Fr, 13:48 Uhr
29.09.2017
Agentur für Arbeit
Quote in Sangerhausen erstmals unter zehn Prozent
Die Zahl der Arbeitslosen ist auf den bisher
niedrigsten Stand gesunken. Dazu sagt die Vorsitzende der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer: Zwei Besonderheiten fallen im September am Arbeitsmarkt auf: Der Geschäftsstellenbereich Sangerhausen liegt mit seiner Arbeitslosenquote erstmals unter zehn Prozent. Und den größten Rückgang an Arbeitslosigkeit von knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gab es im Geschäftsstellenbereich Eisleben. Insgesamt verlief die Entwicklung am Arbeitsmarkt in unserer Region analog der von Sachsen-Anhalt: die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und die Beschäftigung nahm zu.
In diesem Monat mussten sich 1280 Menschen arbeitslos melden. Das waren insgesamt 102 weniger als im August 2017 und 260 weniger als vor einem Jahr. Dabei ging die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus einer Erwerbstätigkeit zurück (-106). Hingegen zum August gestiegen ist der Anteil an Zugängen aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (35 Prozent). Der absolut größte Teil der neuen Arbeitslosmeldungen waren Zugänge aus Nichterwerbstätigkeit (knapp 36 Prozent), wie zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit.
Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im September 1511 Personen. Zum Vormonat ist das ein Plus von 40 Personen. 429 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Etwa ein Drittel (510 Personen) begannen eine Ausbildung oder Maßnahme und mehr als ein Drittel (538 Personen) waren nicht erwerbstätig, zum Beispiel arbeitsunfähig.
Anders als im Vormonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer wieder an. Im September waren 412 ausländische Personen arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im August, aber 107 weniger als vor einem Jahr. Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Eisleben gemeldet (174), gefolgt von Sangerhausen (144) und danach Hettstedt (94). Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien (125) und Afghanistan (32).
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 251 Personen auf 7228 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 769 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote lag insgesamt bei 10,5 Prozent (Sangerhausen 9,9 Prozent, Eisleben 11,4 Prozent und Hettstedt 10,1 Prozent).
Während in der Agentur für Arbeit die Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum August größer war (-164), fällt im Jobcenter MSH der Vorjahresvergleich besser aus (-831 weniger Arbeitslose). Bei der Betreuung der Kunden nach Rechtskreisen gab es weniger Veränderungen. Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen (5325) wurden durch das Jobcenter betreut und knapp ein Drittel (1903) durch die Agentur für Arbeit.
Von Arbeitgebern wurden 224 neue Stellenangebote gemeldet. Das waren 47 mehr Stellen als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Konstruktionsme​chaniker/in; Steuerfachanges​tellte/r; Wachmann/-frau – Objektschutz; Zahnmedizinisch​e/r Fachangestellt​e/r
Damit sind jetzt insgesamt 876 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 66 mehr als vor einem Jahr im September.
Neben der Zahl der Arbeitslosen werden auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im September bei 9.684. Eine berufliche Weiterbildung oder eine Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahme absolvierten insgesamt 1148 Personen. In geförderter Beschäftigung befanden sich 661 Menschen. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 13,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote noch bei 14,9 Prozent.
Ende März 2017, dem letzten Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis MSH auf 41020 Personen. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 681 Beschäftigte oder 1,7 Prozent. Mit diesem Anstieg liegt unsere Region im oberen Drittel aller Regionen von Sachsen-Anhalt. Nach Branchen gab es die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+267 oder +5,5 Prozent). Am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie, einem Teilbereich des verarbeitenden Gewerbes (–197 oder –4,2 Prozent). Die Zunahme an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zeigt sich vor allem in der Altersgruppe 55 Jahre und älter, sowie im Bereich der Teilzeit. Auch die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer hat um 142 Personen zugenommen. Insgesamt gab es im März 2017 in unserem Landkreis 665 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Herkunft.
Autor: mshniedrigsten Stand gesunken. Dazu sagt die Vorsitzende der Sangerhäuser Arbeitsagentur, Martina Scherer: Zwei Besonderheiten fallen im September am Arbeitsmarkt auf: Der Geschäftsstellenbereich Sangerhausen liegt mit seiner Arbeitslosenquote erstmals unter zehn Prozent. Und den größten Rückgang an Arbeitslosigkeit von knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gab es im Geschäftsstellenbereich Eisleben. Insgesamt verlief die Entwicklung am Arbeitsmarkt in unserer Region analog der von Sachsen-Anhalt: die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und die Beschäftigung nahm zu.
Die Arbeitslosigkeit im Detail
In diesem Monat mussten sich 1280 Menschen arbeitslos melden. Das waren insgesamt 102 weniger als im August 2017 und 260 weniger als vor einem Jahr. Dabei ging die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus einer Erwerbstätigkeit zurück (-106). Hingegen zum August gestiegen ist der Anteil an Zugängen aus arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (35 Prozent). Der absolut größte Teil der neuen Arbeitslosmeldungen waren Zugänge aus Nichterwerbstätigkeit (knapp 36 Prozent), wie zum Beispiel Arbeitsunfähigkeit.
Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im September 1511 Personen. Zum Vormonat ist das ein Plus von 40 Personen. 429 Personen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Etwa ein Drittel (510 Personen) begannen eine Ausbildung oder Maßnahme und mehr als ein Drittel (538 Personen) waren nicht erwerbstätig, zum Beispiel arbeitsunfähig.
Anders als im Vormonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer wieder an. Im September waren 412 ausländische Personen arbeitslos gemeldet, 17 mehr als im August, aber 107 weniger als vor einem Jahr. Die meisten der arbeitslosen Ausländer waren im Geschäftsstellenbezirk Eisleben gemeldet (174), gefolgt von Sangerhausen (144) und danach Hettstedt (94). Die größte Gruppe der arbeitslosen Ausländer waren Personen aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, vorrangig Menschen aus Syrien (125) und Afghanistan (32).
Damit ist die Anzahl der Arbeitslosen in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 251 Personen auf 7228 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 769 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote lag insgesamt bei 10,5 Prozent (Sangerhausen 9,9 Prozent, Eisleben 11,4 Prozent und Hettstedt 10,1 Prozent).
Die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) und in der Grundsicherung (Jobcenter)
Während in der Agentur für Arbeit die Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum August größer war (-164), fällt im Jobcenter MSH der Vorjahresvergleich besser aus (-831 weniger Arbeitslose). Bei der Betreuung der Kunden nach Rechtskreisen gab es weniger Veränderungen. Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen (5325) wurden durch das Jobcenter betreut und knapp ein Drittel (1903) durch die Agentur für Arbeit.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften
Von Arbeitgebern wurden 224 neue Stellenangebote gemeldet. Das waren 47 mehr Stellen als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen: Konstruktionsme​chaniker/in; Steuerfachanges​tellte/r; Wachmann/-frau – Objektschutz; Zahnmedizinisch​e/r Fachangestellt​e/r
Damit sind jetzt insgesamt 876 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 66 mehr als vor einem Jahr im September.
Die Unterbeschäftigung
Neben der Zahl der Arbeitslosen werden auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Insgesamt lag die Zahl der Personen in der Unterbeschäftigung im September bei 9.684. Eine berufliche Weiterbildung oder eine Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahme absolvierten insgesamt 1148 Personen. In geförderter Beschäftigung befanden sich 661 Menschen. Damit wurde eine Unterbeschäftigungsquote von 13,6 Prozent erreicht. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote noch bei 14,9 Prozent.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Ende März 2017, dem letzten Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Landkreis MSH auf 41020 Personen. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 681 Beschäftigte oder 1,7 Prozent. Mit diesem Anstieg liegt unsere Region im oberen Drittel aller Regionen von Sachsen-Anhalt. Nach Branchen gab es die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+267 oder +5,5 Prozent). Am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie, einem Teilbereich des verarbeitenden Gewerbes (–197 oder –4,2 Prozent). Die Zunahme an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zeigt sich vor allem in der Altersgruppe 55 Jahre und älter, sowie im Bereich der Teilzeit. Auch die Zahl der ausländischen Arbeitnehmer hat um 142 Personen zugenommen. Insgesamt gab es im März 2017 in unserem Landkreis 665 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit ausländischer Herkunft.