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Do, 17:54 Uhr
21.10.2021
Bergwaldprojekt startet Aktion

Der Wald von morgen

Eichen, Tannen und Lärchen. Das sind drei der Baumarten, die gut 35 Freiwillige aus ganz Deutschland in Sangerhausen pflanzen werden. In zwei Einsatzwochen des Vereins Bergwaldprojekt vom 25. Oktober bis 6. November werden die Ehrenamtlichen, die in ihrer Freizeit für jeweils eine Woche in den Südharz kommen, einen konkreten und persönlichen Beitrag für den Erhalt des Ökosystems Wald leisten. Mit den aktuellen Problemen des Waldes vor Augen soll der Einsatz die Freiwilligen auch für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag sensibilisieren...

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Die Ehrenamtlichen pflanzen in den beiden Einsatzwochen 20.000 Traubeneichen, 5.000 Weißtannen und 5.000 Kiefern, Douglasien sowie Lärchen in die durch die Trockenheit und Borkenkäferbefall der vergangenen Jahre aufgelichteten Bestände. Zudem werden in amtlich anerkannten Saatgutbeständen Eicheln für die Anzucht in Baumschulen gesammelt und sogenannte Wildlinge (junge Bäume aus Naturverjüngung) entnommen und auf Kahlflächen angepflanzt, um eine vitale und klimastabile Mischwaldbestockung auf den Flächen zu erhalten. Zusätzlich werden die Freiwilligen auch junge Weißtannen mit Schafwolle auf der Triebspitze vor Wildverbiss schützen.

Das Bergwaldprojekt e.V. ist seit über 30 Jahren mit seinen Freiwilligen bundesweit aktiv, aber zum ersten Mal in Sachsen-Anhalt im Einsatz. Schon 2020 sollte im Landesforstbetrieb dieses Projekt starten, musste aber mehrfach wegen der Corona-Lage abgesagt werden. Auch deshalb sind Projektförsterin Nana Schleißing vom Bergwaldprojekt und Forstingenieur Florian Köhler vom Forstbetrieb Süd gleichermaßen erfreut und gespannt wie die Zusammenarbeit in der Region Sangerhausen funktionieren wird.

Mit den Waldarbeiten soll in der Einsatzwoche auch ein wichtiges Anliegen vermittelt werden, wie Florian Köhler erklärt: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben hier hautnah Wälder, eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die sich aufgrund äußerer Einflüsse rasant verändert, und sie leisten mit ihrem Einsatz einen persönlichen Beitrag zum Fortbestand von Wald und Landschaftsbild. Dabei wird auch der Nachhaltigkeitsgedanke sichtbar, der dem Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt ein wichtiges Anliegen ist.“

Bei den Arbeitseinsätzen sieht Nana Schleißing vom Bergwaldprojekt e.V. noch einen weiteren Aspekt: „Wer in seiner Freizeit tatkräftig im und für den Wald arbeitet, entwickelt auch eine neue Beziehung zur Natur. Die in der Einsatzwoche gemachte Erfahrung der Selbstwirksamkeit motiviert die Teilnehmenden auch darin, den eigenen Alltag noch naturverträglicher und ressourcenschonender und damit zukunftsfähiger zu gestalten.“

Neben der praktischen Arbeit ist wie bei allen Projektwochen ein gemeinsamer Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen lokalen Aspekte der dynamischen Waldentwicklung dessen Bedeutung für Mensch und Natur zu beleuchten. Untergebracht sind die Freiwilligen im Alter von 22 bis 63 Jahren im Schulbauernhof Othal. Eigene KöchInnen kümmern sich mit vegetarischer Vollwertkost - mit möglichst regionalen und saisonalen Zutaten - um die Verpflegung der Freiwilligen.
Autor: nis

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