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Sanfte Darmspiegelung

Donnerstag, 28. Januar 2016, 17:16 Uhr
Dr. med. Gerd-Wilm Schute und sein Team. Im Hintergrund der CO²-Insufflator am Koloskopiegerät. (Foto: Jochen Miche) Dr. med. Gerd-Wilm Schute und sein Team. Im Hintergrund der CO²-Insufflator am Koloskopiegerät. (Foto: Jochen Miche) Die Darmspiegelung gilt bei vielen immer noch als besonders unangenehme Untersuchung. Viele Menschen scheuen sich nicht nur wegen des eigentlichen Untersuchungsvorgangs vor dem Eingriff.

Dabei spürt der Patient von der Untersuchung in der Regel nichts, da sie in einer Art Narkose ausgeführt wird; die Scheu rührt auch von den Nachwirkungen, die man aus Berichten von Bekannten, aus Gesundheitsforen oder Lektüre kennt. Starke Blähungen, Unwohlsein und Völlegefühl nach der Untersuchung gehören in der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben nun der Vergangenheit an.

„Früher wurde der Dickdarm mit Luft gedehnt, um eine bessere Übersicht mit dem Endoskop zu bekommen und die Schleimhautoberfläche optimal beurteilen zu können“, erklärt Dr. med. Gerd-Wilm Schute, Oberarzt in der Inneren Abteilung und Leiter der Funktionsdiagnostik. „Obwohl versucht wurde, diese Luft wieder abzusaugen, verblieb mehr oder weniger davon im Darm. Diese führte, bis sie den Darm auf natürlichem Wege wieder verlassen hat, öfters zu krampfartigen Beschwerden. Mit Hilfe einer neuen Technologie geschieht die Aufdehnung bei uns nun mit Kohlendioxid“, so der Gastroenterologe.

Während Luft kaum bzw. recht schlecht vom Darmgewebe aufgenommen werden kann, wird Kohlendioxid 150 mal schneller über die Darmwand aufgenommen und abgeleitet bzw. letztendlich über die Lunge abgeatmet. Auf diese Weise ist der Darm rasch nach der Untersuchung entbläht und wieder entspannt und macht deshalb keine Beschwerden mehr, teilt die Klinik mit.

Diese wissenschaftlich fundierte Methode hat aber auch noch einen weiteren Vorteil. Seltene Komplikationen wie die Perforation stark erkrankter Darmwand durch die Überblähung oder Luftembolien sind so fast ausgeschlossen.

So kann durch den Einsatz von Kohlendioxid nicht nur das Befinden nach der Spiegelung erheblich verbessert, sondern auch die Sicherheit für den Patienten weiter erhöht werden.

In der Endoskopieabteilung hat sich in den letzten Jahren vor allem in der interventionellen Gastroenterologie vieles verbessert. „Wir können unsern Patienten moderne Medizin auf qualitativ und technisch hohem Niveau bieten“, freut sich Oberarzt Schute.

Leistungsspektrum:
• Magen- und Darmspiegelungen,
• Endoskopische Abtragung von Polypen im Magen- und Darmtrakt
• Kontrastmittelsonographie
• Behandlung von Verengungen im Magen-Darmtrakt
• H2-Atemtest
• Diagnostischer und therapeutischer endosonografischer Ultraschall
• Interventionelle ERCP, Steinzertrümmerung und Entfernung
• Implantationen von Stents und Clips, Verödung von Ösophagusvari-zen, Legen von PEG-Sonden
Autor: jm

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