Mi, 16:20 Uhr
02.09.2020
Kreisvorsitzender der Freien Wähler überreicht Unterschriftenlisten
340 Menschen unterschrieben für den Ratskeller
Genau 340 Menschen haben sich in den vergangenen vier Wochen mit Ihrer Unterschrift für den Erhalt des Ratskellers Hettstedt eingesetzt. Die Listen überreichte der Vorsitzende der Kreisvereinigung der Freien Wähler, Jens Diederichs (MdL), heute Nachmittag dem Hettstedter Bürgermeister Dirk Fuhlert...
Jens Diederichs (rechts) im Gespräch mit Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert. Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete und Freie Wähler-Kreischef Listen mit 340 Unterschriften überreicht. (Foto: Jochen Miche )
Jens Diederichs (rechts) im Gespräch mit Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert. Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete und Freie Wähler-Kreischef Listen mit 340 Unterschriften überreicht. Foto: J. Miche
Das Treffen, an dem auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Peter Frobel, teilnahm, fand im Amtszimmer des Bürgermeisters im Rathaus statt. Fuhlert versicherte, dass händeringend nach einer technischen Lösung für die Küche des Ratskellers Hettstedt gesucht werde. Deren Weiterbetrieb war aufgrund unzureichender Be- und Entlüftung durch das Gewerbeaufsichtsamt Anfang des Jahres 2020 untersagt bzw. nur noch unter Vorbehalt genehmigt worden. Eine erste Kostenorientierung hatte einen Finanzbedarf von etwa 500.000 Euro zur Modernisierung der Küche ergeben – eine Summe, die die Stadt ohne Weiteres nicht aufbringen könne, wie der Bürgermeister in einer Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Ratskeller bekannt gab.
Die Kreisvereinigung der Freien Wähler startete nach Bekanntwerden der Kündigung des Betreiberpaares durch den Vermieter des Ratskellers – die Stadtverwaltung – eine Aktion unter dem Motto Rettet den Ratskeller. Neben einem Bürgerdialog im Ratskeller und weiteren Maßnahmen gab es eine Unterschriftenaktion, der sich mehrere Geschäftsleute der Hettstedter Innenstadt anschlossen. So solidarisierten sich das Kosmetikstudio Susanne Meyer, Mode Express No 1 Elke Oßke und Uhren und Schmuck Karin Horka mit dem Anliegen und legten Unterschriftenlisten aus.
Mit der Übergabe der Listen endet zwar die Unterschriftenaktion, doch nicht unser Bemühen zum Erhalt des Ratskellers Hettstedt, erklärte Jens Diederichs dem Bürgermeister. Dieser dankte für das Engagement, das im Grunde genommen genau seinem Wunsch nach Erhalt der gastronomischen Einrichtung entspreche, wie er betonte. Er freue sich deshalb über die Initiative der Freien Wähler, wünsche allerdings auch von allen anderen Abgeordneten und Parteien, die in Parlamenten wie dem Land- und Bundestag tätig sind, Unterstützung.
Es dürfe keine Chance ausgelassen werden, die Küche des Ratskellers zu ertüchtigen. Inzwischen wurde der Rat von Ingenieuren und Planern eingeholt. Mehrere Ausschüsse des Stadtrates beraten noch in dieser Woche zu dem Thema.
Allerdings gab Jens Diederichs zu bedenken: Wir müssen aber auch so ehrlich zu uns selbst sein zu akzeptieren, dass dieses Jahr vorbei sein wird, bevor alle technischen Voraussetzungen erfüllt und behördlichen Genehmigungen eingeholt worden sind. Da ist die Frage der Finanzierung noch völlig offen.
Jochen Miche
Autor: nis
Jens Diederichs (rechts) im Gespräch mit Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert. Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete und Freie Wähler-Kreischef Listen mit 340 Unterschriften überreicht. (Foto: Jochen Miche )
Jens Diederichs (rechts) im Gespräch mit Hettstedts Bürgermeister Dirk Fuhlert. Zuvor hatte der Landtagsabgeordnete und Freie Wähler-Kreischef Listen mit 340 Unterschriften überreicht. Foto: J. Miche
Das Treffen, an dem auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Peter Frobel, teilnahm, fand im Amtszimmer des Bürgermeisters im Rathaus statt. Fuhlert versicherte, dass händeringend nach einer technischen Lösung für die Küche des Ratskellers Hettstedt gesucht werde. Deren Weiterbetrieb war aufgrund unzureichender Be- und Entlüftung durch das Gewerbeaufsichtsamt Anfang des Jahres 2020 untersagt bzw. nur noch unter Vorbehalt genehmigt worden. Eine erste Kostenorientierung hatte einen Finanzbedarf von etwa 500.000 Euro zur Modernisierung der Küche ergeben – eine Summe, die die Stadt ohne Weiteres nicht aufbringen könne, wie der Bürgermeister in einer Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Ratskeller bekannt gab.
Die Kreisvereinigung der Freien Wähler startete nach Bekanntwerden der Kündigung des Betreiberpaares durch den Vermieter des Ratskellers – die Stadtverwaltung – eine Aktion unter dem Motto Rettet den Ratskeller. Neben einem Bürgerdialog im Ratskeller und weiteren Maßnahmen gab es eine Unterschriftenaktion, der sich mehrere Geschäftsleute der Hettstedter Innenstadt anschlossen. So solidarisierten sich das Kosmetikstudio Susanne Meyer, Mode Express No 1 Elke Oßke und Uhren und Schmuck Karin Horka mit dem Anliegen und legten Unterschriftenlisten aus.
Mit der Übergabe der Listen endet zwar die Unterschriftenaktion, doch nicht unser Bemühen zum Erhalt des Ratskellers Hettstedt, erklärte Jens Diederichs dem Bürgermeister. Dieser dankte für das Engagement, das im Grunde genommen genau seinem Wunsch nach Erhalt der gastronomischen Einrichtung entspreche, wie er betonte. Er freue sich deshalb über die Initiative der Freien Wähler, wünsche allerdings auch von allen anderen Abgeordneten und Parteien, die in Parlamenten wie dem Land- und Bundestag tätig sind, Unterstützung.
Es dürfe keine Chance ausgelassen werden, die Küche des Ratskellers zu ertüchtigen. Inzwischen wurde der Rat von Ingenieuren und Planern eingeholt. Mehrere Ausschüsse des Stadtrates beraten noch in dieser Woche zu dem Thema.
Allerdings gab Jens Diederichs zu bedenken: Wir müssen aber auch so ehrlich zu uns selbst sein zu akzeptieren, dass dieses Jahr vorbei sein wird, bevor alle technischen Voraussetzungen erfüllt und behördlichen Genehmigungen eingeholt worden sind. Da ist die Frage der Finanzierung noch völlig offen.
Jochen Miche