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Mi, 18:46 Uhr
18.04.2018
Hürden bei der Rückkehr in Arbeit überwinden

Mehr Unterstützung von Langzeitarbeitslosen

Mehr auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Langzeitarbeitslosen schauen, anstatt die Hemmnisse in den Vordergrund zu stellen. Das sollte das Augenmerk in einem Beratungsgespräch sein...

Fakt ist: Je länger Arbeitslosigkeit dauert, umso mehr verfestigen sich all die Hemmnisse, die eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt erschweren. Dabei gehören fehlende Qualifikation genauso dazu wie gesundheitliche Probleme.

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Im März 2018 waren im Landkreis Mansfeld-Südharz (MSH) 3.550 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos, mehr als ein Drittel davon sogar vier Jahre.

Dabei steckt in diesen Personen durchaus Potential. 46 Prozent verfügen über einen Abschluss der mittleren Reife (1.635 Personen) und 162 Langzeitarbeitslose haben Abitur/Fach-oder Hochschulreife. Eine betriebliche oder schulische Ausbildung abgeschlossen haben 65 Prozent (2.322 Personen).

Wichtig ist also, die Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen, anstatt die Hemmnisse in den Vordergrund zu stellen. Dass es gelingt, den Sprung in den Arbeitsmarkt zu schaffen, zeigen die folgenden Zahlen: Im Zeitraum Januar 2017 bis Dezember 2017 haben insgesamt 539 Menschen, die ein Jahr und länger ohne Job waren, eine Beschäftigung am regulären Arbeitsmarkt aufgenommen. Knapp die Hälfte- 280 Personen- waren Fachkräfte und wurden vorrangig in den Bereichen Verkehr- und Logistik, Lebensmittel- und Gastgewerbe, Bau- und Ausbauberufe und Handelsberufe eingesetzt.

Den Unternehmen stehen umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, wenn sie einen Langzeitarbeitslose einstellen wollen- von der Probearbeit, Eignungstests, Arbeitsplatzbegutachtungen und Technischen Beratungen über berufspsychologische Einschätzungen, Unterstützung der Arbeitsaufnahme bis hin zu Qualifizierungen und dem Eingliederungszuschuss.

Dazu sagt die Vorsitzende der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer: „Im Gespräch muss man solchen Bewerbern anders zuhören. Ein frischer Uni-Absolvent präsentiert sich selbstbewusster. Der Langzeitarbeitslose hatte vermutlich weniger soziale Kontakte und wirkt im Gespräch eher reduziert. Man sollte aber nicht vergessen, jeder kann etwas gut.“

Die Agenturchefin betont, dass der Weg von langzeitarbeitslosen Menschen in Beschäftigung nicht einfach sei, aber Erfolge in Zeiten von Fachkräftebedarf nicht ausgeschlossen sind.
Autor: nis

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