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Fr, 13:23 Uhr
13.01.2017
Osteoporose - Hier einige Tipps

Gelungene Veranstaltung in Hettstedt

„Wenn der alte Knochen bricht: Frakturen bei Osteoporose“, so lautete das Thema der Patienteninformationsveranstaltung am Nachmittag des 12. Januar. Auch bei winterlichem Wetter ließen sich die Zuhörer nicht davon abhalten, der Einladung zu diesem ärztlichen Vortrag in die HELIOS Klinik Hettstedt zu folgen.

Dr. Lutz Lindemann-Sperfeld, Chefarzt des Orthopädisch-traumatologischen Zentrums der HELIOS Klinik Hettstedt, erklärte den Zuhörern allgemeinverständlich moderne Behandlungsmethoden bei Knochenbrüchen, welche durch Osteoporose entstanden sind. Das sind vor allem Frakturen im Bereich der Hüfte, des Oberarmkopfes, der Wirbelsäule und des Beckens.

Die Zuhörer hatten zudem Gelegenheit, Osteosynthesematerialien, also die operativ eingebrachten Stabilisierungselemente, einmal selbst in die Hand zu nehmen, um so deren Materialien und Funktionsweise unmittelbar kennenzulernen.

Chefarzt Dr. Lindemann-Sperfeld bei seinem Vortrag (Foto: HELIOS/D. Mansfeldt) Chefarzt Dr. Lindemann-Sperfeld bei seinem Vortrag (Foto: HELIOS/D. Mansfeldt)


Die zahlreichen und interessanten Fragen des Publikums beantwortete Dr. Lindemann-Sperfeld ausführlich und geduldig.

Osteoporose, übersetzt poröser Knochen, kann jeden treffen:
Über 6 Millionen Menschen leiden an dieser Stoffwechselstörung. Schätzungsweise 30 % aller Frauen und 20 % aller Männer erkranken an Osteoporose. Frauen sind häufiger betroffen, weil ein Östrogenmangel nach der Menopause die Erkrankung verstärkt. Die Knochensubstanz wird abgebaut und der Knochen somit poröser und weniger belastbar. Dieser Prozess ist nicht schmerzhaft und verläuft meist vom Betroffenen unbemerkt. Schmerzen entstehen erst, wenn sich Knochenbrüche einstellen.

Bei der fortgeschrittenen Osteoporose können schon kleinste Belastungen schlimme Folgen haben. Das Heben einer Tasche oder Umdrehen im Bett, nur leichte Stürze können zu einem Wirbel- oder Knochenbruch führen. Schmerzen und die Angst vor weiteren Brüchen werden zur andauernden Belastung für die Patienten. Eingeschränkte Beweglichkeit und Unsicherheit erhöhen wiederum das Risiko für weitere Stürze. Ein Teufelskreis, der frühzeitig durchbrochen werden sollte.

Wirbelkörperbrüche sind eine der häufigsten Folgen der Osteoporose. Meist sacken die Wirbelkörper langsam in sich zusammen. Diese schleichenden Brüche werden oft nicht als Bruch erkannt, sondern als Rückenschmerzen, Hexenschuss oder als Alterserscheinung gewertet. Deshalb gehen die Betroffenen meist nicht zum Arzt.

Aber ein Bruch kommt selten allein. Mehrere unerkannte Brüche führen, wenn sie nicht behandelt werden, zu einer starken Krümmung der Wirbelsäule, dem sog. „Witwenbuckel“. Auch für die Herbeiführung hüftgelenksnaher Frakturen sowie Frakturen der oberen Extremität reichen oft Bagatellunfälle, wie der berühmte „Sturz über die Teppichkante“.

Neben der unfallchirurgischen Stabilisierung durch moderne Osteosynthese-Systeme, d. h. Schrauben und Platten sowie innere Festhalter, kann man z. B. Wirbel- und Beckenbrüche auch durch eine Zementauffüllung stabilisieren und so zu einer schnellen Schmerzlinderung beitragen.

Um eine Osteoporose festzustellen, werden Röntgenbilder von zwei verschiedenen Körperregionen angefertigt sowie die Knochendichte gemessen. Man kann auch die Computertomografie und auch eine Blutuntersuchung zur Diagnostik einsetzen.

Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten der medikamentösen Osteoporosetherapie. Vorbeugend und auch mit therapeutischer Wirkung sind eine gesunde ausgewogene Ernährung, aktive Bewegung sowie Aufenthalt im Tageslicht. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen, vor allen Dingen Kalzium und Vitamine, fördern den Aufbau des Knochens. Bewegung regt den Knochenstoffwechsel positiv an uns versetzt den Knochen in die Lage, ausreichend Kalzium einzulagern.

Dabei sollten Sportarten gewählt werden, die leichten Druck auf den Knochen ausüben, wie Gymnastik, Gehen, Laufen oder Radfahren. Denn nur durch Belastung werden die aufbauenden Zellen aktiviert. Aber auch um Schonhaltungen und Gangunsicherheiten zu vermeiden, ist die regelmäßige Bewegung wichtig. Dabei gilt: Lieber häufig und für kurze Zeit trainieren, als sich bei seltenen Trainingseinheiten zu überfordern.

Dagmar Mansfeldt, HELIOS Klinik Hettstedt
Autor: red

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