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Sa, 17:52 Uhr
22.12.2018
Menschenmassen sind Stressfaktor Nummer eins Weihnachtszeit:

Jeder Zweite genervt von Gedränge

Stress statt Ruhe und Besinnlichkeit: Geht es auf Weihnachten zu, bricht bei vielen Menschen Hektik aus. Schnell noch die Geschenke besorgen, die Weihnachtspost erledigen, das Heim dekorieren, die Festtagsmenüs vorbereiten. Stimmungskiller Nummer eins ist dabei der Andrang in Innenstädten, auf Weihnachtsmärkten und in Geschäften...


Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse fühlt sich dadurch knapp jeder Zweite im Alter von 18 bis 70 Jahren unter Druck. Auf Platz zwei der vorweihnachtlichen Stress-Skala mit je 26 Prozent folgen die ständige Versuchung durch Kekse, Schokolade und Co. sowie die Sorge, rechtzeitig die passenden Geschenke zu finden. Die Flut an Weihnachtswünschen, die über WhatsApp und soziale Netzwerke geteilt werden, nervt darüber hinaus 23 Prozent der Befragten.

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Mit Blick auf das Weihnachtsfest an sich stellen sich wiederum ganz andere Stressfaktoren ein: An erster Stelle steht dann die Sorge, dass ein Familienmitglied krank werden könnte. Das gaben 44 Prozent der Befragten an. An zweiter Stelle folgt die Befürchtung, dass es an Weihnachten zu Streit kommen könnte (18 Prozent).

Viele Menschen legen in der Weihnachtszeit den Fokus oft nur noch auf das Erledigen von Dingen und nicht auf das Erleben. Die Erwartungen an ein perfektes Fest führen außerdem häufig zu permanentem Druck. Doch wenn Stress zur Dauerbelastung wird, schränkt das nicht nur die Leistungsfähigkeit ein, sondern beeinflusst auch die Gesundheit. Die Folgen können Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Magen-Darm-Geschwüre, Tinnitus und Schlafstörungen sein. Daher ist es wichtig, für ausreichend Erholung zu sorgen, damit Körper, Geist und Seele wieder ins Lot kommen. Die KKH empfiehlt deshalb: Schalten Sie einen Gang runter – auch digital! Niemand ist verpflichtet, beim weihnachtlichen Konsumstress mitzumachen.

Digital entschleunigen – das haben sich auch 27 Prozent der Befragten vorgenommen. Sie wollen den Weihnachtsstress reduzieren, indem sie in dieser Zeit seltener WhatsApp und soziale Netzwerke nutzen. Rund 34 Prozent wollen auf einige der vorweihnachtlichen Aktivitäten verzichten. Gut 29 Prozent der Befragten planen, die Festtagsmenüs etwas weniger üppig zu gestalten und die Anzahl der Geschenke zu reduzieren. Das ist laut KKH genau richtig. Sich nicht zu viel vornehmen und die Erwartungen herunterschrauben: Die Festtage müssen nicht perfekt sein. Sinnvoll ist es darüber hinaus, die Aufgaben für die Weihnachtsvorbereitungen zu verteilen. Gemeinsam kochen, den Tisch decken oder den Weihnachtsbaum schmücken macht ohnehin mehr Spaß. Um zwischendurch Kraft zu tanken, empfiehlt die KKH Spaziergänge und Sport.

Die Top fünf der vorweihnachtlichen Stressfaktoren:
  • Andrang in Innenstädten, auf Weihnachtsmärkten und in Geschäften (47 Prozent)
  • Die ständige Versuchung durch Kekse, Schokolade & Co. (26 Prozent)
  • Rechtzeitig passende Geschenke finden (26 Prozent)
  • Die Anzahl der Weihnachtswünsche über soziale Netzwerke (23 Prozent)
  • Besuche von und bei der Familie (20 Prozent)
Die Top fünf Strategien zur vorweihnachtlichen Stressminimierung:
  • Geschenke rechtzeitiger kaufen (45 Prozent)
  • Nicht an allen vorweihnachtlichen Aktivitäten teilnehmen (34 Prozent)
  • Weniger umfangreiche Festtagsmenüs kochen (29 Prozent)
  • Weniger Geschenke kaufen (29 Prozent)
  • Weniger soziale Netzwerke und WhatsApp nutzen (27 Prozent)
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH 1.000 Personen zwischen 18 und 70 Jahren im Dezember 2018 repräsentativ befragt.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
23.12.2018, 15:23 Uhr
Konsum und Lifestyle haben Weihnachtsgedanken zerstört
Heiligabend gilt als der Tag mit den meisten Herzinfarkten, mit den meisten privaten Streitereien, Weihnachten setzt bezüglich der ungesunden Lebensweise alljährlich die Krone auf und Weihnachten dürfte in den Privathaushalten die müllreichste und ressourcenschädigenste Zeit des Jahres sein.

Fahndet man nach den Ursachen für all diese Ausdrücke weihnachtlicher Besinnlichkeit, dann sind sie gesellschaftlicher, medialer und wirtschaftlicher Natur: Wirtschaft und Medien fördern durch schnulzige Werbevorgaben unter Vorgaukeln einer entspannten Weihnachtsathmosphäre das Gegenteil. Druck durch Vorbilder: Nur wenn ihr so seit wie die Werbefiguren oder Promis, nur wenn ihr genau das Smartphone, die Spielkonsole oder diese wirklich angesagten Turnschuhe unter den Weihnachtsbaum legt, sind eure Weihnachten gut.

Nicht zuletzt treffen zu Weihnachten viele Menschen aufeinander, die ansonsten kaum mal so lange Auge in Auge miteinander kommunizieren müssen. Herausgerissen aus dem sonstigen Alltagseinerlei entsteht Stress und Unsicherheit. Alte Konflikte haben so leichtes Spiel, an die Oberfläche zu kommen und die Stimmung im Kerzenschein zu dominieren.

Während früher die meisten Familienmitglieder nicht weit voneinander entfernt wohnten, liegen heute oft große Entfernungen zwischen ihnen. Die moderne Gesellschaft in der niemand mehr unbedingt auf den anderen angewiesen ist, fördert die Entfremdung.

Weihnachten ist der deutlichste Ausdruck der großen sozialen, psychischen und ökologischen Probleme eines alles andere als zukunftsfähigen Gemeinwesens.
Nörgler
23.12.2018, 22:14 Uhr
Weihnachten
Weihnachten ist heute meistens nur noch Stress für alle Beteiligten. Für die Kinder gibt es Geschenke, die sie auspacken und dann schon wieder ablegen und zum nächsten Geschenk wechseln. Die Freude hält nur kurz an. Es gibt alles im Überfluss, also alles nichts besonderes und jeden Tag zu kaufen.

Das Weihnachtsessen ist auch nicht wirklich was besonders. Alles, ob Lachs, Kaninchen, Ente oder sonstwas gibt es jeden Tag. Alles, was es jeden Tag gibt ist nichts besonderes.

Familien kommen zusammen, es soll ein Fest werden, wie im Fernsehen in der Werbung zu sehen ist. So soll es sein.

Jedoch liegen Werbung und Realität oft weit auseinander. Damit ist Stress vorprogrammiert. Ich glaube, viele Menschen sind froh, wenn die Feiertage vorbei sind und "Normalität" wieder einzieht.

Die Einkaufswagen sind so prall gefüllt, dass man Glauben könnte, die Einkäufe sind für 14 Tage und nicht für zwei. Ich finde das alles als Prahlerei und manchmal maßlos.
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