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Sa, 10:26 Uhr
17.09.2022
ADAC untersucht, wie viel Strom beim Laden verloren geht

Ladeverluste bei E-Autos

Elektroautos ziehen beim Laden mehr Energie aus dem Stromnetz als in der Batterie gespeichert wird. Während bei vielen elektrotechnischen Geräten der Wirkungsgrad eine wichtige Angabe im Datenblatt ist, schweigen sich die Hersteller von Elektroautos über die Höhe der Ladeverluste aus...

Der ADAC hat ermittelt, wie diese Ladeverluste entstehen und welche Lademöglichkeiten am effizientesten sind. Dabei haben die Experten das Laden an der Haushaltssteckdose mit dem Laden an einer Wallbox verglichen. Als Testfahrzeuge standen der Renault ZOE, das Tesla Model 3, der VW ID.3 und der Fiat 500e zur Verfügung.

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Die größten Verluste - zwischen 10 und 30 Prozent - entstehen dabei an der Haushaltssteckdose. Besonders der Renault ZOE schnitt hier mit knapp 30 Prozent Verlust extrem schlecht ab. Mit eingerechnet ist beim heimischen Laden jedoch auch die Verkabelung zur Steckdose, hier sind bereits (nach Norm DIN VDE 0100) bis zu 4 Prozent Leitungsverlust möglich. Mit einer Wallbox sinken die Verluste dank der deutlich kürzeren Ladedauer auf 5 bis 10 Prozent. Am effizientesten war der Fiat 500e, bei dem nur gut 5 Prozent Verlust anfielen.

Bei sehr niedrigen Temperaturen ziehen einzelne Elektroautos in Ausnahmefällen auch noch Energie aus dem Stromnetz, um ihre Batterie zu heizen, wie z.B. der VW ID.3 (Software 2.3). In diesen Fällen kann der Verlust auf bis zu 20 Prozent ansteigen.

Sowohl Haushaltssteckdose als auch Wallbox stellen das Elektroauto vor die gleiche Herausforderung. Sie liefern Wechselstrom, der für die Batterien in Gleichstrom umgewandelt werden muss. Das übernimmt das OnBoard-Ladegerät. Dabei entstehen etwa 5 bis 10 Prozent Umwandlungsverlust in Form von Wärme.

Unabhängig, ob man mit Haushaltssteckdose oder Wallbox lädt, sollte beachtet werden, dass während des gesamten Ladevorgangs die Bordelektronik und ein Teil der Steuergeräte des Fahrzeugs aktiv sind und somit Strom verbrauchen. Beim Laden an Wechselstrom gilt also die Faustformel: Je höher die Ladeleistung, desto kürzer der Ladevorgang und damit auch die Zeit, in der Ladeverlust entstehen.

Um größeren Ladeverlust zu vermeiden, sollten Verbraucher an einer Wallbox mit 11 oder 22 kW laden. Im Winter sollte möglichst gleich nach Fahrtende aufgeladen werden, solange die Batterie noch warm ist. Hersteller sollten außerdem die Ladeverluste für verschiedene Lademöglichkeiten transparent darstellen.
Autor: red

Kommentare
Envites
17.09.2022, 11.41 Uhr
Die Ladeverluste sind ein Thema, zu dem Thema sollte eine Gesamtsicht bleiben,
nämlich die Angabe, warum man dann E-mobility macht, denn die Ladeeffizienz der ionischen Batterien selbst ist dagegen hocheffizient, also vergleichsweise (im Feld der Akku`s sowieso). Ladverluste, also effektive Ladesysteme bestimmen also die Gesamteffizienz, dass muss kalkuliert und mgl. optimiert werden. Falls Strom grüner und preiswert ist oder bleibt, das war eine Rahmenbedingung für E-mobility, sollte es passen.
Wenn das so begründet dargestellt wird, sollte man auch eine Gesamtsicht bringen, damit der Leser sich ein echtes Bild machen kann. Denn auch beim Verbrenner oder Wasserstoff-/Methanolauto gibt es Randbetriebsbedingungen, die hinsichtlich einer idealen Effizienz grundsätzlich abträglich, aber technisch, bspw. zum erreichen einer langen Lebensdauer technisch erforderlich sind. Auch der Fakt der Lebensdauer, der gesamten Betriebskosten ist oder wäre bemerkenswert im vwergleich für die Leswer!
Echter-Nordhaeuser
17.09.2022, 22.10 Uhr
"Strom geht beim Laden verloren"
Na sowas geht ja gar nicht und das zu Zeiten wo Energie eingespart werden soll.
Am besten gleich Fahrverbot für alle E-Autos, Hauptsache die Batterie hat eine Heizung und hat's schön warm.
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