Di, 16:09 Uhr
01.11.2016
DAK-Bericht
Mansfeld-Südharz hat die meisten Kranken
Der Krankenstand im Landkreis Mansfeld-Südharz ist 2015 leicht gesunken. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte ab. Mit 5,6 Prozent gab es in der Region dennoch den höchsten Krankenstand im Landesdurchschnitt...
Grafik (Foto: dak)
Dieser lag bei 5,1 Prozent. Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 56 krankgeschrieben. Zum Vergleich: Der niedrigste Krankenstand in Sachsen-Anhalt wurde mit 4,9 Prozent in der Stadt Halle, dem Landkreis Burgenland und dem Saalekreis verzeichnet.
Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Mansfeld-Südharz zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. So gingen insbesondere die Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen zurück. Die Fehltage sanken um fast 34 Prozent. Die Region lag hierbei unter dem Landesschnitt.
Auch die Zahl der Verletzungen und Vergiftungen ging um fast sechs Prozent zurück. Atemwegserkrankungen, zu denen Erkältungen und Bronchitis gehören, wurden hingegen um fast 24 Prozent häufiger verzeichnet. Auch bei Muskel-Skelett-Beschwerden wie Rückenschmerzen gab es ein Plus. Diese Diagnose verursachte erneut die meisten Arbeitsausfälle und war Grund für beinahe jeden vierten Fehltag im Landkreis (23,2 Prozent).
Wir informieren regelmäßig über den Krankenstand im Landkreis Mansfeld-Südharz, sagt Uwe Hennemann, Leiter Servicezentrum bei der DAK-Gesundheit für den Landkreis Mansfeld-Südharz. Dafür werten wir die Ausfalltage unserer Versicherten in der Region aus.
Unternehmen können aus dieser Analyse wichtige Impulse für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnen. Um zum Beispiel längeren Erkrankungen durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorzubeugen, bieten wir als Kasse Arbeitgebern konkrete Hilfe an.
Für ihre Versicherten geht die DAK-Gesundheit als erste Kasse Deutschlands neue Wege: Seit kurzem bietet sie eine medizinische Beratung per Videochat an. An dem Online-Angebot nehmen Ärzte aller Fachrichtungen teil. Versicherte können ihre Fragen schnell und unkompliziert vis-à-vis von zu Hause aus klären. Wichtig: Die Ärzte können im Videochat nicht behandeln und keine Diagnose stellen. Versicherte bekommen aber eine ausführliche und kompetente Beratung.
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem diesjährigen Gesundheitsreport schwerpunktmäßig den Unterschied von Frauen und Männern in den
Krankheitsprofilen und im Umgang mit Krankschreibungen.
Für die Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt sowie im Landkreis Mansfeld-Südharz aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.
Ein Fazit: Frauen in Sachsen-Anhalt fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr 17 Prozent höher. Im Landkreis Mansfeld-Südharz betrug der Unterschied 14 Prozent. Damit ist der viel zitierte kleine Unterschied größer als gedacht, sagt Uwe Hennemann. Die Studie zeigt auch, dass Männer und Frauen von ganz unterschiedlichen Krankheiten betroffen sind.
Krankheitsunterschiede von Frauen und Männern in der Region
Im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Männer 13 Prozent mehr Herz-Kreislauf-Probleme als Frauen. Diese hingegen leiden fast zweieinhalbmal häufiger (plus 139 Prozent) an psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Bei den Krebsleiden zeigt sich ein gegenläufiger Trend zum Land.
Im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Männer 17 Prozent mehr Ausfalltage als Frauen. In ganz Sachsen-Anhalt liegen hingegen die Frauen bei Krebserkrankungen um 95 Prozent über dem der Männer, was normalerweise durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist. Wir werden die Ergebnisse gemeinsam mit unseren Experten und Partnern auswerten und die Entwicklung des Krankenstandes in der Region langfristig beobachten., erklärt Hennemann.
Frauen neigen zu Präsentismus
Obwohl Frauen den höheren Krankenstand haben, schleppen sie sich sogar noch häufiger als Männer krank zur Arbeit. Experten sprechen vom Präsentismus: 75 Prozent der Frauen in Sachsen-Anhalt waren 2015 mindestens einmal krank bei der Arbeit, bei den Männern nur 63 Prozent. Als Hauptgründe gaben Frauen in der Befragung an, dass sie ihre Kollegen nicht hängen lassen wollten (90 Prozent) oder auch ihre Arbeit fertigstellen müssten (78 Prozent).
Auch tragen Frauen immer noch einen großen Anteil bei der Betreuung kranker Kinder: Mehr als jede vierte Frau gab in der Befragung an (26,8 Prozent), dass sie sich bei einer Erkrankung des Kindes selbst krank gemeldet hat, weil sie sich nicht anders zu helfen wusste. Bei den Männern sagten das nur 17,5 Prozent.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als 130.000 Versicherte in Sachsen-Anhalt, davon rund 10.000 im Landkreis Mansfeld-Südharz.
Autor: red
Grafik (Foto: dak)
Dieser lag bei 5,1 Prozent. Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 56 krankgeschrieben. Zum Vergleich: Der niedrigste Krankenstand in Sachsen-Anhalt wurde mit 4,9 Prozent in der Stadt Halle, dem Landkreis Burgenland und dem Saalekreis verzeichnet.
Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Mansfeld-Südharz zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. So gingen insbesondere die Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen zurück. Die Fehltage sanken um fast 34 Prozent. Die Region lag hierbei unter dem Landesschnitt.
Auch die Zahl der Verletzungen und Vergiftungen ging um fast sechs Prozent zurück. Atemwegserkrankungen, zu denen Erkältungen und Bronchitis gehören, wurden hingegen um fast 24 Prozent häufiger verzeichnet. Auch bei Muskel-Skelett-Beschwerden wie Rückenschmerzen gab es ein Plus. Diese Diagnose verursachte erneut die meisten Arbeitsausfälle und war Grund für beinahe jeden vierten Fehltag im Landkreis (23,2 Prozent).
Wir informieren regelmäßig über den Krankenstand im Landkreis Mansfeld-Südharz, sagt Uwe Hennemann, Leiter Servicezentrum bei der DAK-Gesundheit für den Landkreis Mansfeld-Südharz. Dafür werten wir die Ausfalltage unserer Versicherten in der Region aus.
Unternehmen können aus dieser Analyse wichtige Impulse für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnen. Um zum Beispiel längeren Erkrankungen durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorzubeugen, bieten wir als Kasse Arbeitgebern konkrete Hilfe an.
Für ihre Versicherten geht die DAK-Gesundheit als erste Kasse Deutschlands neue Wege: Seit kurzem bietet sie eine medizinische Beratung per Videochat an. An dem Online-Angebot nehmen Ärzte aller Fachrichtungen teil. Versicherte können ihre Fragen schnell und unkompliziert vis-à-vis von zu Hause aus klären. Wichtig: Die Ärzte können im Videochat nicht behandeln und keine Diagnose stellen. Versicherte bekommen aber eine ausführliche und kompetente Beratung.
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem diesjährigen Gesundheitsreport schwerpunktmäßig den Unterschied von Frauen und Männern in den
Krankheitsprofilen und im Umgang mit Krankschreibungen.
Für die Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt sowie im Landkreis Mansfeld-Südharz aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.
Ein Fazit: Frauen in Sachsen-Anhalt fehlen häufiger im Job als Männer. Ihr Krankenstand lag im vergangenen Jahr 17 Prozent höher. Im Landkreis Mansfeld-Südharz betrug der Unterschied 14 Prozent. Damit ist der viel zitierte kleine Unterschied größer als gedacht, sagt Uwe Hennemann. Die Studie zeigt auch, dass Männer und Frauen von ganz unterschiedlichen Krankheiten betroffen sind.
Krankheitsunterschiede von Frauen und Männern in der Region
Im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Männer 13 Prozent mehr Herz-Kreislauf-Probleme als Frauen. Diese hingegen leiden fast zweieinhalbmal häufiger (plus 139 Prozent) an psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Bei den Krebsleiden zeigt sich ein gegenläufiger Trend zum Land.
Im Landkreis Mansfeld-Südharz haben Männer 17 Prozent mehr Ausfalltage als Frauen. In ganz Sachsen-Anhalt liegen hingegen die Frauen bei Krebserkrankungen um 95 Prozent über dem der Männer, was normalerweise durch das vergleichsweise frühe Auftreten von Brustkrebs bedingt ist. Wir werden die Ergebnisse gemeinsam mit unseren Experten und Partnern auswerten und die Entwicklung des Krankenstandes in der Region langfristig beobachten., erklärt Hennemann.
Frauen neigen zu Präsentismus
Obwohl Frauen den höheren Krankenstand haben, schleppen sie sich sogar noch häufiger als Männer krank zur Arbeit. Experten sprechen vom Präsentismus: 75 Prozent der Frauen in Sachsen-Anhalt waren 2015 mindestens einmal krank bei der Arbeit, bei den Männern nur 63 Prozent. Als Hauptgründe gaben Frauen in der Befragung an, dass sie ihre Kollegen nicht hängen lassen wollten (90 Prozent) oder auch ihre Arbeit fertigstellen müssten (78 Prozent).
Auch tragen Frauen immer noch einen großen Anteil bei der Betreuung kranker Kinder: Mehr als jede vierte Frau gab in der Befragung an (26,8 Prozent), dass sie sich bei einer Erkrankung des Kindes selbst krank gemeldet hat, weil sie sich nicht anders zu helfen wusste. Bei den Männern sagten das nur 17,5 Prozent.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als 130.000 Versicherte in Sachsen-Anhalt, davon rund 10.000 im Landkreis Mansfeld-Südharz.