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Mi, 11:24 Uhr
16.10.2024
ADAC-Umfrage:

Mobilitätswandel im Alltag leichter als in Urlaub und Freizeit

Die Bedeutung verschiedener Verkehrsmittel ändert sich, je nachdem in welchem Kontext Menschen unterwegs sind. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des ADAC, die sich mit den Mobilitätsgewohnheiten in Alltag, Freizeit und Urlaub beschäftigt...

Das Auto ist das Verkehrsmittel, das über alle Bereiche hinweg am meisten genutzt wird, auch wenn seine Bedeutung im Urlaub um 24 Prozent abnimmt. Wenig überraschend hat das Flugzeug im Rahmen der Urlaubsmobilität hohe Relevanz, aber auch die Bahn erfährt einen Zuwachs und wird im Urlaub 14 Prozent häufiger genutzt als im Alltag.

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Die Umfrage zeigt auch: Die Bereitschaft, das Mobilitätsverhalten zu ändern, ist bei vielen Menschen im Alltag deutlich ausgeprägter als im Urlaub. Dennoch ist auch im Urlaub die Mehrheit bereit, in irgendeiner Form ihr Mobilitätsverhalten anzupassen – am ehesten, indem mehr Bahn gefahren wird. Vor dem Hintergrund dieser geringeren Veränderungsbereitschaft im Urlaub gewinnt die Antriebswende an Bedeutung. Das betrifft nicht nur das Auto, sondern gilt auch mit Blick auf das Flugzeug, das für die Urlaubsmobilität von enormer Relevanz ist.

Zudem wird deutlich, dass die Menschen ihre Mobilitätsentscheidung überwiegend anhand von „harten“ Faktoren fällen, die dafür verantwortlich sind, dass die Reise reibungslos gelingt. Wichtig sind ihnen insbesondere Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Unabhängigkeit und Flexibilität. Emotionale Faktoren wie Gewohnheit oder Spaß sind deutlich nachgeordnet. Das unterstreicht, dass substanzielle Verbesserungen auf der Angebotsseite notwendig wären, um einen Wechsel des Verkehrsmittels – etwa auf die Bahn, da wo sie eine Alternative zum Auto und Flugzeug sein kann – voranzubringen.

Gefragt, welche Maßnahme hauptsächlich notwendig ist, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen, entscheiden sich 45 Prozent der Befragten für den Antriebswechsel – also den Umstieg auf E-Mobilität oder alternative Kraftstoffe. Den Umstieg auf CO2-ärmere Verkehrsmittel halten dagegen 31 Prozent für den wichtigsten Hebel. Insbesondere junge Erwachsene und Menschen aus Großstädten werten den Antriebswechsel und den Umstieg auf CO2-arme Verkehrsmittel als nahezu gleichrangig relevant.

Auf die Frage, wer in der Verantwortung steht, die Weichen für klima- und umweltfreundliche Mobilität zu stellen, nennen die meisten Befragten den Staat. An zweiter Stelle – aber mit erheblichem Abstand – steht die bürgerliche Verantwortung für das eigene Verhalten, wobei diese bei älteren Befragten deutlich höher ausgeprägt ist als bei jungen Erwachsenen. Diese sehen eine höhere Verantwortung auf unternehmerischer Seite.

Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass die Verteuerung von Mobilität als Mittel zur Förderung einer klimafreundlicheren Urlaubsmobilität kaum Erfolg verspricht. Zwar weist die Umfrage aus, dass die Kostenfrage für die Urlaubsmobilität sehr relevant ist. Auch sind die Menschen im Urlaub noch weniger bereit, höhere Kosten zu schultern als im Alltag. Gleichzeitig geben aber nur die wenigsten an, dass finanzieller Druck dazu beitragen würde, klimafreundlicher mobil zu sein bzw. auf Mobilität generell im Urlaub zu verzichten. Höhere Kosten würden also als schmerzhaft wahrgenommen, aber im Zweifel keine Verhaltensänderung befördern.

Anlässlich der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin schlussfolgert daher ADAC Tourismuspräsident Karl-Heinz Jungbeck. „Es braucht erhebliche Anstrengungen auf der Angebotsseite aber auch in der Kommunikation, damit sich die Menschen auch auf Veränderungen einlassen. Denn allein von unten wird der Mobilitätswandel nicht gelingen. Die Relevanz der Urlaubsmobilität sollten hierbei nicht unterschätzt werden. Denn bei der Frage, ob ich mein Auto abschaffe und im Alltag auf ÖPNV oder Rad dauerhaft umsteige, spielt auch eine Rolle, wie meine Urlaubs- und Freizeitgewohnheiten beschaffen sind. Wenn wir überlegen, wie man Mobilität klimaneutral gestalten kann, müssen wir deshalb auch den Urlaub in den Blick nehmen.“
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
17.10.2024, 08:02 Uhr
Mobilitätswandel im Alltag
Wie wäre es denn mit einem funktionierenden und flächendeckendnen Nahverkehr - der uns ja schon so lange versprochen wird!?

Und die ÖPNV Preise müssen sinken.

Busverkehr, wie ehedem, sonst kommen die Beschäftigten nicht in ihre Firmen und nach Hause wollen sie auch wieder - nicht erst am nächsten Tag, wenn früh mal wieder ein Bus in ihre Richtung fährt.

Dies dürfte günstiger sein als neue E_Autos, die ja Strom brauchen. Haben wir den denn ausreichend?, nach Abschaltung vieler Kraftwerke? Rund um die Uhr?.
Örzi
17.10.2024, 11:29 Uhr
Träume und Selbsttäuschung
Ich bin Gestern 9.00 Uhr aus dem Krankenhaus in Sondershausen entlassen worden. Der nächst Bus der meinen 17 km entfernten Heimatort angefahren hätte, wäre nach 16.00 Uhr gefahren. Da habe ich die Mobilitätswende vollzogen und bin mit dem allerhöchst umweltschädigenden Diesel Taxi nach Hause gefahren. Aber ich verspreche, mich zu bessern. Ich schwöre.
KeinKreisverkehr
17.10.2024, 13:04 Uhr
Das Fahrzeug zu benutzen ist ja auch vollkommen legitim.
Wenn es denn auch als solches bezeichnet werden könnte. Aber bei 99,9 Prozent der Menschen ist es nunmal kein Fahrzeug sondern ein Stehzeug. Wird 2h am Tag benutzt und nimmt dann den Rest des Tages meist öffentlichem Raum ein.

Diesen Raum könnte man auch Fahrradfahrern oder Fußgängern oder Menschen mit Rollstuhl zukommen lassen die wirklich darauf angewiesen sind.

Carsharing ist da das Stichwort.

Meine Freundin würde gerne mit dem Fahrrad in die Stadt fahren aber ihr ist das einfach zu gefährlich auf dem Rad Schutzstreifen an der viel befahrenen Bundesstraße. Und das kann ich vollkommen verstehen. Nun fährt sie täglich mit dem Auto und wir damit zu genau dem was sie als Radfahrerin stört. Die vielen Autos und dementsprechend wenig Platz für den Randverkehr.
Bodo Bagger
17.10.2024, 14:33 Uhr
KeinKreisverkehr
Ihre Frau teilt ihr Auto schon? Ich gehe nicht davon aus, dass sie ihren Wagen mehr als zwei Stunden am Tag nutzt?
KeinKreisverkehr
17.10.2024, 16:12 Uhr
@BodoBagger
Natürlich, sie benutzt das Carsharing, ich fahre mit dem Fahrrad jeden Tag, auch zu Ikea. Wir machen nie eine Kreuzfahrt, sind Vegan, haben einen CO2 Fußabdruck der 80 Prozent geringer ist als der Durchschnittsdeutsche, haben ein Balkonkraftwerk, Pflanzen täglich 3 Bäume, haben genug Zimmerpflanzen um den Sauerstoff den wir beim Atmen in CO2 umwandeln auszugleichen und haben uns hintere Loch zugeklebt damit wir auch sonst keine Klimaschädlichen Gase ausstoßen.

Macht das meine Argumente für sie jetzt glaubhaft genug?
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