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Do, 11:30 Uhr
23.12.2010

Marke geknackt

Die Thüringer Exportunternehmen haben ein starkes Jahr 2010 absolviert und selbst die größten Optimisten überrascht. Der Außenhandel hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet und fungiert wieder als Triebfeder der wirtschaftlichen Entwicklung...


Die Nachfrage nach Produkten "Made in Thüringen" stieg weltweit kräftig an, der Exportmotor läuft wieder rund. Nach vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt knacken die Thüringer Exporte in diesem Jahr erneut die 10 Milliarden Euro Marke.

„Der Außenhandel kehrt zu alter Stärke zurück, die Werte aus dem Rekordjahr 2008 sind bereits in Sicht“, kommentiert IHK-Hauptgeschäfts-führer Gerald Grusser die aktuellen Zahlen. So stiegen die Thüringer Exporte bereits in den ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich um 22 Prozent auf mehr als 8 Milliarden Euro. „Die meisten Firmen haben die Krise abgehakt, das Auslandsgeschäft läuft wieder zur Höchstform auf. Nach dem kräftigen Dämpfer im letzten Jahr stehen die Zeichen auf Erholung“, so Grusser.

Aber auch die Einfuhren könnten sich sehen lassen. So hätten die Thüringer Unternehmen von Januar bis September Waren im Wert von mehr als 5 Milliarden Euro importiert, zum Vorjahr immerhin ein Plus von 17 Prozent.

Für das Jahr 2011 ist der IHK-Chef optimistisch, dass der Trend weiter klar nach oben zeigt. Die Wettbewerbsfähigkeit der Thüringer Firmen stehe außer Frage. Nach dem rasanten Aufholprozess in diesem Jahr werde sich der Aufschwung fortsetzen. Grusser ist sich jedoch bewusst, dass seine Prognose mit einigen schwer kalkulierbaren Risiken verbunden ist: so sei die Immobilienkrise in den USA keineswegs überwunden und auch die gestiegenen Rohstoffpreise belasteten die Firmen. Noch bedeutsamer für die Exporteure wären aber die Risiken der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum.

„Einige wichtige Thüringer Handelspartner in Ländern wie Spanien, Portugal oder auch Italien sind schwer angeschlagen und werden angesichts harter nationaler Sparpakete im nächsten Jahr weniger Waren bestellen“, befürchtet Grusser. Immerhin wären fast 70 Prozent aller Thüringer Exporte in die 27 EU-Länder gegangen und damit die Wirtschaft im Freistaat stark abhängig von einem funktionierenden europäischen Markt. Der Weg zurück auf die Überholspur verlaufe also weder einfach noch geradlinig.

„Mehr denn je brauchen kleine Betriebe in komplizierten Zeiten gezielte Hilfe bei ihren Auslandsgeschäften“, unterstreicht der IHK-Chef. Dabei sei der Auftritt auf dem richtigen Exportmarkt ebenso wichtig, wie die Ansprache der einzelnen Kunden und Kooperationspartner oder die sichere Finanzierung. „Im Jahr 2010 hat die Thüringer Landesregierung die Auslandsaktivitäten von 670 Betrieben im Rahmen der einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsförderung mit rund zwei Millionen Euro unterstützt“, berichtet Grusser.

Auch für 2011 seien bereits 39 Projekte für die Teilnahme an internationalen Fachmessen mit einem Volumen von 125.000 Euro aus dem Außenwirtschaftsförderprogramm bewilligt.
Autor: nnz

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