Di, 14:13 Uhr
20.04.2021
Agentur für Arbeit
Corona und Demografie beeinflussen die Beschäftigung
Im Landkreis Mansfeld-Südharz gab es im September 2020 41.666 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Das waren 767 (-1,8 Prozent) weniger als im September 2019 und betraf vor allem die Fachkräfte...
Nach Branchen betrachtet, gab es den größten Rückgang an Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe (-566 Beschäftigte), im Bereich Metall/Elektro (-390) und Verkehr/Lagerei (-148). Deshalb gab es im September vorigen Jahres auch weniger sozialversicherungspflichtige Männer (-562).
Auf der anderen Seite zeigte sich ein Aufwuchs an Beschäftigung im Bereich Heime/Sozialwesen (+78), der öffentlichen Verwaltung (+68) und Erziehung/Unterricht (+49). Während 806 Vollzeitstellen wegfielen, wurden in der Statistik 39 mehr Teilzeitstellen erfasst. Positiv war die Entwicklung der Zahl der Auszubildenden. Im Landkreis gab es im September 2020 1.701 Azubis. Das waren 34 mehr als das Jahr davor. Der Anstieg war besonders bei den weiblichen Azubis zu verzeichnen (+36). Auch die Zahl der Beschäftigten in den Freiwilligendiensten ist um 50 Personen gestiegen.
Weniger erfreulich sah es bei den geringfügig entlohnten Beschäftigten- so genannte Minijobs- aus. Diese Zahl ging im Landkreis MSH um 4,2 Prozent (-220), damit stärker als die reguläre Beschäftigung, zurück.
Hier zeigte sich der Corona Effekt besonders. Betroffen waren der Handel (-50 Beschäftigte), das Gastgewerbe (-78 Beschäftigte) und das Gesundheitswesen (-20 Beschäftigte). Einzig im Bereich Sozialwesen/Heime stieg die Zahl der Minijobs um 53 Beschäftigte. Wenn sich die Corona bedingte Lage wieder normalisiert hat, könnte die Zahl der Minijobber wieder steigen.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer, fasst die Ergebnisse zusammen. Durch die Kurzarbeit konnten die Arbeitsplätze vieler Beschäftigter in der Corona Krise gesichert werden und die Beschäftigtenzahlen stürzten nicht ins Bodenlose.
Weiter sagt die Agenturchefin: Neben der Pandemie hat aber auch die Demografie Einfluss auf die Beschäftigung. Und die macht sich in unserer Region nun mal stärker bemerkbar, als in anderen Landkreisen. Angesichts der gestiegenen Knappheit am Arbeitsmarkt versuchen viele Betriebe ihre Beschäftigten auch in konjunkturellen Schwächephasen zu halten.
Offen bleibt noch, wie sich in Zukunft der Strukturwandel auf die Beschäftigung auswirken wird. Hierbei stehen wir alle noch vor großen Herausforderungen, meint Scherer abschließend.
Autor: nisNach Branchen betrachtet, gab es den größten Rückgang an Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe (-566 Beschäftigte), im Bereich Metall/Elektro (-390) und Verkehr/Lagerei (-148). Deshalb gab es im September vorigen Jahres auch weniger sozialversicherungspflichtige Männer (-562).
Auf der anderen Seite zeigte sich ein Aufwuchs an Beschäftigung im Bereich Heime/Sozialwesen (+78), der öffentlichen Verwaltung (+68) und Erziehung/Unterricht (+49). Während 806 Vollzeitstellen wegfielen, wurden in der Statistik 39 mehr Teilzeitstellen erfasst. Positiv war die Entwicklung der Zahl der Auszubildenden. Im Landkreis gab es im September 2020 1.701 Azubis. Das waren 34 mehr als das Jahr davor. Der Anstieg war besonders bei den weiblichen Azubis zu verzeichnen (+36). Auch die Zahl der Beschäftigten in den Freiwilligendiensten ist um 50 Personen gestiegen.
Weniger erfreulich sah es bei den geringfügig entlohnten Beschäftigten- so genannte Minijobs- aus. Diese Zahl ging im Landkreis MSH um 4,2 Prozent (-220), damit stärker als die reguläre Beschäftigung, zurück.
Hier zeigte sich der Corona Effekt besonders. Betroffen waren der Handel (-50 Beschäftigte), das Gastgewerbe (-78 Beschäftigte) und das Gesundheitswesen (-20 Beschäftigte). Einzig im Bereich Sozialwesen/Heime stieg die Zahl der Minijobs um 53 Beschäftigte. Wenn sich die Corona bedingte Lage wieder normalisiert hat, könnte die Zahl der Minijobber wieder steigen.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer, fasst die Ergebnisse zusammen. Durch die Kurzarbeit konnten die Arbeitsplätze vieler Beschäftigter in der Corona Krise gesichert werden und die Beschäftigtenzahlen stürzten nicht ins Bodenlose.
Weiter sagt die Agenturchefin: Neben der Pandemie hat aber auch die Demografie Einfluss auf die Beschäftigung. Und die macht sich in unserer Region nun mal stärker bemerkbar, als in anderen Landkreisen. Angesichts der gestiegenen Knappheit am Arbeitsmarkt versuchen viele Betriebe ihre Beschäftigten auch in konjunkturellen Schwächephasen zu halten.
Offen bleibt noch, wie sich in Zukunft der Strukturwandel auf die Beschäftigung auswirken wird. Hierbei stehen wir alle noch vor großen Herausforderungen, meint Scherer abschließend.