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So, 13:16 Uhr
19.12.2021
Verbraucherzentrale Thüringen gibt Tipps

Wildbret nicht ohne Risiko

Gerade zum Fest ist Fleisch vom Reh, Hirsch oder Wildschwein für viele Menschen eine besondere Delikatesse. Die Verbraucherzentrale warnt jedoch: Wild wird oft mit bleihaltiger Munition gejagt...

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Blei kann also auch in das Fleisch übergehen. Das Schwermetall kann für Mensch und Tier bereits in geringen Mengen schädlich sei. Besonders in der Weihnachtszeit steht Wildfleisch hoch im Kurs. Es gilt als besonders natürliche und gesunde Delikatesse. Die Stimmung trübt eine aktuelle Untersuchung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Demnach enthielten rund Dreiviertel der 75 untersuchten Wildwurstwaren Bleirückstände. Sechs Proben wurden als „nicht zum Verzehr geeignet“, eine Probe sogar als „gesundheitsschädlich“ eingestuft.

Wildschweinprodukte waren dabei tendenziell stärker belastet als solche von Reh oder Hirsch. „Während beispielsweise für Fleisch von Rind und Schwein EU-weite Höchstgehalte für Blei gelten, gibt es solch einen Grenzwert für Wildfleisch bislang nicht. Das ist problematisch“, erklärt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen.

Verbot von bleihaltiger Munition
Seit Ende 2020 gilt mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren ein EU-weites Verbot von Bleimunition in Feuchtgebieten. In diesen reichert sich das Schwermetall besonders stark an. Jährlich verenden zahlreiche Wasservögel, weil sie Munitionsreste oder Wildaas bei der Futtersuche aufnehmen. Bis 2023 soll ein generelles Verbot auch für andere Terrains auf den Weg gebracht werden.

Gefahr auch für den Menschen
Auch für den Mensch kann Blei zum Risiko werden. Erhöhte Konzentrationen können zu Schäden bei der Blutbildung, an den inneren Organen und am zentralen Nervensystem führen. „Die Bleiaufnahme über Grundnahrungsmittel wie Getreide und Gemüse ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung bereits relativ hoch. Zusätzliche Lebensmittel mit erhöhten Bleigehalten wie Wild sollten daher nur in geringem Umfang verzehrt werden“, sagt Hanke. Bei einem jährlichen Konsum von fünf bis zehn Wildmahlzeiten pro Jahr besteht laut Bundesinstitut für Risikobewertung für Erwachsene noch kein erhöhtes Gesundheitsrisiko. „Empfindliche Menschen wie Kinder, Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter sollten allerdings auf den Verzehr von Wildfleisch verzichten, das mit bleihaltiger Munition geschossen wurde“, so Hanke.

Ob ein Wildprodukt mit Blei geschossen wurde, können Wildfans in der Regel nicht erkennen. Hier hilft es, sich beim Jäger oder Händler des Vertrauens direkt zu erkundigen.
Autor: red

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Kommentare
Romikon
19.12.2021, 18:25 Uhr
Blei ist giftig für Menschen wenn man Wildfleisch isst
und was ist mit der Radioaktivität seit Tschernobyl?
Die Halbwertzeit von dem Zeug beträgt tausende Jahre.
Ich weiss von Wildschweinen in Bayern die als Sondermüll entsorgt wurden.
Alles vergessen? alles vergeben.Gibts bei uns keine Radioaktivität im Wald oder was?
Feldgieker
19.12.2021, 18:49 Uhr
Panikmache
Ich halte das für Panikmache. Das Geschoß ist doch nicht überall im erlegten Wild. Ein ordentlicher Jäger verkauft dir auch nicht das Fleisch rings um den Schußkanal. Ich sehe daher keine Gefahr durch Blei beim Verzehr des köstlichen Wildbrets.
Guten Appetit und lasst euch nicht zu verrückt machen durch Möchtegerngutachter.
aikido
19.12.2021, 20:23 Uhr
Lieber Fleisch von gequälten Tieren?!
Das klingt so als sollte man lieber das Fleisch von den unzähligen gequälten Tieren aus der Fleischindustrie essen. Ich glaube da hatte das Wild im Wald ein schöneres und glücklicheres Leben! Am besten ist es man isst gar kein Fleisch!
Pe_rle
20.12.2021, 07:57 Uhr
Wildfleisch
man findet jeden Tag was neues was man uns vermiesen will
Heute ist es Wildfleisch und Morgen Feuerwerk
Jäger53
20.12.2021, 08:01 Uhr
aikido
Ich halte nichts von Menschen die den armen Tieren in noch freier Wildbahn Beeren, Gräser, Moose und Wurzeln wegessen ( fressen) tun. Aber vielleicht waren diese Personen vom lieben Gott her
gar nicht als Menschen geplant.
Iltis
20.12.2021, 09:53 Uhr
Pünktlich in der Vorweihnachtszeit,
tauchen irgend welche Organisationen auf, um den Leuten den Verzehr von Wildfleisch zu vermiesen. Ob die das aus ideologischen Gründen (Jagdhasser) oder im Auftrag ihrer Sponsoren tun, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, es ist der größte Blödsinn. Denn kein Verbraucher muss auf Geschossresten herum beißen.

Kein Erleger veräußert die Schusskanäle der Wildtiere. Das klang hier im Kommentar schon richtig an. Geschossreste erzeugen Hämathome und die kann man gut sehen und wegschneiden. Man möchte schließlich, dass der Kunde zufrieden ist und wiederkommt. Die sogenannte "Bleiwolke" landet in der Tonne und nicht auf dem Teller.

Wir normalen Menschen haben keine Seeadler- bzw Greifvogelmägen, die Blei in größeren Mengen resorbieren. Bei Frau Hanke mag das anders sein, wer sich über die Jägerei bzw Wildbretqualität aufregt, mag eine aggressivere Magensäure entwickeln. Das ist aber nicht die Norm.

Der Käse aus dem ersten Kommentar, das Wildbret wäre verstrahlt, ist auch so eine 10 Prozent Wahrheit der selbst ernannten Superschlauen. Hier bei uns gab es keinen Fallout. Außerdem betrifft dieses Thema nur Wildschweine und nicht "das Wildbret" im Ganzen. Den Fallout gab es in Deutschland nur im südlichen Bayern und in kleinen Teilen von Baden Württenberg. Dort werden erlegte Sauen auf Cäsium untersucht.

Für mich sind solche Kampagnen, die vom Verzehr von Wildbret abhalten sollen ganz klar ideologisch oder wirtschaftlich (Fleischindustrie/Massentierhalter) motiviert. Das sollte allerdings niemanden von Wildbretverzehr abhalten. Es ist immer noch das natürlichste und beste fleischlichen Lebensmittel. Viel besser als das Antibiotika verseuchte Wasserfleisch der Tierfabriken.
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