Mi, 13:28 Uhr
23.11.2016
Regionale Wirtschaft setzt weiter auf Russlandgeschäft
Wirtschaftstag Russland in der IHK
Die Unternehmerschaft im südlichen Sachsen-Anhalt will trotz der weiter bestehenden Wirtschaftssanktionen am Russland-Geschäft festhalten.
Dies ist ein zentrales Ergebnis des Wirtschaftstages Russland in der Industrie- und Handelskammer HalleDessau (IHK). Wir sehen erste Anzeichen, dass sich die russische Wirtschaft erholt, fasst Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International bei der IHK, die Ergebnisse der Tagung zusammen. Die dortige Chemieindustrie etwa sei so stark gewachsen wie seit vier Jahren nicht mehr. Trotzdem wird 2017 kein einfaches Jahr, so Stodtko.
Der hallesche Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Udo Ludwig hatte auf der Tagung prognostiziert, dass die Importnachfrage in Russland wieder steigen dürfte, der Wettbewerb aber härter werde: Teile der russischen Wirtschaft haben die Importrestriktionen genutzt, nicht nur neue ausländische Bezugsmärkte zu erschließen, sondern auch die nationale Produktion zu stärken. Unter den Sanktionen hätten in den neuen Bundesländern vor allem der Maschinenbau und die Ernährungswirtschaft gelitten, berichtete Ludwig. Der Ökonom hatte aber auch eine ermutigende Botschaft für die Region: Insgesamt gesehen hätten die Sanktionen den Westen Deutschlands noch etwas härter getroffen als die ostdeutschen Länder.
Stodtko sieht darin einen Beleg, dass die gewachsene Vertrauensbeziehung vieler heimischer Unternehmer nach Russland weiter intakt sei: Darauf lässt sich aufbauen – zumal der russische Botschafter Wladimir Grinin auf unserer Konferenz ausdrücklich für einen fortgesetzten Dialog geworben hat.
Autor: redDies ist ein zentrales Ergebnis des Wirtschaftstages Russland in der Industrie- und Handelskammer HalleDessau (IHK). Wir sehen erste Anzeichen, dass sich die russische Wirtschaft erholt, fasst Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International bei der IHK, die Ergebnisse der Tagung zusammen. Die dortige Chemieindustrie etwa sei so stark gewachsen wie seit vier Jahren nicht mehr. Trotzdem wird 2017 kein einfaches Jahr, so Stodtko.
Der hallesche Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Udo Ludwig hatte auf der Tagung prognostiziert, dass die Importnachfrage in Russland wieder steigen dürfte, der Wettbewerb aber härter werde: Teile der russischen Wirtschaft haben die Importrestriktionen genutzt, nicht nur neue ausländische Bezugsmärkte zu erschließen, sondern auch die nationale Produktion zu stärken. Unter den Sanktionen hätten in den neuen Bundesländern vor allem der Maschinenbau und die Ernährungswirtschaft gelitten, berichtete Ludwig. Der Ökonom hatte aber auch eine ermutigende Botschaft für die Region: Insgesamt gesehen hätten die Sanktionen den Westen Deutschlands noch etwas härter getroffen als die ostdeutschen Länder.
Stodtko sieht darin einen Beleg, dass die gewachsene Vertrauensbeziehung vieler heimischer Unternehmer nach Russland weiter intakt sei: Darauf lässt sich aufbauen – zumal der russische Botschafter Wladimir Grinin auf unserer Konferenz ausdrücklich für einen fortgesetzten Dialog geworben hat.