nnz-online
Empörung bei Landkreis und Stadt Hettstedt

Ängste werden geschürt

Mittwoch, 17. Februar 2016, 21:53 Uhr
Das Gymnasium in Hettstedt. Landkreis und Stadt ziehen seit Jahren an einem Strang, wenn es darum geht, den künftigen Abiturienten die besten Lern- und Prüfungsbedingungen zu bieten. Dieser Anspruch schließt die gemeinsame Suche nach Lösungen bei Problemen mit ein, wird von beiden Partnern versichert und von Betroffenen bestätigt. (Foto: Jochen Miche) Das Gymnasium in Hettstedt. Landkreis und Stadt ziehen seit Jahren an einem Strang, wenn es darum geht, den künftigen Abiturienten die besten Lern- und Prüfungsbedingungen zu bieten. Dieser Anspruch schließt die gemeinsame Suche nach Lösungen bei Problemen mit ein, wird von beiden Partnern versichert und von Betroffenen bestätigt. (Foto: Jochen Miche) Die heute in der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Mansfelder Land: „Abitur in der Berufsschule?“) veröffentlichten Informationen in Bezug auf die Raumsituation im Wilhelm-und-Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Hettstedt stoßen sowohl beim Landkreis Mansfeld-Südharz, als auch bei der Stadt Hettstedt auf Unverständnis.

In einer gemeinsamen Presseerklärung des Landkreises Mansfeld-Südharz und der Stadt Hettstedt kritisieren
Landkreis und Stadt Hettstedt die Berichterstattung in der genannten Tageszeitung. Die dort kommunizierten und inzwischen in der Öffentlichkeit teilweise scharf diskutierten Behauptungen stellen nicht nur die aufrichtigen Bemühungen aller Beteiligten auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung für die Raumsituation am Gymnasium in Hettstedt infrage, sondern führen zu falschen Schlussfolgerungen und sorgen für Verunsicherung bei Schülern und Eltern. In der Presseerklärung heißt es unter anderem:

„Natürlich sind wir in Gesprächen mit der Stadt Hettstedt, um die angespannte Raumsituation im Gymnasium zu lösen“, sagte Landrätin Dr. Angelika Klein, „allerdings müssen wir dafür gemeinsam die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten diskutieren und auf ihre Tauglichkeit prüfen. Bis dahin werden wir mit der Stadt Hettstedt auch die Unterrichtsversorgung des Gymnasiums im Gebäude der Grundschule am Markt absichern.“

In diesem Zusammenhang weist Landrätin Dr. Klein auch noch einmal explizit auf die Deckenproblematik hin. Hierzu wurde im o.g. Artikel der MZ berichtet, dass unklar sei, ob und wann wieder richtige Decken eingezogen werden. Dies ist falsch. „Fakt ist, dass im Physikkabinett am kommenden Montag (22. Februar 2016) eine richtige Decke eingezogen wird – auf Kosten des Landkreises“, erklärte Landrätin Dr. Klein. „Dies geschieht in Abstimmung mit der Stadt Hettstedt und ist bereits auch mehrfach kommuniziert worden. Wir waren uns einig, dass vor allem das Physikkabinett entsprechend hergerichtet werden muss, um die für das Abitur zwingend geforderten Unterrichtsgegenstände wie Experimente auch durchführen zu können.“

Auch Hettstedts Bürgermeister Danny Kavalier zeigte sich mehr als verwundert über die in der MZ getätigten Aussagen. „Die MZ agiert hier unverantwortlich, denn mit der Veröffentlichung werden Unsicherheiten und Ängste bei Schülern und Eltern geschürt, bevor wir als Stadt und der Landkreis überhaupt die Gelegenheit haben, entsprechende Abstimmungen zu treffen.“

Bürgermeister Kavalier weist ebenfalls darauf hin, dass die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten gefunden werden muss. „Die von der MZ publizierte Aussage, die Stadt Hettstedt wolle mit dem Verkauf der Grundschule an den Landkreis ihren Schuldenberg abtragen, ist absolut falsch und nicht nachvollziehbar“, erklärte Kavalier.

„Selbstverständlich wäre eine Veräußerung des Gebäudes eine Option, allerdings nur im Sinne der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und nicht, um den Haushalt der Stadt zu konsolidieren.“ Bürgermeister Kavalier wies zudem darauf hin, dass im Fall eines Verkaufs der zu erwartende Ertragswert ohnehin deutlich geringer wäre als der aktuelle Wert des Gebäudes, da der Sanierungsbedarf entsprechend ist. „Schlussendlich muss aber der Landkreis entscheiden, ob er das Gebäude kaufen will oder eine andere Lösung in Betracht zieht. Die Stadt Hettstedt wird die Suche nach einer Lösung aber begleiten.

Landrätin Dr. Klein, Bürgermeister Kavalier, Schulleiter Frank Siebald und weitere Vertreter von Landkreis und Stadt haben am 16. Februar 2016 verschiedene Möglichkeiten diskutiert, um die Raumsituation im Humboldt-Gymnasium dauerhaft entspannen zu können. Die im Gespräch erläuterten räumlichen Kapazitäten in Hettstedt werden nun entsprechend geprüft.
Autor: jm

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 msh-online.de