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Di, 11:58 Uhr
28.06.2016
Schloss Kannawurf

Ensemble für intuitive Musik

Ein Konzert der Reihe „Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik“ der Klang Projekte Weimar e.V. lädt am Sonntag, dem 3. Juli, ab 18 Uhr in das Kellergewölbe von Schloss Kannawurf ein. Die Besucher erleben eine Klanginstallation von Hans Tutschku (Boston). Durch Lautsprecher, die an verschiedenen Orten platziert sind, hört man gesungene Stimmen im Dialog. Sie wurden auf verschiedenen Kontinenten aufgenommen und laden zu einer interkulturellen Reise ein.

Gebete, Gesänge, Wortgefechte und Konversationen verbinden sich auf geheimnisvolle Weise zu einem harmonischen Ganzen.

Das Programm wird ab 19.30 im Saal fortgesetzt. Dort erwartet das Publikum das Konzert: „Kannawurf-Reflexionen“. Die Musiker gestalten im Moment der Aufführung neue Kompositionen, die auf die Architektur, Historie und Atmosphäre des Renaissance-Schlosses reagieren.

Eintritt: 12 €

Das „Ensemble für Intuitive Musik Weimar” (EFIM) ist seit seiner Gründung vor 35 Jahren ständig auf der Suche nach neuen Klängen und “besonderen Orten”. Dabei möchte es neue Erlebnishorizonte erschließen. Gastspiele führten es bisher in 30 Länder auf vier Kontinenten. Zu den Höhepunkten gehörte dabei das Konzert “Ausbruch der Klänge” vor 2000 Zuhörern in einem Lavafeld in Mexico-City. Aber auch Grenzüberschreitungen und die Beziehung zu anderen Künsten spielen eine wichtige Rolle. Ausgehend von Bauhaus-Traditionen konnten seit 1987 zahlreiche synästhetische Projekte realisiert werden.

Prägend in der Geschichte der Gruppe war die langjährige Zusammenarbeit mit dem Kölner Avantgardekomponisten Karlheinz Stockhausen, mit dem es Teile aus seinem Zyklus “Für kommende Zeiten” 2005 erstmals auf CD eingespielt hat.

Charakteristisch für das Ensemble ist die enge Verzahnung zwischen Instrumenten und Live-Elektronik, wodurch eine Fülle neuer Klangfarben entsteht und bisher kaum vorstellbare kommunikative Prozesse ausgelöst werden. Der Computer wird als Musikinstrument eingesetzt. Ensemblemitglied Hans Tutschku, seit 2004 Professor für Komposition und Direktor des Elektronischen Studios an der Harvard-University (Boston), liefert dafür die besten Voraussetzungen.
www.tutschku.com

Miwirkende:
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn, Matthias von Hintzenstern, Violoncello/Obertongesang, Michael von Hintzenstern, Klavier/Harmonium, Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik

Weitere Termine mit dem EFIM:
02. Juli, 17 Uhr, Saalborn bei Weimar, Kirche: Wandelkonzert mit Absurdem Chor
06. Juli, 19 Uhr, Erfurt, Forum Konkrete Kunst (Petersberg): Von Dada bis Fluxus
Autor: jm

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