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Mi, 16:44 Uhr
28.06.2023
Neue Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung

Wasserdampftherapie in Eisleben

Seit Dezember 2022 wird eine neue und schonende Therapie der gutartig vergrößerten Prostata an der Eisleber Klinik angeboten: Im Kompetenzzentrum für Urologie injizieren die Experten Wasserdampf, um das Gewebe der Vorsteherdrüse abzubauen...

Die neue Therapie eignet sich insbesondere für jüngere Patienten, da die Sexualfunktion erhalten bleibt.

Die gutartige Vergrößerung der Prostata kann inzwischen als Volkskrankheit älter werdender Männer bezeichnet werden: Jeder zweite Mann über 50 in Deutschland weist Symptome auf, die durch das Zusammendrücken der Harnröhre entstehen.

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Die Betroffenen berichten über einen abgeschwächten Harnstrahl, Nachträufeln, häufiges Wasserlassen (auch in der Nacht), Inkontinenz, Harnwegsinfektionen bis hin zu einem akuten Harnverhalt. Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie – kurz BPH) wird in der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben mit verschiedenen operativen Therapiemethoden behandelt, sofern die medikamentöse Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Oberarzt Peter Herzog führt den Eingriff an der Klinik durch und erläutert: „Die Operation eignet sich bei einer mittleren Größe der Prostata, da kein Gewebe abgetragen wird, sondern der Körper im späteren Heilungsverlauf die abgestorbenen, ehemals vergrößerten Zellen selbst abbaut. Dieser Prozess der Phagozytose und damit der Erfolg der Operation zeigt sich bereits nach drei Wochen – bis zum Eintreten des maximalen Effekts können bis zu drei Monate vergehen.“

„Die Methode eignet sich vor allem für Patienten mit hohem Narkose- oder Blutungsrisiko und erhält in der Regel die Erektions- und Ejakulationsfunktion der Männer. Nach dem zweitägigen stationären Aufenthalt bei uns in der Klinik kann der Alltag kann schnell wieder aufgenommen werden“, ergänzt Dr. med. Henry Meffert, Chefarzt der Urologie. Gemeinsam mit seinem Team bietet er ein breites Spektrum an urologischen Behandlungen am Kompetenzzentrum an.

Die neueste Methode wird in Studien seit über fünf Jahren begleitet und bietet einen wesentlichen Vorteil gegenüber dem klassischen Eingriff: Statt das vergrößerte Prostatagewebe zu resezieren (wie bei der transurethalen Resektion, kurz TUR-P), wird der auf 73°C erhitzte, sterile Wasserdampf in das vergrößerte Gewebe appliziert. Insgesamt dauert der minimalinvasive endoskopische Eingriff mit ca. 2-3 Injektionen pro Seite nur 10 Minuten und kann auch ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Neben der innovativen Wasserdampftherapie kommt in der Klinik auch die HoLEP (Holmium Laser Enukleation der Prostata) zum Einsatz – ebenfalls ein schonendes und blutarmes Verfahren. Das Laserzentrum an der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben wurde für diesen Eingriff zuletzt im Mai 2023 rezertifiziert. Welche operative Therapie durchgeführt wird, richtet sich vorrangig nach der Größe der BPH.
Autor: red

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