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Do, 20:05 Uhr
19.12.2024
Erste Bohrergebnisse bestätigen:

Große Gipsvorkommen im Südharz

Die Probebohrungen der Knauf Gips KG im Landkreis Mansfeld-Südharz haben erste erfreuliche Ergebnisse geliefert. Sie untermauern den bisherigen Kenntnisstand über bedeutende Gipsvorkommen in der Region. Einzelheiten in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...

Kauf-Bohrpunkt im Südharz (Foto: Knauf) Kauf-Bohrpunkt im Südharz (Foto: Knauf)
Insbesondere zeigen die Bohrungen, dass bereits vor etwa 90 Jahren getroffene Annahmen über große Rohstoff-Lagerstätten wie erwartet korrekt sind.

„Jetzt sind weitere Untersuchungen nötig“, sagte André Materlik, Leiter des Knauf-Werks in Rottleberode. „Wir hoffen, das Gebiet weiter erkunden zu können. Die Landesregierung Sachsen-Anhalt sollte daher in ihrem kommenden Landesentwicklungsplan die entsprechenden Flächen für eine Rohstoffsicherung ausweisen“, ergänzt er.

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Das Verwaltungsgericht Halle hat die Probebohrungen auf Antrag eines Umweltverbands gestoppt, bis eine endgültige gerichtliche Entscheidung vorliegt. Knauf hat vor, sieben Bohrungen im Gebiet des Landkreises Mansfeld-Südharz abzuschließen – wie es dieser im Dezember genehmigt hatte. Bis zum vorläufigen Stopp der Arbeiten konnte das Unternehmen zwei Bohrungen in Tiefen bis zu 31 Metern durchführen.

Knauf weist erneut darauf hin, dass bei den Bohrungen strenge Umweltschutzauflagen gelten, deren Einhaltung auch von den Behörden kontrolliert wird. Zudem finden die Bohrungen ausschließlich auf Feldwegen sowie am Rande von Ackerflächen und Wiesen statt.

Eine Verträglichkeitsstudie hat außerdem bestätigt, dass die Arbeiten keine nachteiligen Auswirkungen auf geschützte Lebensräume oder Arten haben. Auf dieser Grundlage hat der Landkreis Mansfeld-Südharz mit Landrat André Schröder entschieden, dass die Bohrarbeiten zulässig sind.

“Wir teilen diese Auffassung und gehen nach wie vor von der Rechtmäßigkeit unseres Antrags aus und verfolgen weiter das Ziel, nach abschließender rechtlicher Klärung unser Bohrprogramm fortzusetzen”, bekräftigt Werkleiter André Materlik.
Autor: psg

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Kommentare
Wutz
20.12.2024, 08:58 Uhr
Feldwege, Ackerflächen und Wiesen
...sind in der Regel in Privatbesitz und werden dementsprechend bewirtschaftet. Kann die Knauf Gips KG auch nachweisen, vom Eigentümer eine derartige Erlaubnis erhalten zu haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Firma, wie die Knauf Gips KG, in Privatbesitz eindringen darf. Gut, es ist nicht eingezäunt (umfriedet), aber dass ist bei Acker und Wiesen auch nicht ganz einfach, bei der Größe. Was meinen die folgenden Kommentatoren?
murmeltier
20.12.2024, 09:10 Uhr
Eigentum
In Deutschland gibt es keine Flächen, die sich nicht in irgendeiner Form von Eigentum befinden. Ich will das nicht aufzählen. Interessant ist doch, dass wieder die bekannten, alles besser wissenden Umweltverbände alles verhindern, was irgendwie nach Wirtschaft aussieht. Die wissen vermutlich selbst, dass sie mit ihren Klagen und Widersprüchen am Ende nicht durchkommen, aber egal: erst einmal verhindern. Allerdings kann es beim "Aufstellen" von Windräder mit tausenden Tonnen Beton nicht schnell genug gehen. Und was benötigt man für Beton? Richtig: Zement. Und für Zement? Richtig: Gips und Anhydrit.
Kleinkrämer
20.12.2024, 14:28 Uhr
Wozu Steinbrüche in MSH?
Soweit bekannt, reichen die Vorkommen in Knaufs Bergwerksfeld im Alten Stolberg bis ca. 2090. Von daher ist es nicht plausibel, dass die Firma im bisher unbeeinträchtigten Landkreis MSH offensichtlich neue Steinbrüche, also Neuaufschlüsse, plant.

Die Bevölkerung ist überwiegend gegen den Gipsabbau und auch parteienübergreifend gibt es dem Vernehmen nach Konsens gegen Neuverritzungen. Das ist kein links-grünes Phänomen. Ich bin selbst absolut kein Anhänger der den Frieden und den Naturschutz durch Windräder gefährdenden Grünen.

Zudem ist es Heuchelei und Volksverdummung, wenn Knauf die Umweltfreundlichkeit seiner Bohrungen hervorhebt, da sie ja nur die relative Ruhe vor der ganz großen Landschaftszerstörung symbolisieren.

Nicht zuletzt gehört die Familie Knauf zu den reichsten Familien Deutschlands. Wenn sie wollte, könnte sie wohl alle ihre Mitarbeiter bis an ihr Lebensende mit Geld beliefern, ohne dass diese nochmal arbeiten müssten. Was sollen also neue Naturschäden?

Die bereits bestehenden Steinbrüche in Niedersachsen und Thüringen sollten Mahnung genug sein.
E20
20.12.2024, 15:07 Uhr
@Kleinkrämer
Gips wird ja nicht aus Langeweile abgebaut, sondern weil der Rohstoff benötigt wird. Ob das Unternehmen nun Knauff oder Mustermann heißt, spielt dabei keine Rolle. Wird der Gips nicht hier abgebaut, dann eben woanders. Fakt ist - er muss abgebaut werden. Die ganzen sinnlosen Diskussionen - Gipskartonplatte oder Lehmputz - beides erfordert einen Eingriff in die bestehende Natur.
Kleinkrämer
22.12.2024, 08:34 Uhr
@E20 Gipsabbau sollte beendet werden
Sie haben in dem Sinne Recht, als auf Grund des als unabdingbar angesehenen Wirtschaftswachstums leider permanent neue Rohstoffe benötigt werden. Und jede Form der Rohstoffe zu Umweltschäden führt.

Wenn wir das aber zu Ende denken, so wissen wir schon aus logischen Gründen, dass unsere Welt endlich ist. Daher ist unbegrenztes Wachstum und unbegrenzte Rohstoffnutzung gar nicht möglich.

Zumal die damit einhergehenden Umweltschäden schon heute zu Milliardenkosten auch für die Wirtschaft selbst führen.

Da wir aber am Ende tatsächlich vom Gips, sondern von der Erhaltung geeigneter Lebensbedingungen auf der Erde abhängig sind, sollte die immer exzessivere Rohstoffnutzung (nicht nur Gips, sondern nun auch Lithium für zweifelhafte grüne E-Projekte) beendet werden. Wir werden sonst am Ende alle verlieren.

Und wenn es allen Warnungen zum Trotz wirklich zum Gipsabbau in MSH käme, dann doch aber bitte nicht in Naturschutzgebieten. Diese vergleichsweise winzigen Gebiete wurden ja gerade eingerichtet, um die Natur und nicht den Gips für die Industrie zu schützen.

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