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Fr, 11:17 Uhr
01.12.2017
Biosphärenreservat Karstlandschaft

Auf den richtigen Schnitt kommt es an

Wiederholt fand in Tilleda ein Obstbaumschnittlehrgang statt. Organisiert haben ihn Karin Rost und Karsten Kühne vom Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz.

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Die Nachfrage ist zwischenzeitlich so angestiegen, dass auch zwei Veranstaltungen den Bedarf nicht mehr abdecken. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl pro Durchgang auf 20 Personen beschränkt. „Der Kreis der Interessenten kommt aus dem Nordharz, Nordthüringen und natürlich aus der Region“, informierte Karin Rost. „Wir können aber derzeitig nur zwei Durchgänge anbieten, die Fachleute dafür sind rar.“ In Tilleda zeigen die Gartenfachberater Karl Selle und Heinz Wagner, beide aus Artern, wie die Obstgehölze fachgerecht geschnitten werden. Zur Einführung gibt es einen Theorieblock und anschließend eine praktische Vorführung im Gelände.

Baumschnitt leicht gemacht (Foto: Heinz Noack) Baumschnitt leicht gemacht (Foto: Heinz Noack)

Gartenbaumeister Karl Selle zeigt den Teilnehmern des Obstbaumschnittlehrgangs, wie ein wildgewachsener Apfelbaum in die richtige Form gebracht wird. Organisiert wird der jährlich stattfindende Lehrgang vom Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Foto: Heinz Noack

Karl Selle zeigte in diesem Jahr den rund 20 Teilnehmern, wie ein „wild gewachsener“ Apfelbaum in die richtige Form gebracht wird. Jeder konnte seine Meinung äußern. Es wurde lebhaft diskutiert, warum ausgerechnet diesen Ast einkürzen und nicht den benachbarten. Es gab auf alle Fragen eine Antwort von den Gartenfachberatern.

Viele Bürger nutzen verstärkt die alten Obstanlagen, die einst die Großeltern und Eltern bewirtschaftet haben, wieder für den eigenen Bedarf. Für gute Erträge ist ein fachgerechter Baumschnitt die Grundvoraussetzung. „Die Teilnehmer werden von Jahr zu Jahr jünger“, freute sich Karsten Kühne. „Das zeigt, wie gut sich das einheimische Obst immer mehr etabliert.“ Zur Vertiefung melden sich die Teilnehmer auch oft gleich für das kommende Jahr wieder an. Jens Hoffmann aus Berga war zum ersten Mal dabei. „Die Gemeinde Berga hat vom Biosphärenreservat Obstbäume bekommen“, erklärte er. „Die wollen wir natürlich auch fachgerecht pflegen.“ Anett Hölzel ist Mitglied in der Gartenanlage „Sonnenland“ in Sangerhausen. „Unsere Mitglieder können nicht alle persönlich daran teilnehmen“, sagte sie. „Ich werde das heute gelernte weiter vermitteln. Damit erreichen wir viele Kleingärtner.“ Im „Sonnenland“ werden ungenutzte Gartenanlagen in Streuobstbereiche umgewandelt.
Autor: msh

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