nnz-online
Ehrung von Dr. Boltz bei FDP-Kreisparteitag

Seit 70 Jahren liberale Haltung

Montag, 11. April 2016, 12:46 Uhr
Dr.-Ing. Gerhard Boltz bekam die Theodor-Heuss-Medaille für sein seit 70 Jahren währendes Bekenntnis zu liberalen Ideen. (Foto: Kathrin Tarricone) Dr.-Ing. Gerhard Boltz bekam die Theodor-Heuss-Medaille für sein seit 70 Jahren währendes Bekenntnis zu liberalen Ideen. (Foto: Kathrin Tarricone) Es gibt Anlässe, die stellen jedes andere Thema - beispielsweise eines Kreisparteitages - in den Schatten. Dies war beim jüngsten Parteitag der FDP Mansfeld-Südharz die Ehrung langjähriger Mitglieder. Ganz besonders aber die Würdigung von Dr. Gerhard Boltz für sein nunmehr 70 Jahre andauerndes Bekenntnis zu liberalen Ideen...

Dr.-Ing. Boltz erzählte aus seinem bewegten Leben und beeindruckte damit alle Anwesenden. Die Urkunde zum Jubiläum musste eigens aus Berlin angefordert werden, da sowas im Landesverband echten Seltenheitswert hat.

Boltz war von der Gründung des Traditionsvereins der Bergschule Lutherstadt Eisleben im Jahr 1990 bis 2014 dessen Vorsitzender. Er war 1925 in Königsberg in Ostpreußen geboren und aufgewachsen. Im Krieg verletzte ihm ein Granatsplitter eine Hand sehr schwer, woraufhin er ins Lazarett nach Eisleben und in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet. Als die Amerikaner weiterzogen, floh er und blieb anschließend in der Lutherstadt.

FDP-Kreisvorsitzender Harald Oster (li.) überreicht dem Eisleber Dr.-Ing. Gerhard Boltz Urkunde und Theodor-Heuss-Medaille für 70-jährige Mitgliedschaft in einer liberalen bzw. Freien Demokratischen Partei. (Foto: Kathrin Tarricone) FDP-Kreisvorsitzender Harald Oster (li.) überreicht dem Eisleber Dr.-Ing. Gerhard Boltz Urkunde und Theodor-Heuss-Medaille für 70-jährige Mitgliedschaft in einer liberalen bzw. Freien Demokratischen Partei. (Foto: Kathrin Tarricone)

Boltz wurde Neulehrer, Markscheider, Bergvermessungsingenieur, studierte an der Bergakademie Freiberg und promovierte. Da war er schon Lehrer an der Ingenieurschule Eisleben, an der in DDR-Jahren bis zu 2.000 junge Leute studierten. Bis zur Schließung der Ingenieurschule arbeitete Boltz dort als Fachgruppenleiter für Datenverarbeitung. Die Erinnerung an die große Geschichte der Schule hielt er als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Traditionsvereins der Bergschule mit wach.

Einiges aus diesem Leben berichtete der 91-jährige Boltz beim Kreisparteitag der FDP Mansfeld-Südharz, der bei schönstem Frühlingswetter in Sangerhausen stattfand.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand freilich die Parteiarbeit. Auch nach dem ganz knapp verpassten Einzug der Partei in den Landtag haben die Freien Demokraten des Landkreises Lust auf politische Mitgestaltung im Landkreis und im Land. Es wurden Ideen zur Modernisierung der Vorstandsarbeit in die Satzung aufgenommen. Neue Mitglieder verstärken das Team im Kreisverband. Darunter sind junge Leute, die sich mit Ihren Ideen einbringen wollen. Ein Neumitglied meldete sich am Tag nach der Landtagswahl und bat um Aufnahme in die Reihen der Kreis-FDP.

Auch dies macht die Arbeit der FDP aus: diese Mischung aus Neuaufnahme und Tradition, hier der Aufnahmeantrag und dort die Urkunde für langjährige Treue. Überhaupt: die Urkunde zum Jubiläum für Dr. Boltz. Diese Urkunde musste eigens aus Berlin angefordert werden, da sowas im Landesverband echten Seltenheitswert hat.

Kathrin Tarricone
Autor: jm

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 msh-online.de