Mi, 10:33 Uhr
31.07.2019
ARBEITSMARKTREPORT JULI 2019
Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück
Im Juli haben sich mehr Jugendlichen aufgrund von Schuljahres- und Ausbildungsende arbeitslos gemeldet. Insgesamt sinkt aber die Zahl der Arbeits-losen in unserem Landkreis weiter, steigt Jean Lehmann, der Bereichsleiter der Sängerhäuser Arbeitsagentur, in die monatliche Arbeitsmarktbetrachtung ein...
Nach Personengruppen und Zuständigkeit
Im Juli 2019 mussten sich 1.175 Menschen neu oder erneut arbeitslos melden. Das waren insgesamt 77 mehr als im Juni. Die meisten Zugänge (413 Personen oder 35,1 Prozent) kamen aus der Nichterwerbstätigkeit, z.B. Arbeitsunfähigkeit (285). Nach einer Erwerbstätigkeit mussten sich 341 Personen arbeitslos melden, nach einer Ausbildung oder Maßnahme 406 Personen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren betrug 560 Personen, das waren 78 mehr als vor einem Monat, aber 16 weniger als voriges Jahr. Das wird sich in den nächsten Wochen wieder ändern. Gut ausgebildete junge Leute sind nicht lange arbeitslos, so Lehmann weiter.
Während es in der Arbeitsagentur im Vergleich zum Juni 71 Arbeitslose mehr gab, reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Jobcenter Mansfeld-Südharz um 270 Personen. Das betraf u.a. 243 Personen, die unter die Sonderregelung für Ältere nach §53 a Sozialgesetzbuch II fallen. Dazu zählen Männer und Frauen, die älter als 58 Jahre alt sind und seit mindestens einem Jahr keinen Vorschlag für eine Arbeitsstelle bekommen haben. Damit zählen sie nicht mehr als arbeitslos. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen nicht mehr bei der Vermittlung in Arbeit betreut werden.
Die Arbeitslosigkeit beenden, konnten im Juli 1.376 Personen. Das waren 113 mehr als vor einem Monat. Insgesamt 304 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und 284 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme. Es mussten 750 Arbeitslose aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden, weil sie z.B. arbeitsunfähig waren (344). Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag im Juli bei 473 Personen (Agentur 61 und Jobcenter 412). Das entsprach dem Wert vom Juni. Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Eisleben gemeldet (189), gefolgt von Sangerhausen (172) und danach Hettstedt (112). Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern (272), vorrangig Menschen aus Syrien (159) und Afghanistan (65). Aus den Balkanstaaten wurden 67 Arbeitslose gezählt.
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 199 auf 5.980 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 846 Personen (-12,4 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 8,9 Prozent (Geschäftsstellen Sangerhausen 8,8 Prozent, Lutherstadt Eisleben 9,7 Prozent und Hettstedt 8,3 Prozent).
Die Nachfrage nach Arbeitskräften
Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Juli 165 neue Stellenangebote. Das waren 17 Stellen weniger als vor einem Monat und 74 Stellen weniger als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk, Helfer/in – Metallbau, Konstruktions- mechaniker/in und Altenpflegehelfer/in. Damit sind jetzt insgesamt 999 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 30 mehr als voriges Jahr.
Dazu sagt der Bereichsleiter der Sangerhäuser Arbeitsagentur:Auch bei uns macht sich die konjunkturell bedingte Zurückhaltung am Stellenmarkt bemerkbar. Das zeigt sich vor allem bei Zeitarbeitsstellen, die ein Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung sind. Damit werden auch die Chancen für die Einstellung von Langzeitarbeitslosen weniger. Auf der anderen Seite dauert die Besetzung der offenen Stellen immer länger, weil das notwendige Fachpersonal nicht zur Verfügung steht.
Die Unterbeschäftigung
Neben der Zahl der Arbeitslosen wird in der Unterbeschäftigung auch erfasst, wenn ein Arbeitsloser krank ist oder an einer Maßnahme teilnimmt. So gab es im Juli 595 Teilnehmer in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 451 Arbeitslose absolvierten eine Aktivierungsmaßnahme und 334 bildeten sich beruflich weiter. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im Juli bei 8.642. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 12,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote bei 12,9 Prozent.
Der Ausbildungsmarkt
Derzeit läuft die Vermittlung und Beratung am Ausbildungsmarkt auf Hochtouren. Von den seit Oktober 2018 gemeldeten 657 betrieblichen Berufsausbildungsstellen waren Mitte Juli noch knapp die Hälfte (302) frei: Rohstoffgewinnung/Produktion/ Fertigung- 134; Handel- 78; Bau- 25; Verkehr/Logistik - 25; Büro-30; Gesundheit/Soziales- 6. Noch keinen Lehrvertrag in der Tasche hatten 201 Bewerber/innen. Die Sangehäuser Arbeitsmarktspezialisten gehen davon aus, dass Ende September nicht alle freien Stellen besetzt sind. Ziel ist es aber, dass alle Jugendlichen mit einem Angebot versorgt werden sollen.
Autor: nisNach Personengruppen und Zuständigkeit
Im Juli 2019 mussten sich 1.175 Menschen neu oder erneut arbeitslos melden. Das waren insgesamt 77 mehr als im Juni. Die meisten Zugänge (413 Personen oder 35,1 Prozent) kamen aus der Nichterwerbstätigkeit, z.B. Arbeitsunfähigkeit (285). Nach einer Erwerbstätigkeit mussten sich 341 Personen arbeitslos melden, nach einer Ausbildung oder Maßnahme 406 Personen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren betrug 560 Personen, das waren 78 mehr als vor einem Monat, aber 16 weniger als voriges Jahr. Das wird sich in den nächsten Wochen wieder ändern. Gut ausgebildete junge Leute sind nicht lange arbeitslos, so Lehmann weiter.
Während es in der Arbeitsagentur im Vergleich zum Juni 71 Arbeitslose mehr gab, reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Jobcenter Mansfeld-Südharz um 270 Personen. Das betraf u.a. 243 Personen, die unter die Sonderregelung für Ältere nach §53 a Sozialgesetzbuch II fallen. Dazu zählen Männer und Frauen, die älter als 58 Jahre alt sind und seit mindestens einem Jahr keinen Vorschlag für eine Arbeitsstelle bekommen haben. Damit zählen sie nicht mehr als arbeitslos. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen nicht mehr bei der Vermittlung in Arbeit betreut werden.
Die Arbeitslosigkeit beenden, konnten im Juli 1.376 Personen. Das waren 113 mehr als vor einem Monat. Insgesamt 304 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf und 284 begannen eine Ausbildung oder Maßnahme. Es mussten 750 Arbeitslose aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden, weil sie z.B. arbeitsunfähig waren (344). Die Zahl der arbeitslosen Ausländer lag im Juli bei 473 Personen (Agentur 61 und Jobcenter 412). Das entsprach dem Wert vom Juni. Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Eisleben gemeldet (189), gefolgt von Sangerhausen (172) und danach Hettstedt (112). Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern (272), vorrangig Menschen aus Syrien (159) und Afghanistan (65). Aus den Balkanstaaten wurden 67 Arbeitslose gezählt.
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 199 auf 5.980 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 846 Personen (-12,4 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 8,9 Prozent (Geschäftsstellen Sangerhausen 8,8 Prozent, Lutherstadt Eisleben 9,7 Prozent und Hettstedt 8,3 Prozent).
Die Nachfrage nach Arbeitskräften
Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Sangerhausen im Juli 165 neue Stellenangebote. Das waren 17 Stellen weniger als vor einem Monat und 74 Stellen weniger als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Fachverkäufer/in - Lebensmittelhandwerk, Helfer/in – Metallbau, Konstruktions- mechaniker/in und Altenpflegehelfer/in. Damit sind jetzt insgesamt 999 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 30 mehr als voriges Jahr.
Dazu sagt der Bereichsleiter der Sangerhäuser Arbeitsagentur:Auch bei uns macht sich die konjunkturell bedingte Zurückhaltung am Stellenmarkt bemerkbar. Das zeigt sich vor allem bei Zeitarbeitsstellen, die ein Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung sind. Damit werden auch die Chancen für die Einstellung von Langzeitarbeitslosen weniger. Auf der anderen Seite dauert die Besetzung der offenen Stellen immer länger, weil das notwendige Fachpersonal nicht zur Verfügung steht.
Die Unterbeschäftigung
Neben der Zahl der Arbeitslosen wird in der Unterbeschäftigung auch erfasst, wenn ein Arbeitsloser krank ist oder an einer Maßnahme teilnimmt. So gab es im Juli 595 Teilnehmer in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, 451 Arbeitslose absolvierten eine Aktivierungsmaßnahme und 334 bildeten sich beruflich weiter. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im Juli bei 8.642. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 12,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote bei 12,9 Prozent.
Der Ausbildungsmarkt
Derzeit läuft die Vermittlung und Beratung am Ausbildungsmarkt auf Hochtouren. Von den seit Oktober 2018 gemeldeten 657 betrieblichen Berufsausbildungsstellen waren Mitte Juli noch knapp die Hälfte (302) frei: Rohstoffgewinnung/Produktion/ Fertigung- 134; Handel- 78; Bau- 25; Verkehr/Logistik - 25; Büro-30; Gesundheit/Soziales- 6. Noch keinen Lehrvertrag in der Tasche hatten 201 Bewerber/innen. Die Sangehäuser Arbeitsmarktspezialisten gehen davon aus, dass Ende September nicht alle freien Stellen besetzt sind. Ziel ist es aber, dass alle Jugendlichen mit einem Angebot versorgt werden sollen.