Pfingstwunder
Doppelter Regenbogen über Riestedt
Sonntag, 15. Mai 2016, 21:46 Uhr
Wen die Eile nicht gar zu sehr trieb, der blieb beim Anblick dieses herrlichen Regenbogens über Riestedt einfach stehen und staunte. Die Aufnahme wurde möglich dank der Panoramafunktion des Mobiltelefons. (Foto: Claudia Franke)
Pfingsten wird in der christlichen Gemeinschaft als das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes bezeichnet,
das sieben Wochen nach Ostern (Fest der Auferstehung von Jesus) gefeiert wird. Jesus hatte seinen engsten Freunden und Mitarbeitern, den Jüngern, dieses Ereignis angekündigt. Es kam ein starker Wind auf, "ein starkes Brausen", heißt es in der Apostelgeschichte, einem Geschichtsbuch in der Bibel. Dieser Sturm schüttelte das ganze Haus durch, in dem die Männer saßen. Die Unruhe bewirkte Unglaubliches. Unter anderem weckte sie in den Jüngern die Fähigkeit, sich auch Menschen anderer Sprachherkunft verständlich zu machen und damit, ihnen den Glauben an Jesus und sein Erlösungswerk nahe zu bringen.
Später schwirrten die Jünger in die ganze Welt aus und verbreiteten den Glauben, der heute noch das Fundament der christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften ist. Deshalb wird bei Pfingsten auch von der Geburtsstunde unserer Kirche gesprochen.
Irgendetwas von der Unruhe des Tages, an dem vor fast 2.000 Jahren in Jerusalem die Jünger mit dem Heiligen Geist beschenkt und beauftragt wurden, den Menschen von dem Wunder zu berichten, hat auch den Himmel am Pfingstsonntag über Deutschland aufgewühlt. Zeitweise sah es da oben beängstigend nach Gewitter, dann wieder nach einem Wolkenbruch aus. Schließlich aber fügte sich die Gemengelage zu mehreren fröhlichen Regenbögen zusammen - wie zum Dank dafür, dass wir diesen kühlen Aprilwettertag am 15. Mai 2016 nahezu klaglos ertragen hatten.
Jochen Miche


