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Fr, 17:32 Uhr
15.07.2016
Helios Klinik

Schilddrüsen-OP: Ohne Druck in die Ausbildung

Chefarzt Dr. Kothe erklärt Linda die Schilddrüse an einem Modell. (Foto: Gabriele Lakomy) Chefarzt Dr. Kothe erklärt Linda die Schilddrüse an einem Modell. (Foto: Gabriele Lakomy)
Im Frühjahr machte sich Linda Zedler noch große Sorgen. Nicht, dass sie an ihrem Traumberuf Erzieherin zweifelte. Die 17-Jährige absolvierte gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kindergarten, und es machte ihr riesigen Spaß. Aber immer öfter hatte sie einen „Kloß im Hals“; wenn sie Kinder rufen wollte, machte die Stimme nicht mehr richtig mit, und beim Liedersingen blieb ihr oft nur das Klatschen. „Manchmal war es, als drückte mir jemand den Hals ab“, beschreibt die Eisleberin das unangenehme Gefühl.

Der Hausarzt stellte eine Veränderung des linken Schilddrüsenlappens fest. Dort gab es Zysten, die sich auch noch entzündet hatten. Mehrere spezielle Untersuchungen wurden durchgeführt. Medikamente und auch die Punktion der Zysten halfen nichts. Im Gegenteil. Immer stärker wurde der Druck. Immer öfter stellte sich Linda die Frage: Werde ich so am 11. August meine Ausbildung zur Sozialassistentin beginnen können? Die Stimme, Sprechen, Singen, das benötigte sie doch ganz dringend bei der Arbeit mit Menschen.

So kam sie zur Schilddrüsensprechstunde von Dr. med. Michael Schumann. Der Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie der HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben empfahl Linda nach gründlicher Untersuchung und Sichtung aller Befunde die Entfernung des linken, stark vergrößerten Schilddrüsenlappens. So würde das krankhafte Gewebe entfernt, der Druck auf die Stimme genommen, und die rechte Seite reicht aus, die Regulierung der Schilddrüsenhormone aufrechterhalten.

Vergrößerungen oder Fehlfunktionen der Schilddrüse sind im Erwachsenenalter recht häufig. Warum es bei Linda schon im Jugendalter dazu kam, ließ sich letztlich auch durch die Operation nicht klären. Was der Patientin und den Ärzten aber am Wichtigsten ist: Die Schwellung der Schilddrüse ließ sich schnell beseitigen und die entfernte Schilddrüsenzyste erwies sich bei der mikroskopischen Untersuchung als gutartig. „Und die kleine Narbe heilt gut. Die wird man später kaum sehen“, so der Chefarzt Dr. med. Stefan Kothe, der sie operiert hat.

„Ich bin froh, dass ich jetzt wieder gut sprechen kann und der Druck im Hals weg ist“, berichtet Linda. „Jetzt geht es erst mal in den Urlaub und dann freue ich mich auf den Start meiner Ausbildung.“

Gabriele Lakomy
Autor: jm

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