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Mo, 10:23 Uhr
19.07.2021
Keine Ruine mehr:

Malakoff-Turm wird Modellstandort

Der Malakoff-Turm in Helbra ist vielen als Industrieruine des ehemaligen Mansfelder Reviers bekannt. Seit Jahren steht das Gebäude leer. Eine Nutzung war bisher nicht möglich. Doch nun könnte sich das ändern...

Der Malakowturm Helbra (Foto: SMG) Der Malakowturm Helbra (Foto: SMG)
Der Malakoff-Turm wurde als einer von vier Modellstandorten für die Studie „Industriekultur in Mitteldeutschland“ ausgewählt.

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Die Studie ist eine von mehr als zwanzig regionalwirtschaftlichen Untersuchungen im Rahmen des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“. In diesem Projekt entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) gemeinsam mit ihren Partnern neue Strategien und Projekte für Innovation und Wertschöpfung, um den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier aktiv zu gestalten.

Im Juni hatte die Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH (kurz SMG) die Bürgermeister im Landkreis Mansfeld-Südharz auf die Studie aufmerksam gemacht und gemeinsam nach geeigneten Standorten gesucht. Für insgesamt acht Standorte konnte die SMG die Bewerbungsunterlagen ausfüllen und fristgerecht einreichen.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass es ein Standort aus unserem Landkreis in die Auswahl geschafft hat, denn immerhin gab es 54 Bewerbungen“, freut sich Stefanie Müller, Leiterin Tourismusmanagement bei der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH, und ergänzt: „Das Thema Industriekultur ist für unsere Region sehr bedeutend, gerade weil hier so viele Menschen im Bergbau gearbeitet haben oder damit Berührungspunkte hatten. In dem Bereich etwas weiterzuentwickeln ist daher umso schöner.“

Studie untersucht drei Schwerpunkte
Die Studie untersucht die drei Schwerpunktthemen „Industrietourismus, Erleben und Vermitteln sowie Bewahren und Erforschen“ und entwickelt anhand der Ergebnisse Strategien und Handlungsempfehlungen, welche für den zukünftigen Umgang mit dem Thema Industriekultur in Mitteldeutschland richtungsweisend sind.

Im Schwerpunkt "Erleben und Vermitteln" werden konzeptionelle Ansätze anhand der beispielhaften Entwicklung von vier Modellstandorten untersucht, die vier Kategorien zugeordnet werden:

1. Impulsgeber Knopffabrik in Schmölln

2. Denkmal gönnen - Malakoff-Turm in Helbra

3. AtHomeOffice - Zetti Schokoladenfabrik in Zeitz

4. Pionierkosmos - Dorf der Jugend in Grimma

Zum Modellstandort Malakoff-Turm schreiben die Gutachter: „Der Standort wird als klassisches Objekt für die Typologie „Denkmal gönnen“ gesehen, da es sich um ein historisches Gebäude handelt, dessen Erhalt in absehbarer Zukunft unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht darstellbar ist. Der Gebäudezustand erfordert zwingend kurzfristige Maßnahmen zum Erhalt. Der überregional relevante Denkmalwert der Gebäude wurde durch das Landesamt für Denkmalpflege bestätigt“.

Als nächster Schritt ist im August ein Workshop mit relevanten Akteuren vor Ort geplant.
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