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Mi, 11:46 Uhr
17.02.2016
Besuchermagnet historische Druckerei Heise

Alte Maschinen begeistern

Renate Grüneberg vom Druckereiverein und die Erzieherinnen Steffi Bastek und Carola Kröger (v. l.) betreuen die Kinder am Mal- und Stempeltisch im Vorraum der historischen Druckerei Heise. (Foto: Jochen Miche) Renate Grüneberg vom Druckereiverein und die Erzieherinnen Steffi Bastek und Carola Kröger (v. l.) betreuen die Kinder am Mal- und Stempeltisch im Vorraum der historischen Druckerei Heise. (Foto: Jochen Miche) Die historische Druckerei Heise in Hettstedt ist ein Besuchermagnet für Menschen jeden Alters. Erst heute zeigte sich wieder, dass sich jeder hier wohl fühlen und Interessantes entdecken kann.

Zu den Besuchern am Vormittag zählte eine Gruppe Frauen und Männer der Tagespflege am Markt in Hettstedt. Begleitet von Pflegedienstleiterin Barbara Schwarz und dem Auszubildenden Martin Schwarz, staunten die Herrschaften über die komplett erhaltene, bis zu 126 Jahre alte Technik.

Der aus dem "Bleizeitalter" stammende Betrieb ist in seiner Komplettheit einmalig in Deutschland, erfuhren die Gäste vom Vorsitzenden des Druckereivereins. Er zeigte ihnen eine "Hettstedter Zeitung" von 1920; am 31. Mai 1941 ist - auf Anweisung aus Berlin - die letzte "Hettstedter Zeitung" auf der noch vorhandenen Rotationsdruckmaschine hergestellt worden. Die Besucher staunten über den guten Zustand vieler Maschinen, die vor 15 Jahren, als sich der Verein gegründet hatte, vielfach noch schrottreif waren.

Fröhlicher Kinderlärm erfüllte die Druckerei, als 19 Mädchen und Jungen der Hettstedter Entdeckerkindertagesstätte "Kolumbus" ankamen. In Begleitung der Erzieherinnen Steffi Bestek und Carola Kröger sowie der Praktikantin Kim Höhne eroberten die Kleinen auf ganz eigene Weise den historischen Handwerksbetrieb, in dem zwischen 1889 und 1989 produziert worden war.

Ganz und gar konzentriert saßen sie am Mal- und Stempeltisch und schufen mit großer Begeisterung kleine Stempelkunstwerke oder malten - ökologisch korrekt - Bilder mit Buntstiften aus. Eine andere Gruppe war derweil in Druckererei und Setzerei unterwegs, um die Maschinen zu bestaunen oder sich selbst zu betätigen. So stanzten sich einige kleine Besucher ihre eigenen "Briefmarken" mit der Perforiermaschine, andere zogen sich auf der Korrekturfahnenpresse ihr "Druckerdiplom" selber ab und nahmen es voller Stolz später mit nach Hause.

Die historische Druckerei Heise kann wochentäglich zwischen 10 und 16 Uhr besucht und besichtigt werden. An Wochenenden ist es nur bei öffentlich bekannt gegebenen besonderen Anlässen oder jederzeit nach vorheriger Absprache möglich, die Druckerei zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, eine Spende darf aber gegeben werden.

Jochen Miche
Wolfgang Rübsamen (r.) und Klaus Fahrenholz (im Hintergrund), beide vom Druckereiverein, sowie Kita-Praktikantin Kim Höhne mit "Kolumbus"-Kindern im Drucksaal an der Rotationsdruckmaschine. (Foto: Jochen Miche)
Autor: jm

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