für einen Champignon hält, riskiert im schlimmsten Falle sein Leben. Durchschnittlich zehn Todesfälle pro Jahr gehen in Deutschland auf das Konto des gefährlichen Doppelgängers.
Immer öfter landen Pilzfreunde aus Leichtsinn oder Unkenntnis auch mit nicht lebensbedrohlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall im Krankenhaus. Die vor allem bei jüngeren Pilzjägern beliebten Smartphone-Apps sind nicht immer eine zuverlässige Hilfe bei der Pilzbestimmung, denn hier ist vor allem Erfahrung gefragt.
Pilzberater Jürgen Peitzsch aus Sangerhausen kann helfen: Der Pilz-Profi kennt sich nicht nur mit Pifferling, Krauser Glucke & Co. aus, er berät Sammler seit vielen Jahren auch bei seltenen Pilzen. Als Gastreferent erklärt er zum Auftakt des Themenabends, welche Schwammerl man ab Frühherbst in Mansfeld-Südharz und Umgebung findet, welche sich für ein leckeres Gericht eignen und von welchen man besser die Finger lassen sollte.
Zum Glück müssen wir nur selten Fälle von Pilzvergiftungen behandeln erklärt Dr. Ulrich Steinborn, Chefarzt des Fachbereiches Innere Medizin der HELIOS Klinik Sangerhausen. Mit diesem Themenabend wollen wir aufklären und einen Beitrag dazu leisten, dass es auch so bleibt. Er erläutert den Gästen in seinem anschließenden Vortrag, welche Anzeichen auf eine Pilzvergiftung hinweisen, wie diese verläuft und was man in einem solchen Fall tun sollte.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind nach den Vorträgen herzlich eingeladen, sich bei einem leichten Imbiss zu informieren und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei.
Autor: bwi
Sieht aus wie ein Champignon, ist aber tödlich - der weiße Knollenblätterpilz (Foto: Peitzsch)
Viele freuen sich schon auf den Start der Pilzsaison im September: Nach einem milden, feuchten Sommer ist mit einer reichlichen Ernte in den heimischen Wäldern zu rechnen. Aber wer sich nicht genau auskennt, steht nach der großen Freude bei einem hübsch anzuschauenden Fund oftmals vor der Frage: Steinpilz oder Marone? Essbar oder giftig? Wohlschmeckend oder ungenießbar? Wer auf gut Glück Pilze mit nach Hause nimmt und diese zubereitet, läuft leicht in Gefahr, sich eine Pilzvergiftung einzuhandeln.
Wie das statistische Bundesamt meldet, haben schwerwiegende Pilzvergiftungen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ursache sind vor allem Verwechslungen. Wer einen grünen Knollenblätterpilz irrtümlich für einen Champignon hält, riskiert im schlimmsten Falle sein Leben. Durchschnittlich zehn Todesfälle pro Jahr gehen in Deutschland auf das Konto des gefährlichen Doppelgängers.
Immer öfter landen Pilzfreunde aus Leichtsinn oder Unkenntnis auch mit nicht lebensbedrohlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall im Krankenhaus. Die vor allem bei jüngeren Pilzjägern beliebten Smartphone-Apps sind nicht immer eine zuverlässige Hilfe bei der Pilzbestimmung, denn hier ist vor allem Erfahrung gefragt.
Pilzberater Jürgen Peitzsch aus Sangerhausen kann helfen: Der Pilz-Profi kennt sich nicht nur mit Pifferling, Krauser Glucke & Co. aus, er berät Sammler seit vielen Jahren auch bei seltenen Pilzen. Als Gastreferent erklärt er zum Auftakt des Themenabends, welche Schwammerl man ab Frühherbst in Mansfeld-Südharz und Umgebung findet, welche sich für ein leckeres Gericht eignen und von welchen man besser die Finger lassen sollte.
Zum Glück müssen wir nur selten Fälle von Pilzvergiftungen behandeln erklärt Dr. Ulrich Steinborn, Chefarzt des Fachbereiches Innere Medizin der HELIOS Klinik Sangerhausen. Mit diesem Themenabend wollen wir aufklären und einen Beitrag dazu leisten, dass es auch so bleibt. Er erläutert den Gästen in seinem anschließenden Vortrag, welche Anzeichen auf eine Pilzvergiftung hinweisen, wie diese verläuft und was man in einem solchen Fall tun sollte.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind nach den Vorträgen herzlich eingeladen, sich bei einem leichten Imbiss zu informieren und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung ist wie immer kostenfrei.
