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Di, 13:14 Uhr
21.12.2010

WORTE ZUM FEST (2)

Das Weihnachtsfest und der bevorstehende Jahreswechsel sind Anlass, die Menschen mit Grußworten zu "beglücken". In loser Folge veröffentlichen nnz und kn diese Grußworte. An dieser Stellen das Weihnachtswort von Bischof Joachim Wanke...

"Das ist ein besonderes Weihnachtsgeschenk für das Bistum Erfurt: der Besuch von Papst Benedikt XVI. im September des kommenden Jahres hier in Thüringen. Damit ist ein langgehegter Wunsch der katholischen Gläubigen in Erfüllung gegangen. 2005 wurde dieser Wunsch zuerst im Eichsfeld ausgesprochen und dann von mir im November 2006 dem Papst persönlich vorgetragen. Ich freue mich, dass dies nun Wirklichkeit wird.

Der Besuch im Bistum Erfurt ist in seinen Einzelheiten noch nicht entschieden. Ich setze mich sehr dafür ein, dass Papst Benedikt möglichst vielen Menschen begegnen kann, auch den Gläubigen im Eichsfeld. Doch ist zu bedenken: Der Papstbesuch gilt nicht nur unserem Bistum. Erfurt steht für die neuen Bundesländer insgesamt.

Papst Benedikt kann wegen der Vielzahl der Termine, die er bei dieser offiziellen Deutschlandvisite wahrnehmen muss, nur Zeichen setzen. Seine Verbundenheit gilt allen Gläubigen, die auch in schwierigen Zeiten trotz Anfeindungen tapfer zum Gottesglauben und zur Kirche gestanden haben. Und ich denke, er wird auch gerade hier bei uns in Thüringen, wo Martin Luther gewirkt hat, ein gutes Wort zur Ökumene sagen.

Wie ich den Papst kenne, wird er besonders auch die politische Freiheit anerkennend würdigen, die im Osten in der friedlichen Revolution vor zwei Jahrzehnten errungen wurde. Freiheit ist ein kostbares Gut. In Freiheit leben – darüber dürfen wir uns alle, Glaubende wie Nichtglaubende, freuen. Aber Freiheit braucht eine Vision, die Vision einer gerechten und humanen Gesellschaft. Diese geduldig und verantwortungsvoll in die Tat umzusetzen, fordert Christen wie Nichtchristen gemeinsam heraus.

Ich nehme, für mich als Bischof nahe liegend, als Beispiel die Religionsfreiheit. Religionsfreiheit haben ist das eine – sie aber auch positiv zu leben, etwa bei einem Kirchenbesuch zu Weihnachten, das ist das andere. Ich bin gewiss: In den kommenden Festtagen wird sich wieder zeigen, dass viele dies verstanden haben.

Allen Thüringer Landsleuten und unseren Gästen im Freistaat wünsche ich ein frohes Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr."
Autor: nnz

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