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Di, 08:20 Uhr
14.06.2022
ifo Institut

Konzerne geben Tankrabatt weiter

Der Tankrabatt für Diesel und Benzin ist im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben worden. Das ergeben Berechnungen des ifo Instituts...

„Beim Diesel haben die Tankstellen ihn zu 100 Prozent weitergegeben, also 17 Cent Steuersenkung je Liter. Beim Super Benzin waren es 29 bis 30 Cent von den 35 Cent Steuersenkung, also 85 Prozent“, sagt Florian Neumeier vom ifo Institut, der die Berechnungen zusammen mit Daniel Stöhlker und ifo Präsident Clemens Fuest erstellt hat.

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Betrachtet wurden die Preise in Deutschland im Vergleich zur Entwicklung in Frankreich vor und nach dem 1. Juni. Dabei nahmen die Wissenschaftler an, dass die Benzinpreise in Deutschland ohne Einführung des Tankrabatts nach dem 1. Juni 2022 dem gleichen Trend gefolgt wären wie die französischen Benzinpreise. In Frankreich sind die Preise seitdem ebenfalls gestiegen, aber die Steuern wurden dort zum 1. Juni nicht verändert.

„Trotz der Weitergabe an die Konsumenten ist der Tankrabatt nicht sinnvoll“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. „Er kommt Menschen mit höherem Einkommen und höheren Spritausausgaben zugute und nicht Menschen mit geringem Einkommen. Darüber hinaus setzt er die falschen Anreize: Er hält nicht dazu an, weniger Benzin und Diesel zu verbrauchen. Aus ökologischen Gründen und um die Abhängigkeit von Russland zu vermindern, wäre aber das genaue Gegenteil notwendig.“

Es sei außerdem zu beachten, fügen die Wissenschaftler hinzu, dass die Preisentwicklung sich in den kommenden Wochen ändern könnte. Ob die Steuersenkung dauerhaft an die Konsumenten weitergegeben werde, sei offen.
Autor: red

Kommentare
Rob2000
14.06.2022, 08.46 Uhr
Und wieder
will man die Bevölkerung für bekloppt erklären.
Wer das jetzt noch glaubt den kann man echt nicht mehr helfen.
DonaldT
14.06.2022, 09.07 Uhr
Konzerne geben Tankrabbat weiter
Ja, ja, erst haben sie die Preise noch mal erhöht und dann, auf den hohen Preis, einen Rabatt gegeben!
Aber bisher haben die Konzerne den Rabatt an sich selbst gegeben.

Wer hat die "Studie" eigentlich in Auftrag gegeben und bezahlt?
Örzi
14.06.2022, 11.43 Uhr
Gut gerechnet...
... bloß das Ergebnis stimmt nicht.
Psychoanalytiker
14.06.2022, 12.23 Uhr
Wir werden nur noch ...
belogen und betrogen.

Das eine Institut sagt, dass der Tankrabatt vollständig an die Konsumenten weitergegeben wird, der ADAC kam nach intensiven Berechnungen noch nicht einmal auf die Hälfte der Werte, die die Wirtschaft und Politiker propagieren. Im Börsenbarometer spricht man von Preissenkungen auf dem Rohölmarkt und gleichzeitig schnellen die Preise an der Tankstelle nach oben.

Die FDP bedient ihre Erdöl-Lobbyisten damit, dass man gegen eine Ertragsgewinn-Steuer ist und befürwortet Habecks beabsichtige erhöhte Bevollmächtigung des Kartellamtes. Nur laut Habecks Bekundungen dauert die Gesetzgebung, wenn überhaupt, doch einige Monate.

Wenn es um Einnahmen aus Richtung Bürger in Richtung Staat geht, funktioniert die Gesetzgebung "sekundenschnell", umgekehrt muss erst einmal beraten und der Koalitionsfrieden eingehalten werden, dann schaut man nach Geldern, die man angeblich nicht hat, gönnt aber bestimmten Menschen und sich selbst hohe Einnahmen.

Ich erwähnte schon einmal ein Gesetz, dass den einstigen deutschen Kriegsgefangenen eine geringe Entschädigung, eine Einmalzahlung von 100 - 300 € (abhängig von der Dauer der Kriegsgefangenschaft) zusprach. Die Auszahlung wurde nach hinten verschoben, sodass nicht wenige der Anspruchsberechtigten darüber hinweg starben. Die Erben waren dann nicht anspruchsberechtigt, sodass wieder gespart werden konnte.

Das Beispiel "hinkt" zwar ein klein wenig, zeigt aber, wie der propagierte Auszahlungsmodus deutscher Politik funktioniert. War (oder ist) es nicht bei Pflegerinnen und Pflegern und Krankenhauspersonal ähnlich ?

An die Energiepauschale wollte ich eigentlich nicht erinnern, tue es aber, weil bestimmten Menschen Geld "geschenkt" und anderen nicht gegönnt wird. Rentner und Studenten können frieren, Politiker, hohe Beamte, Wirtschaftsbosse bekommen zusätzliches Geld und können Teakholz im heimischen Kamin verfeuern.

Warum gibt man den Menschen nicht eine bestimmte Summe, aber nicht im Rahmen der Steuererklärungen, sondern sofort. Der, der friert, kauft Holz oder Gas, der, der fahren muss, kauft Benzin, und der, der lieber unter der Brücke lebt, kauft ... .
hoecker1
14.06.2022, 13.07 Uhr
Der dumme Deutsche !!!
will es doch so! Sonst verstehe ich beim besten Willen nicht das einfach alles so hingenommen wird. Offensitlicher kann es ja wohl kaum noch sein das wir wir wie der Ochse zur Schlachtbank geführt werden.
Die Politik wäscht sich wie immer die Hände in Unschuld!!! Und genau da liegt die Crux, die Herrschaften sitzen nämlich auch in genau diesen Vorständen!
Leute immer weiter so, aber jammern auf hohem Nivau!!!
roni
14.06.2022, 14.12 Uhr
Dümmsten Deutschen aller Zeiten
wir lassen uns alles gefallen.... haben wir denn keinen A.... mehr und keinen Stolz.... WACHT ENDLICH AUF UND WEHRT EUCH BEVOR ES ZU SPÄT IST !!!!!!!!!!!!!!!
diskobolos
14.06.2022, 16.55 Uhr
Hornberger Schießen
Man kann natürlich die Marktwirschaft auch in die Tonne kloppen, aber die ist es doch, die unseren Wohlstand erzeugt hat. Wenn alle dafür sind, können wir ja die DDR wiedererrichten. Dann gibt es wieder VK88 für 1,50 M/l an jeder Tankstelle, die geöffnet hat. Den ganzen Tag und 20 Jahre lang.

Im Kapitalismus hat jemand die Idee mit einem bestimmten Produkt auf dem Markt reich zu werden. Das ist der einzige Zweck, warum er es erzeugt. Nicht alle Menschen glücklich zu machen, sondern nur sich selbst. Wenn es schief geht, geht er auch pleite. Geht es gut, wird er reich. Das ist sein Risiko.

Der Preis für die Produkte entsteht auf dem Markt: Der eine macht ein Angebot, der andere kauft zu diesem Preis. Wenn keiner zum Angebotspreis kauft, muss der Anbieter billiger werden. Der Käufer kauft vielleicht das Produkt bei einem anderen Anbieter oder an einem anderen Tag.

Der Markt funktioniert natürlich nicht gut, wenn der Anbieter ein Monopol besitzt oder sich mit anderen Anbietern abspricht. Ersteres gibt es beim Sprit offensichtlich nicht. Das zweite wird manchmal vermutet, konnte aber bisher nicht nachgewiesen werden.

Wenn es aber wirklich so ist, dann ist es ein strukturelles Problem, das grundsätzlich gelöst werden muss. Insofern ist die Idee, dem Kartellamt mehr Instrumente zu geben, sicher klüger als das Stammtischgerede von den "Über"-gewinnen. Würden die vom Staat kassiert, wird Benzin dadurch nicht billiger.
Nebenbei: Wenn jemand ein Haus verkauft, nimmt er doch einen Übergewinn (was auch immer das sein soll) auch gern mit. Eben Marktwirtschaft.

Die Preise, nicht nur für Benzin, werden deutlich weitersteigen. Ein Grund dafür ist die Tendenz zum Abbau der Globalisierung. Die wünschen sich ja viele, die Auswirkungen werden wir in den nächsten Jahren spüren.
Dann redet über den unsinnigen Benzinrabatt keiner mehr.
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