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Mi, 14:17 Uhr
20.03.2019
foodwatch-Vergleichstest:

Lebensmittel im Ampel-Check

Eine Tiefkühlpizza ist eine Tiefkühlpizza, ein Erdbeerjoghurt ein Erdbeerjoghurt? Weit gefehlt. Auf den ersten Blick ähnliche Lebensmittel weisen tatsächlich oft große Unterschiede bei Nährwerten wie Zucker, Fett und Co. auf. Das entlarvt ein foodwatch-Vergleichstest mit dem "Nutri-Score", der französischen Lebensmittelampel...

Der Unterschied (Foto: foodwatch) Der Mövenpick Erdbeere Feinjoghurt enthält doppelt so viel Zucker, doppelt so viele Kalorien und vier Mal so viel gesättigte Fette wie der Arla Erdbeerjoghurt. Der Nutri-Score zeigt auf einen Blick, welcher Joghurt die gesündere Wahl ist.

Verbraucherinnen und Verbraucher können mit der Kennzeichnung direkt auf der Packungsvorderseite erkennen, welches Produkt ausgewogener ist.

In Frankreich und Belgien werden Lebensmittel bereits mit dem Nutri-Score gekennzeichnet, Spanien will nachziehen. In Deutschland haben die Hersteller Danone und Iglo dieses Jahr angefangen, ihre Produkte freiwillig mit dem Nutri-Score zu versehen.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner wehrt sich laut foodwatch allerdings bisher gegen die verbraucherfreundliche Ampelkennzeichnung. foodwatch fordert Frau Klöckner auf, ihren Widerstand aufzugeben. foodwatch-Expertin Luise Molling: "Mit der französischen Nährwertampel Nutri-Score können Verbraucherinnen und Verbraucher verarbeitete Lebensmittel wie Frühstücksflocken und Tiefkühlpizzen auf einen Blick miteinander vergleichen - was nachweislich zu einem gesünderen Kaufverhalten führt. Wenn es Frau Klöckner ernst meint mit ihren Beteuerungen, die gesunde Wahl zur einfachen Wahl machen zu wollen, muss die Ministerin sich umgehend für die Einführung des Nutri-Scores in Deutschland und der EU stark machen."
Zwei Corny-Müsliriegel, aber nur einer ist eine ausgewogene Zwischenmahlzeit: Corny Free enthält kaum gesättigte Fette und Zucker, dafür viele Proteine und Ballaststoffe – deshalb trägt er den Nutri-Score B. Corny Milch dagegen enthält mehr Zucker und Fett als eine Schoko-Sahne-Torte – der Nutri-Score entlarvt ihn auf einen Blick. (Foto: foodwatch)
Es liegt vor allem am hohen Anteil gesättigter Fette, dass das Crunchy Müsli von Kellogg’s deutlich schlechter abschneidet als das günstigere Früchte-Müsli von Edeka. Aber auch der geringere Fruchtanteil, die höhere Kalorienzahl sowie ein Mehr an Zucker und Salz schlagen negativ zu Buche. (Foto: foodwatch)
Spinat-Pizza gleich Spinat-Pizza? Weit gefehlt. Die Ristorante Pizza von Dr. Oetker enthält weniger Fett, weniger Salz, weniger Kalorien und deutlich mehr Gemüse als die Big Pizza Boston von Wagner. Mit dem Nutri-Score lässt sich das ausgewogenere Produkt sofort erkennen. (Foto: foodwatch)
Beide Frühstücksflocken von Kellogg’s werden mit bunten Bildern an Kinder beworben – doch die Inhaltsstoffe unterscheiden sich deutlich. Bei fast gleicher Kalorienanzahl enthalten die Froot Loops deutlich mehr Zucker und Salz und deutlich weniger Ballaststoffe als das mit Disney-Figuren beworbene Produkt. (Foto: foodwatch)
Das Verpackungsdesign der „Joghurt-Schnitte“ von Ferrero lässt einen leichten Snack vermuten – der Nutri-Score zeigt, dass sie genauso wie die Milchschnitte in Wahrheit eine Zucker-Fett-Bombe ist. (Foto: foodwatch)
Die Puten-Salami enthielt über 18 Mal so viel gesättigte Fettsäuren und drei Mal so viele Kalorien wie die Putenbrust von Gutfried, auch der Salzgehalt ist deutlich höher – der Nutri-Score erleichtert auch hier die gesündere Wahl. (Foto: foodwatch)
Beide Produkte werben mit „Fitness“ und geben sich somit einen gesunden Anstrich – der Nutri-Score zeigt jedoch, dass Figurbewusste von der Schokoladen-Variante besser die Finger lassen sollten. Der deutlich höhere Gehalt an Zucker und gesättigten Fettsäuren führt zum schlechteren Nutri-Score. (Foto: foodwatch)
Das Active 02 von Adelholzener kommt leicht und sportlich daher – der Nutri-Score zeigt jedoch auf einen Blick, dass dieses Getränk aufgrund des hohen Zuckergehalts keineswegs ein gesunder Durstlöscher ist. (Foto: foodwatch)
Zwar sind bunte Früchte prominent auf der Verpackung abgebildet – die Capri Sun Multivitamin enthält jedoch lediglich 12 Prozent Frucht und dafür ganze 9 Prozent Zucker, somit auch reichlich Kalorien – daher wird sie mit dem schlechtesten Nutri-Score „E“ bewertet. (Foto: foodwatch)
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Kommentare

21.03.2019, 08.53 Uhr
Thüringen-Mann | Ampel-Check
Ich wär für die Einführung einer Ampel für Lebensmittel.
Gute Übersicht dann halt :-)

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