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Di, 12:48 Uhr
03.01.2017
Anstieg bewegt sich im üblichen Rahmen

Mehr Arbeitslose zum Jahresende in Mansfeld-Südharz

Zum Jahresende steigt meist die Zahl der arbeitslosen Menschen- so auch im Dezember 2016. Der regionale Arbeitsmarkt war geprägt von wenigen Einstellungen rund um den Jahreswechsel, auslaufenden Befristungen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie Entlassungen in den Außenberufen. Dennoch fällt die Zunahme der Arbeitslosigkeit geringer aus als im letzten Jahr.

Arbeitslosigkeit
Die Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen lag in diesem Monat bei 1.720, das waren insgesamt 98 mehr als im November aber 184 weniger als vor einem Jahr. Aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich im Dezember 1.337 Personen. Zum Vormonat ist das ein Rückgang um 331 Personen. Nur knapp 20 Prozent haben eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Damit ist die Arbeitslosigkeit in diesem Monat im Landkreis Mansfeld-Südharz um 371 Personen auf 8.122 gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag bei 11,7 Prozent. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen zeigt sich mit knapp 12 Prozent mehr in der Agentur für Arbeit stärker als im Jobcenter (+2,7 Prozent). Grund dafür waren die jahreszeitlich bedingten Entlassungen in den Unternehmen zum Jahresende. Im Jobcenter ging eine Vielzahl von geförderten Beschäftigungen zu Ende. Vor allem Beschäftigungsfelder in Außenbereichen können auch hier nicht über den Winter weitergeführt werden.

Dazu sagt die Vorsitzende der Arbeitsagentur Martina Scherer: „Wir können mit dem Ergebnis des Arbeitsmarktes zum Jahresende durchaus zufrieden sein. Die jahreszeitlich bedingten Entlassungen vor allem bei Männern im Bereich Bau und Zeitarbeit liegen im üblichen Rahmen. Und dass es um diese Zeit kaum Neueinstellungen gibt, ist normal. Wir liegen aber deutlich unter der Arbeitslosigkeit des Vorjahres. Das zeigt einmal mehr, dass von den Unternehmen nur die unvermeidlichen Entlassungen vorgenommen wurden.“

Im Gegensatz zum Landestrend verringerte sich gegenüber dem Vormonat die Zahl der arbeitslosen Ausländer um 66 Personen auf 481. Das liegt zum einen an der Absolvierung der Integrationskurse, zum anderen zieht ein Teil der Ausländer in andere Regionen um.
Im Jobcenter Mansfeld-Südharz wurden 353 arbeitslose Ausländer betreut, in der Agentur für Arbeit waren es 128. Die meisten der arbeitslosen Ausländer gab es im Dezember 2016 im Geschäftsstellenbezirk Eisleben (254), gefolgt von Sangerhausen (133) und Hettstedt (94). Aus den Asylzugangsländern (Balkan, Osteuropa, Afghanistan, Syrien) waren insgesamt 322 Ausländer arbeitslos gemeldet. Die beiden größten Gruppen bildeten Menschen aus Afghanistan (90) und aus Syrien (148).

Unterbeschäftigung
Erstmals seit vier Monaten ist die Unterbeschäftigung wieder angestiegen. Neben der Zahl der Arbeitslosen werden dabei auch Teilnehmer in Maßnahmen oder kurzfristige Arbeitsunfähigkeit gezählt. Steigt die Arbeitslosigkeit, so macht sich das auch in der Unterbeschäftigung bemerkbar. Diese lag im Dezember bei 10.690 Personen, das waren 143 mehr als vor einem Monat. Die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen war insgesamt geringer als im November, da viele Maßnahmen endeten.

Nachfrage nach Arbeitskräften
Im Dezember wurden von Arbeitgebern 189 neue Stellenangebote gemeldet. Das waren 8 weniger als im November und 6 weniger als vor einem Jahr. Neue Arbeitsstellen gab es vor allem in den Berufen Anlagenmechaniker/in - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Steuerfachangestellte/r, Fachkraft - Schutz und Sicherheit sowie zahnmedizinische/r Fachangestellte/r. Damit sind jetzt insgesamt 793 freie Arbeitsstellen im Bestand der Agentur für Arbeit Sangerhausen, 6 mehr als im November und 72 mehr als vor einem Jahr im Dezember.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Im Juni 2016 waren im Landkreis Mansfeld-Südharz insgesamt 40.721 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresmonat Juni 2015 ist das an Anstieg um 209 Personen (+0,5 Prozent). Das liegt nur leicht unter der Steigerung in Sachsen-Anhalt (+0,8 Prozent).

Die meisten Zuwächse an Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es in den Branchen Heime und Sozialwesen (+295), in der Arbeitnehmerüberlassung (+121) und im verarbeitenden Gewerbe(+67). Der Anstieg an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zeigt sich vor allem bei Männern und in der Altersgruppe der über 55 Jährigen. Zugenommen hat auch die Teilzeitbeschäftigung. Hingegen rückläufig ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich der öffentlichen Verwaltung und der Sozialversicherung (-118), im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-60) sowie im Handel (-55) und dem Baugewerbe. (um)
Autor: red

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