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Di, 09:34 Uhr
20.10.2020
Forsa-Umfrage zeigt:

Viele E-Scooter Nutzende kennen die Regeln nicht

Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), gab mehr als die Hälfte der E-Scooter Fahrenden (57 Prozent) an, bereits regelwidrig auf dem Gehweg oder in Fußgängerzonen gefahren zu sein...

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Hierbei wurden allerdings nicht in jedem Fall bewusst Regeln übertreten, vielmehr sind vielen Nutzenden die Regeln einfach nicht bekannt. Angesichts der mangelnden Regelkenntnisse klärt die neue Kampagne des DVR „Roll ohne Risiko“ über Regeln und Risiken auf.

Alkoholisiert E-Scooter fahren: Über die Hälfte kennt die Regeln nicht
Im Hinblick auf die geltenden Promillegrenzen wird die mangelnde Regelkenntnis sehr deutlich: 51 Prozent wussten nicht, dass für E-Scooter Fahrende die gleichen Promillegrenzen wie für Führende anderer Kraftfahrzeuge gelten. Von diesen 51 Prozent schätzten 26 Prozent die Promillegrenze falsch ein, ein Viertel kannte die Höhe der Promillegrenze gar nicht.

Wo darf gefahren werden und welches Mindestalter gilt? Viele E-Scooter Nutzende wissen es nicht
Insgesamt kannten 41 Prozent die Regelung zum Fahren auf Straßen bzw. Fahrbahnen nicht (die Nutzung ist nur erlaubt, wenn es keinen Radweg gibt). Beim Thema Fahren auf Gehwegen herrschte weniger Unkenntnis, doch auch hier wusste über ein Viertel (28 Prozent) der Befragten nicht Bescheid: 18 Prozent glaubten fälschlicherweise, dass das Fahren auf Gehwegen generell erlaubt sei, zehn Prozent beantworteten die Frage mit „weiß nicht“. Nur jeder vierte Befragte (23 Prozent) konnte die Frage nach dem Mindestalter für die E-Scooter-Nutzung richtig beantworten: Sie liegt bei 14 Jahren.

Zeitvertreib und Spaß sind die häufigsten Nutzungsmotive
Am häufigsten wurden laut der Forsa-Umfrageergebnisse E-Scooter als Zeitvertreib und zum Spaß genutzt (62 Prozent gaben dies an). Ein Drittel der Befragten hat die Fahrzeuge schon einmal als Tourist oder Touristin in einer anderen Stadt verwendet. Für den Weg zur Arbeit oder zur Ausbildungsstätte dagegen wurde der E-Scooter seltener genutzt (13 Prozent).

Die Mehrheit der E-Scooter Fahrenden fühlt sich im Straßenverkehr unsicher
Während sich bei der Bedienung des Fahrzeuges 83 Prozent eher oder sehr sicher fühlten, galt dies nicht für die Teilnahme am Straßenverkehr: Die Mehrheit der Befragten (61 Prozent) fühlte sich beim Fahren mit E-Scootern im Straßenverkehr weniger sicher (45 Prozent) bzw. überhaupt nicht sicher (16 Prozent).

„Roll ohne Risiko!“
Um die Sicherheit der E-Scooter Nutzenden und der anderen Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen, setzt die neue Kampagne „Roll ohne Risiko!“ des DVR, mit Unterstützung des BMVI und der DGUV, auf Aufklärung. Sticker und Lenkerschilder an den E-Scootern der Verleihfirmen Bird, Lime, Tier und Voi sowie begleitende Online- und Offline-Maßnahmen sollen die Regelkenntnisse der E-Scooter Fahrenden erhöhen und sie für mögliche Risiken und Konsequenzen bei Fehlverhalten im Straßenverkehr sensibilisieren. Um sowohl die lokale Bevölkerung als auch internationale Touristen zu erreichen, werden die Regeln und Botschaften im Rahmen der Kampagne auf Deutsch und Englisch kommuniziert.
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Kommentare

20.10.2020, 21.08 Uhr
Paul | E-Roller???
Wer so`n Ding fahren will soll eine Fahrprüfung machen, Punkt aus Ende. Es ist ein Motorgetriebenes Fahrzeug, daß 20 u. mehr Kmh erreicht. Demzufolge braucht man für so ein Fahrzeug laut gesetz einen Mopedschein. Denn nur Fahrzeuge die eine Höchstgeschwindigkeit von 6 Kmh NICHT überschreiten, dürfe man laut Gesetz auch ohne Fahrerlaubnis fahren. Wer es nicht glaubt, fragt den nächst besten Polizisten, der wird ihm das bestätigen.

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22.10.2020, 21.04 Uhr
Boris Weißtal | "Nutzende kennen die Regeln nicht" ist falsch
oder sind die Regeltester neben den Fahrenden hergelaufen und haben diese gleichzeitig nach ihren Rechtskenntnissen befragt?
Wenn die Räder nämlich bei der Befragung doch still standen, sind die Befragten daher keine "Nutzende" gewesen.

Herrgott (maskulin), man sollte die Vergwaltigung unserer Muttersprache (feminin) endlich mit Bußgeld bewähren...

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