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Di, 13:21 Uhr
24.11.2015
Edeltanne aus Sylda steht auf dem Hettstedter Mark

Weihnachtsbaum hat abgespeckt

Der neue Weihnachtsbaum steht. Die 13 Meter hohe Edeltanne wurde heute Vormittag auf dem Hettstedter Markt errichtet.  (Foto: Jochen Miche) Der neue Weihnachtsbaum steht. Die 13 Meter hohe Edeltanne wurde heute Vormittag auf dem Hettstedter Markt errichtet. (Foto: Jochen Miche) Er steht! Der Hettstedter Weihnachtsbaum. Seit heute Vormittag, dreiviertel elf. Es ist eine schön gewachsene Edeltanne. Sie steckt anderthalb Meter tief im Boden und guckt 13 Meter oben heraus. Ihr bleiben sechs Wochen, die Hettstedter und ihre Gäste zu erfreuen.

Heute Morgen wurde der Baum in Sylda geschlagen. Mit dabei außer die Männer des Bauhofes der Stadt Hettstedt: ein Kran, an dessen Ausleger riesige Gurte befestigt sind, in denen sich nach dem Absägen der Baum fängt. Die Tanne ist ein Geschenk der Familie Bock an die Stadt Hettstedt. Überhaupt: Hettstedt bekommt ziemlich häufig seine Weihnachtsbäume geschenkt. Bernd Carpy, Leiter des städtischen Bauhofes, meint: „Ja. Da gibt es keinen Mangel. Wir haben sogar den Baum für das kommende Jahr schon sicher.“ Im Grunde darf jeder Interessierte, der ein gut gewachsenes, sich zum Weihnachtsbaum eignendes Exemplar besitzt, der Stadt dieses anbieten. Allerdings, so Bernd Carpy: „Das sollte man sich aber nicht kurz vor Weihnachten überlegen. Dann ist es zu spät.“ Auf die Frage, ob der Baum vom vorigen Jahr nicht viel größer war, antwortet er: „Der war vielleicht ein, zwei Meter höher. Aber dafür hatte er einen riesigen Umfang. Wir mussten voriges Jahr den gesamten Freimarkt rechts und links sperren, um ihn ohne Schaden auf den Markt zu bekommen.“

Gesperrt werden musste auch heute wieder, und zwar die Meisberger Straße und die Zufahrt zum Markt von der Wilhelmstraße aus. In der Meisberger Straße waren Parkverbotsschilder aufgestellt worden, damit kein Fahrzeug rechts und links einen Kratzer abbekommt. 72 Stunden vorher müssen solche Schilder stehen, damit die Autobesitzer entsprechend planen können. Carpie erinnert sich an das vorige Jahr: „Hätte nur ein einziges Auto auf dem Freimarkt gestanden, wäre die ganze Aktion geplatzt.“

Dieses Problem gab es in diesem Jahr zum Glück nicht. Das grüne Schmuckstück auf dem Hettstedter Markt zeigt sich modisch schlank. Ein Leichtgewicht ist es dennoch nicht: 2,3 Tonnen wiegt es. Hinzu kommen heute noch Lichterketten und Dekorationen. Darum kümmern sich aber die Fachleute der Stadtwerke Hettstedt. Die Männer von Bernd Carpy sind wieder dran, wenn der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird, und zwar unter anderem, um den Märchenwald zu errichten.

Alles hat seine Zeit. Die Zeit des Weihnachtsbaumes auf dem Markt läuft erst nach dem 6. Januar 2016 ab. Dann sind die Männer des städtischen Bauhofes erneut gefragt: zum Abbau des Baumes. Bis dahin aber soll er die Menschen, die den Markt betreten und befahren, mit seiner schönen Gestalt, den Dekorationen und Lichterketten erfreuen.
Jochen Miche
Ziel erreicht. Noch liegt er flach, der Hettstedter Weihnachtsbaum. Aber bereits heute Abend wird er die strahlende Erscheinung sein, ohne die ein weihnachtlich geschmückter Markt undenkbar ist. (Foto: Steffen Geilert)
Dank breiter Gurte konnte der Baum vom Kran ohne Beschädigungen aufgerichtet werden. Noch muss er aber mehrmals auf und nieder gehoben werden, um ihn optimal in die Führung gleiten lassen zu können. (Foto: Jochen Miche)
Das anderthalb Meter tiefe Loch hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern. Hier muss der Schaft des Baumes genau hineinpassen. (Foto: Jochen Miche)
Jörg Winzerling und René Freist leisten Präzisionsarbeit. Hier "fädeln" sie das gute Stück ein. Anschließend wird es noch rundum verkeilt. (Foto: Jochen Miche)
Es ist wieder grün geworden auf dem Hettstedter Markt. In Kürze wird es sogar bunt sein - wenn Lichterketten und Dekorationen am Baum sind. (Foto: Jochen Miche)
Autor: jm

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