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Do, 00:14 Uhr
14.07.2016
Standortmarketing Mansfeld-Südharz ist dabei:

“Europäische Route der Reformation” offiziell gestartet

Die richtige Kulisse für ein Reformationsprojekt: der Eisleber Rathaussaal. (Foto: Cathleen Scheiner) Die richtige Kulisse für ein Reformationsprojekt: der Eisleber Rathaussaal. (Foto: Cathleen Scheiner)
Die offizielle Vorstellung des Projekts „Europäische Route der Reformation“ hat mit einem Kickoff-Event im Rathaussaal der Lutherstadt Eisleben stattgefunden. Dieses Treffen markierte gleichzeitig den Beginn des 3-jährigen Projektes (Juli 2016 bis Juni 2019), welches mit Fördergeldern aus dem EU-Programm „Interreg CENTRAL EUROPE“ finanziert wird. Das Projekt ist einzigartig in seiner Ausrichtung und seinen Zielen, da es sich erstmals um eine regionale Entwicklungsinitiative in Zentral-Europa handelt, die auf die Nutzung des Reformationserbes ausgerichtet ist.

In der Vergangenheit wurde dieses Erbe als regionale Ressource stark vernachlässigt. Das Projekt versucht das Vermächtnis der Reformation als Teil der gemeinsamen Geschichte und Kultur in Zentral-Europa zu vereinen und eine Identität zu verleihen. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus 12 Partnern verschiedener regionaler und ländlicher Entwicklungs- und Marketingagenturen, wie der Thüringer Landgesellschaft (DE), der Regionalentwicklungsagentur Südböhmen (CZ), der Regionalentwicklungsagentur der Region Pilsen (CZ) sowie öffentlichen Verwaltungen, wie z.B. der Stadt Velenje (Slowenien), der kommunalen Selbstverwaltung der Szabolcs-Szatmár-Bereg Region (Ungarn), der Verbandsgemeinde des Tisza-Tals (Ungarn), Forschungsinstituten, wie das Institut für Territorialentwicklung und Innovation Turin (Italien) und tourismusrelevanten Akteuren, wie die Tourismusorganisation Ober-Österreich (AT), die niederschlesische Tourismusorganisation (Polen), die Standortmarketing Mansfeld-Südharz (DE) und geistlichen Partnern wie der Protestantischen Kirche in Österreich (AT) und dem Verein Kirche und Tourismus (DE). Insgesamt nehmen damit 12 Partner aus 7 unterschiedlichen Ländern (Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen und Slowenien) teil.

Erinnerungsfoto vor dem Eisleber Rathaus. Hier startete das EU-Projekt "Europäische Route der Reformation". (Foto: Cathleen Scheiner (SMG)) Erinnerungsfoto vor dem Eisleber Rathaus. Hier startete das EU-Projekt "Europäische Route der Reformation". (Foto: Cathleen Scheiner (SMG))


Das Projekt zielt darauf ab, gemeinsames Lernen und Wissen sowie den Austausch von Know-How im Managementprozess des reformationsspezifischen kulturellen Erbes zu unterstützen. Innerhalb der Partnerschaft soll in Form eines Mentoring Programms zwischen erfahrenen und unerfahrenen Regionen ein Wissenstransfer etabliert werden. Ebenso sollen Erkenntnisse von bereits existierenden kulturellen Routen gewonnen und die Wissensvermittlung an die lokale Bevölkerung in den Regionen sowie Trainings für Partner aus den Bereichen Tourismus, Kirche und Kultur vorangetrieben werden. Ein Aktionsplan, der ein nachhaltiges und dauerhaftes Management der kulturellen Route der Reformation garantiert, soll entwickelt und implementiert werden – dieser Aktionsplan soll auch auf Regionen außerhalb der bereits bestehenden Partnerschaften ausgeweitet werden.

Zusätzlich soll die Bewerbung zur offiziellen Anerkennung als Europäische Route der Reformation zum Projektende beim Europarat eingereicht werden. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, ist das Projekt in drei stark miteinander vernetzte thematische Arbeitspakete gegliedert. Acht Regionen, das Tisza Tal (Ungarn), Torre Pellice (Italien), Velenje (Slowenien), Mansfeld-Südharz, Erfurt (Deutschland), Jawor (Polen), České Budějovice und die Region Pilsen (Tschechische Republik) wurden als Pilotregionen bestimmt und werden mit einer neuen Infrastruktur in Form von digitalen Informationspunkten und touristischen Hinweisschildern versehen, um internationale Gäste mit relevanten Hintergrundinformationen zu versorgen.

Das Vorhaben wurde im ersten Aufruf des Programms INTERREG Central Europe beantragt und im April dieses Jahres bewilligt. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 2.3 Mio. Euro, wovon zwischen 80% und 85% der Projektkosten durch das Programm bezuschusst werden. Die Beteiligung der Standortmarketinggesellschaft Mansfeld-Südharz wird durch die EU Service-Agentur des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt. Durch das Engagement der EU Service-Agentur konnte mit der Standortmarketinggesellschaft ein Partner aus Sachsen-Anhalt im Projekt ECRR platziert werden. Damit ist es gelungen, die Teilnahme Sachsen-Anhalts an diesem für das Thema Reformation wichtigen europäischen Kooperationsprojekt zu sichern.

Der Nutzen, den die involvierten Partnerregionen aus den sich bildenden stabilen Managementstrukturen der neuen Route ziehen können, wird vielfältig und nachhaltig sein. Die Förderung des reformations-spezifischen kulturellen Erbes wird das gemeinsame, übergreifende Management fördern und stärken, verfügbare Kapazitäten bündeln und die Attraktivität für Besucher erhöhen. Insgesamt wird erwartet, dass das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Regionen und insbesondere der Förderung des verantwortungsvollen, nachhaltigen Tourismus leistet.

Für weitere Informationen zum Projekt “Europäische Route der Reformation“ kontaktieren Sie bitte die Mitarbeiter des Lead Partners, der Thüringer Landgesellschaft mbH: Catharina Druckenbrod (c.druckenbrod@thlg.de) oder Natàlia García (n.garcia@thlg.de) oder den lokalen Ansprechpartner für Mansfeld-Südharz: (cscheiner@mansfeldsuedharz.de).

Cathleen Scheiner
Autor: jm

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