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Sa, 13:34 Uhr
07.03.2026
Eine Mansfäller Tradition

Mir Schlachten heude

Die Mansfelder Bergwerksbahn hat auch 2026 wieder zahlreiche kulinarische Fahrten im Angebot. Im späten Winter dieses Jahres geht es – wie bereits schon 2018 und 2024 – wieder mit dem historischen Reisezug zum Schlachtefest...

Mit Wellfleisch, Kochklöpsen und Kuddelwürsten werden hier die Fahrgäste am Freitag, 13.03. der Bergwerksbahner nach alter Mansfelder Tradition aus dem Kessel beköstigt. Nun sind noch ein paar Restplätze für kurzentschlossene frei!

Schlachtefeste haben im Mansfeldischen eine lange Tradition. Früher wurde fast in jedem Bergmannshaushalt im Winter ein Schwein geschlachtet, welches man das Jahr über selbst gefüttert hatte oder vom Bauern um die Ecke zukaufte. Am frühen Morgen ging es bereits am Tag des Geschehens im hauseigenen Waschhaus- oder Schlachthaus los, die ganze Familie und Freunde halfen mit, so z.B. beim Blutrühren, Fleisch schneiden, Säubern der Gerätschaften usw. Als Dank dafür wurden alle zum Mittag zu einer deftigen Schlachtemahlzeit aus dem Kessel eingeladen, dazu gab es Schlachtekraut und Kartoffeln oder ähnliches als Beilage. Außerdem durfte sich jeder noch eine Milchkanne voll Wurstsuppe und ein kleines Schlachtepaket inklusive dem berühmten „Knätzchen“ (Mansfeldisch für Hackepeter) mitnehmen. Schlachtefest - war, wie der Name schon offeriert, für alle ein großes Fest und man freute sich danach schon aufs nächste Jahr.

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Der Mansfelder hat dafür sogar eine eigene Wortschöpfung: „Mir schlachten heude“ klang es dann über die Straße, wenn es so weit war. Natürlich kam auch der eine oder andere alkoholische Tropfen nicht zu kurz, so hieß es: „Wenn‘s Schwein erst auf der Leiter hängt, wird erstmal einer eingeschenkt!“. Wichtig war nur, dass der Fleischer, der die Hausschlachtung durchführte, nicht jeden Schnaps mittrank. Da, so wissen alteingesessene Mansfelder zu berichten, das eine oder andere Schlachtefest auf Grund zu hohen Alkoholkonsums des Fleischers zum Desaster wurde. Diese Anekdoten werden auch heute noch in der einen oder anderen Mansfelder Mundartgeschichte lebendig gehalten und regen zum Schmunzeln an.

Bei der Bergwerksbahn übernimmt der Wolferöder Stephan Rische, vielen besser bekannt als „Quicky – die Feldküche“ – auch ganz ohne Alkoholkonsum – die Versorgung bei diesem Event mit allerlei „Schweinereien“ aus dem Kessel. Also „Essen bis die Schwarte kracht“, wie es auf den Plakaten dazu augenzwinkernd heißt. Aber natürlich gibt es für jeden Fahrgast – das nötige Alter vorausgesetzt – auch wieder einen der MBB-Klopfer, wie z.B. den „Zirkelschächter Kumpeltod“ oder die „Ächde Dampflokschmiere“ als Verdauer. Reservierungen mit Vorkasse erforderlich!

Reservierung und weitere Infos unter:

mansfelder@bergwerksbahn.de; www.mansfelder-bergwerksbahn.de

Tel. 034772 27640 (Zu unseren Bürozeiten Mo.-Fr. von 09:00 bis 16:00 Uhr)
Autor: red

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