Johanniter informieren: Steuerersparnis möglich
Hausnotrufsysteme können Leben retten
Montag, 04. April 2016, 14:38 Uhr
Im Notfall genügt ein Knopfdruck, und die fachkundigen Mitarbeiter der Johanniter veranlassen sofort, dass die betroffene Person schnelle Hilfe bekommt. (Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. / Frank Schemmann)
Hausnotrufsysteme sind bewährte Helfer für Menschen, die möglichst lange in der eigenen Wohnung leben möchten: Im Notfall genügt ein Knopfdruck, um Hilfe zu holen – auch außerhalb der Reichweite eines Telefons. Und noch einen Vorteil gibt es.Die Rede ist von den Kosten für den Hausnotruf. Sie sind steuerlich absetzbar. Das hat der Bundesfinanzhof unlängst in einem Urteil entschieden (Az. VI R 18/14). Demnach gilt der Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung und kann in der Steuererklärung als steuermindernd angegeben werden.
Für wen eignet sich der Hausnotruf? Derzeit vertrauen bundesweit mehr als 130.000 Kunden dem Johanniter-Hausnotruf. Häufig entscheiden sich allein lebende Senioren für das System. Insbesondere älteren, chronisch kranken oder gehbehinderten Menschen ermöglicht der Hausnotruf ein eigenständiges Leben in
den eigenen vier Wänden.
Das sagen auch 94 Prozent der deutschen Hausärzte, wie eine forsa-Umfrage aus dem Jahr 2014 gezeigt hat. 87 Prozent der Befragten geben an, dass die Nutzung eines Hausnotrufsystems einen Umzug in ein Seniorenwohnheim oder eine Pflegeeinrichtung hinauszögern kann. Doch auch für jüngere Menschen eignet sich der Hausnotruf, etwa als Übergangslösung nach einem Krankenhausaufenthalt oder während einer
Risikoschwangerschaft, erklärt Andreas Heß, Hausnotruf-Experte der Johanniter im Landkreis
Mansfeld-Südharz.
Wenn eine Pflegestufe bereits vorhanden ist, übernimmt die Pflegekasse auf Antrag die monatlichen Kosten, da das System als Pflegehilfsmittel anerkannt ist. Menschen
mit geringem Einkommen können beim Sozialamt die Kostenübernahme beantragen.
Einfaches Prinzip für ein rundum sicheres Zuhause: Der Johanniter-Hausnotruf arbeitet mit zwei Komponenten: Die Basisstation ist mit Lautsprecher, Mikrofon und Notruftaste ausgestattet. Zusätzlich erhält der Kunde einen kleinen Sender mit Signalknopf, der als Armband, Halskette oder Clip an der Kleidung getragen wird.
Per Knopfdruck wird die Verbindung zur Notrufzentrale hergestellt, die umgehend Hilfsmaßnahmen veranlasst und auf Wunsch die Angehörigen benachrichtigt, so Andreas Heß.
Nicht nur im medizinischen Notfall kann der Dienst Leben retten. Das Sicherheitssystem kann um Falldetektoren, Bewegungs- und Rauchwarnmelder sowie um die Hinterlegung des Haustürschlüssels erweitert werden.
Im Rahmen der Sicherheitswochen vom 04.04. bis 15.05.2016 bieten die Johanniter im Landkreis Mansfeld-Südharz die Möglichkeit, den Hausnotruf vier Wochen lang gratis zu testen. Weitere Informationen zum Hausnotruf und den Sicherheitswochen der Johanniter: 0800 3233 800 (gebührenfrei) oder www.johanniter.de/hausnotruf.

