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Di, 17:30 Uhr
04.02.2020
Gemeinsamen Initiative von Wirtschaft und Verwaltung

„Wir müssen heute Antworten für morgen finden“

Mansfeld-Südharz gestaltet den Strukturwandel im Zuge der Energiewende mit einer gemeinsamen Initiative von Wirtschaft und Verwaltung. Das kündigte der Geschäftsführer der Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH (SMG), Andreas Hensel, bei einem Treffen mit Staatsminister Rainer Robra am heutigen Dienstag in Sangerhausen an...

Die von Landtagsabgeordneten André Schröder initiierte Veranstaltung stand im Zeichen von praktischen Weichenstellungen für den Strukturwandel vor Ort. André Schröder setzt dabei auf Transparenz und Dialog. Erklärtes Ziel sei ein ganzheitliches Entwicklungsprogramm für mehr Wettbewerbskraft und Lebensqualität in der Region. Die Entwicklung von technischer Infrastruktur (u.a. A71, S-Bahn Anbindung Eisleben/Sangerhausen, Elektrifizierung Schienennetz, neue Industrieflächen in Eisleben/Sangerhausen) und wirtschaftsnahe Projekte sind dabei wichtige Aspekte.

Das Programm will aber auch Antworten geben, um den demografischen Wandel zu gestalten und junge Leute für die Region zu interessieren. Andreas Hensel nannte erste Eckpunkte und erste gemeinsame Projekte mit der regionalen Wirtschaft. „Wir wollen beispielsweise Studierende und Hochschulabsolventen an den Landkreis binden. Hierzu gibt es bereits seit Herbst 2019 die Initiative ‚Helle Köpfe für Mansfeld-Südharz‘, erste Kooperationsverträge mit den umliegenden Hochschulen sind geschlossen. Ende Februar wird eine weitere solche Vereinbarung mit der Hochschule Merseburg fixiert.“ Diese Fachkräfteoffensive will darüber hinaus Unternehmen bei der Personalgewinnung, etwa mit der Beratung zu Rekrutierungsstrategien oder praktischer Begleitung, unterstützen.

Um digitales, vernetztes und kooperatives Zusammenarbeiten zu fördern, wurden mit dem Wirtschaftsministerium bereits Gespräche über ein Digitalisierungszentrum Mansfeld-Südharz geführt. Entstehen soll ein Anlaufpunkt für Kreative, Unternehmen, Studierende und Forscher, die dann hier neue Ideen für den Strukturwandel unter Einsatz von digitalen Tools entwickeln.

„Ein weiteres wichtiges Thema ist das Reduzieren von Strombedarfen“, erläutert Andreas Hensel. „Gerade energieintensive Produktionsverfahren müssen optimiert und auf alternative Energiequellen umgestellt werden. Um solche innovativen Energieprojekte mit der Wirtschaft zu entwickeln haben wir seit dem 1.Februar 2020 einen ‚Handlungsfeldmanager Energie‘ bei der SMG. Er arbeitet mit der Industrie und Projektpartnern bereits an den ersten Forschungsprojekten.

Die genannten und weitere Ideen sind Ergebnis eines Diskussions- und Arbeitsprozesses mit Unternehmern der Region und der Kreisverwaltung. Dieser Prozess wird fortgesetzt. Parallel dazu erfolgt eine Prüfung aller möglichen Vorhaben auf Umsetzbarkeit. Da das Verfahren zum Start des Strukturstärkungsgesetzes gegenwärtig noch läuft, bedarf es dafür noch einiger Wochen. „Öffentlich gemacht wird nur das, was auch finanziert werden kann und in die unterschiedlichen Förderprogramme passt. An Spekulationen beteiligen wir uns nicht“, versichert der SMG-Geschäftsführer und bat die Landesregierung um Unterstützung für diesen Weg.

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