Mo, 00:45 Uhr
24.10.2016
Kommentar
Linke Drückeberger
Die ersten Verbandsgemeindebürgermeisterwahlen unter Beteiligung von AfD-Kandidaten brachten im Landkreis Mansfeld-Südharz Sieger und Verlierer. Zunächst vier eindeutige Sieger, denn keiner der vier Bewerber um ein solches Bürgermeisteramt im Landkreis muss in ein Stechen gehen. Jeder vereinte mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen auf sich. Herzlichen Glückwunsch den Siegern!
Die Wahl in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund – Helbra lohnt einen etwas intensiveren Blick auf das Wahlergebnis. Denn hier gibt es im Grunde genommen gleich drei Sieger: Skrypek (CDU), Bodtke (FDP) und Wakan (AfD). Amtsinhaber Bernd Skrypek, weil er die meisten Stimmen holte. Ingo Bodtke, weil er prozentual ein doppelt so gutes Wahlergebnis erzielt hat wie seine Partei bei der Landtagswahl am 13. März 2016, als sie den Einzug in das Magdeburger Parlament nur knapp verpasst hat. Und Gunter Wakan, weil er mit 24 Prozent das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl bestätigt hat. Zudem erzielte er von allen sechs AfD-Kandidaten, die sich in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag um einen Bürgermeisterposten beworben hatten, das höchste Ergebnis.
Es gibt aber auch Verlierer im Mansfelder Grund - Helbra. Das sind jene verhinderten Wähler, die sich in diesem Wahlkampf nicht angesprochen gefühlt haben - weil sich die Vertreter "ihrer" Parteien, also die Linken und die Sozialdemokraten, vor der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner gedrückt und somit keine Farbe bekannt haben. Sie tragen einmal mehr Schuld an der schlechten Wahlbeteiligung und der von ihnen selbst gern laut beklagten Politikverdrossenheit vieler Bürger.
Jochen Miche
Autor: jmDie Wahl in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund – Helbra lohnt einen etwas intensiveren Blick auf das Wahlergebnis. Denn hier gibt es im Grunde genommen gleich drei Sieger: Skrypek (CDU), Bodtke (FDP) und Wakan (AfD). Amtsinhaber Bernd Skrypek, weil er die meisten Stimmen holte. Ingo Bodtke, weil er prozentual ein doppelt so gutes Wahlergebnis erzielt hat wie seine Partei bei der Landtagswahl am 13. März 2016, als sie den Einzug in das Magdeburger Parlament nur knapp verpasst hat. Und Gunter Wakan, weil er mit 24 Prozent das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl bestätigt hat. Zudem erzielte er von allen sechs AfD-Kandidaten, die sich in Sachsen-Anhalt an diesem Sonntag um einen Bürgermeisterposten beworben hatten, das höchste Ergebnis.
Es gibt aber auch Verlierer im Mansfelder Grund - Helbra. Das sind jene verhinderten Wähler, die sich in diesem Wahlkampf nicht angesprochen gefühlt haben - weil sich die Vertreter "ihrer" Parteien, also die Linken und die Sozialdemokraten, vor der Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner gedrückt und somit keine Farbe bekannt haben. Sie tragen einmal mehr Schuld an der schlechten Wahlbeteiligung und der von ihnen selbst gern laut beklagten Politikverdrossenheit vieler Bürger.
Jochen Miche