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Fr, 11:40 Uhr
21.10.2016
DIHK Bildungsausschuss zu Gast in Halle (Saale):

Flüchtlinge in Ausbildung – Sachsen-Anhalt als Muster

Wie Migranten und Flüchtlinge erfolgreich in Ausbildung und Arbeit gebracht werden könnten, dazu hat sich die deutsche Wirtschaft einen Impuls im südlichen Sachsen-Anhalt abgeholt.

Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) stellte dem Bildungsausschuss des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gleich zwei aktuelle Projekte der IHK und ihrer Partner aus der Region vor. Im Bildungsausschuss sind alle deutschen 79 IHKn vertreten.

Zur ihrer Herbstsitzung waren sowohl ehrenamtlich tätige Unternehmer als auch hochrangige IHK-Führungskräfte überall aus Deutschland nach Halle (Saale) gekommen. Carola Schaar, Präsidentin der IHK, ist zugleich Vorsitzende des DIHK-Bildungsausschusses.

Beim Projekt „Einstiegsqualifizierung (EQ) Plus Plus“ ist Sachsen-Anhalt Vorreiter. Ein bisher schon bestehende Bildungsangebot ist dafür erweitert worden: Jugendliche absolvieren dabei ein sechs bis 12-monatiges betriebliches Praktikum, das in ein Ausbildungsverhältnis münden kann.

Dies wird durch Unterstützungsangebote wie zum Beispiel sozialpädagogische Betreuung und einen Tag in der berufsbildenden Schule ergänzt. Aber nur hierzulande lernen junge Migranten und Flüchtlinge zusätzlich an einem weiteren Tag berufsfeldspezifisch Deutsch. Die ersten ausländischen Praktikanten sind auf diesem Weg inzwischen von heimischen Unternehmen in eine duale Ausbildung übernommen worden.

Beim Projekt „Migrant*Innen und duale Ausbildung“ (MiiDU)“ werden junge Ausländer zwischen 18 und 35 beim Start in eine Berufsausbildung begleitet. Die IHK unterstützt dabei das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e. V. aktiv. Dessen Betreuer vermitteln Praktika und Sprachkurse, helfen bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsberuf und bereiten die jungen Leute gezielt auf den Eintritt in einen Betrieb vor.

Zudem klären sie Zugangsvoraussetzungen und Behördenfragen, so dass interessierte Unternehmen die Jugendlichen problemlos einstellen können. Betriebe erhalten außerdem die Möglichkeit interkultureller Beratungen.

Hintergrund: Der DIHK ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder die deutschen Industrie- und Handelskammern sind. In allen Fragen, die das Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft betreffen, vertritt die Dachorganisation die gemeinsamen Standpunkte auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene – gegenüber Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Der DIHK hat 16 Fachausschüsse, deren Mitglieder vor allem aus der Unternehmerschaft kommen – einer davon ist der Bildungsausschuss.
Autor: red

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