50 Kinder erlebten Überraschungen beim 2. Hettstedter Drachenfest
Für Kriechtier mit Lampenaugen gab es Sonderpreis
Freitag, 23. Oktober 2015, 20:44 Uhr
Das heutige 2. Hettstedter Drachenfest auf dem Sportplatz an der Saigerhütte war zweifellos gut vorbereitet gewesen. Trotzdem gab es Überraschungen. Zum Beispiel tauchten Drachen auf, die eher Kriechtiere, statt Flugobjekte waren. Außerdem sah man Kinder, die schneller über die Wiese rannten, als ihre Drachen fliegen wollten…
Bei traumhaftem Herbstwetter trafen sich die Hettstedter Kinder heute zu ihrem 2. Drachenfest. Es war zugleich eine Art Lauffest, denn wer nicht rennend seinen Drachen hinter sich herzog, bekam ihn erst gar nicht in die Luft. (Foto: J. Miche)
Pünktlich zum Drachenfest kam die Sonne hervor. Christoph Altmann, Streetworker der Stadt Hettstedt und Hauptveranstalter, war zufrieden. Auch Kinder kamen, rund 50. Ute Dietrich, die Leiterin des Jugendfreizeitzentrums Leuchte, brachte allein gleich mal weit über 20 Kinder und mehrere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit.
Und natürlich viele selbst gebaute Drachen. Genau wie die zahlreichen Hortkinder der Grundschule am Markt in Hettstedt, die ebenfalls viel Zeit und Geschick in ihre Flugobjekte gesteckt hatten. Ihnen allen gesellten sich weitere Kinder hinzu, die ihre Drachen zeigen und steigen lassen wollten.
Unterstützt hatte das Drachenfest das Jugendamt der Kreisverwaltung. Das hat manches erleichtert, darunter die Versorgung. Aber auch die Stadt Hettstedt war nicht kleinlich; die kostenlose Nutzung von Sportgelände und Sportlerheim war die beste Voraussetzung für eine sorgenfreie Veranstaltung. Mittendrin – genauer: mitten im Rauch des Grills – entdeckten die Drachenfestbesucher die drei Mitglieder des Stadtjugendrates Sarah und Björn Pazak (beide 17) sowie Paul Steinbrecher (13). Das heißt: Eigentlich wurde beim Wenden und Beobachten der Würste und Steaks meist nur einer gesehen, während zwei von ihnen frische Luft schnappten.
An nichts fehlte es. Nur an einer Kleinigkeit: Wind. Das machte das Drachenfest zu einem kleinen Sportfest. Denn wer seinen Drachen fliegen sehen wollte, musste losrennen und ihn an der langen Schnur hinter sich herziehen. Später, als sich die Drachenlenker ausgetobt hatten, wurden alle selbstgebauten Flieger im Sportlerheim ausgestellt und bewertet.
Die Stadtjugendräte, die für diese Aufgabe von anderen Grillmeistern abgelöst wurden, bildeten auch die Jury. Sie ermittelte den jüngsten Drachenbauer sowie die schönsten, originellsten und gruseligsten Drachen. Es gab noch einen Sonderpreis, und zwar für den größten Drachen. Den hatten die Hortkinder der Markt-Grundschule gebaut und mitgebracht, wofür sie einen sportlichen Preis erhielten – sei dürfen die Bowlingbahn am Freimarkt eine Stunde lang kostenlos nutzen.
Den Preis bekamen sie für ein mindestens ein Meter langes grünes Ungeheuer mit großem Maul, kräftigen Zähnen und kugelrunden Lampenaugen. Diese strahlen dank versteckter Schalter auf Kommando mit jeweils drei leuchtenden LED-Punkten. Einen kleinen Schönheitsfehler hatte der Drache allerdings: Er fliegt nicht. Er ist ein Kriechtier. Aber ein so schönes, dass heute lange überlegt wurde, wo man ihn ausstellen und Leute erschrecken – oder erfreuen - kann.
Jochen Miche
Autor: jm
Bei traumhaftem Herbstwetter trafen sich die Hettstedter Kinder heute zu ihrem 2. Drachenfest. Es war zugleich eine Art Lauffest, denn wer nicht rennend seinen Drachen hinter sich herzog, bekam ihn erst gar nicht in die Luft. (Foto: J. Miche)
Pünktlich zum Drachenfest kam die Sonne hervor. Christoph Altmann, Streetworker der Stadt Hettstedt und Hauptveranstalter, war zufrieden. Auch Kinder kamen, rund 50. Ute Dietrich, die Leiterin des Jugendfreizeitzentrums Leuchte, brachte allein gleich mal weit über 20 Kinder und mehrere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit.
Und natürlich viele selbst gebaute Drachen. Genau wie die zahlreichen Hortkinder der Grundschule am Markt in Hettstedt, die ebenfalls viel Zeit und Geschick in ihre Flugobjekte gesteckt hatten. Ihnen allen gesellten sich weitere Kinder hinzu, die ihre Drachen zeigen und steigen lassen wollten.
Unterstützt hatte das Drachenfest das Jugendamt der Kreisverwaltung. Das hat manches erleichtert, darunter die Versorgung. Aber auch die Stadt Hettstedt war nicht kleinlich; die kostenlose Nutzung von Sportgelände und Sportlerheim war die beste Voraussetzung für eine sorgenfreie Veranstaltung. Mittendrin – genauer: mitten im Rauch des Grills – entdeckten die Drachenfestbesucher die drei Mitglieder des Stadtjugendrates Sarah und Björn Pazak (beide 17) sowie Paul Steinbrecher (13). Das heißt: Eigentlich wurde beim Wenden und Beobachten der Würste und Steaks meist nur einer gesehen, während zwei von ihnen frische Luft schnappten.
An nichts fehlte es. Nur an einer Kleinigkeit: Wind. Das machte das Drachenfest zu einem kleinen Sportfest. Denn wer seinen Drachen fliegen sehen wollte, musste losrennen und ihn an der langen Schnur hinter sich herziehen. Später, als sich die Drachenlenker ausgetobt hatten, wurden alle selbstgebauten Flieger im Sportlerheim ausgestellt und bewertet.
Die Stadtjugendräte, die für diese Aufgabe von anderen Grillmeistern abgelöst wurden, bildeten auch die Jury. Sie ermittelte den jüngsten Drachenbauer sowie die schönsten, originellsten und gruseligsten Drachen. Es gab noch einen Sonderpreis, und zwar für den größten Drachen. Den hatten die Hortkinder der Markt-Grundschule gebaut und mitgebracht, wofür sie einen sportlichen Preis erhielten – sei dürfen die Bowlingbahn am Freimarkt eine Stunde lang kostenlos nutzen.
Den Preis bekamen sie für ein mindestens ein Meter langes grünes Ungeheuer mit großem Maul, kräftigen Zähnen und kugelrunden Lampenaugen. Diese strahlen dank versteckter Schalter auf Kommando mit jeweils drei leuchtenden LED-Punkten. Einen kleinen Schönheitsfehler hatte der Drache allerdings: Er fliegt nicht. Er ist ein Kriechtier. Aber ein so schönes, dass heute lange überlegt wurde, wo man ihn ausstellen und Leute erschrecken – oder erfreuen - kann.
Jochen Miche




