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Fr, 00:00 Uhr
13.11.2015
Zwischenbilanz zum Gemeinschaftsprojekt Hettstedter Innenstadt

Mangel als Zeichen des Erfolgs?

Sie steuern gegen den Trend der Verödung von Innenstädten. Die Mühe wird belohnt. Attraktive Veranstaltungen und das Alltagsgeschäft locken viele Bürger in das Zentrum. Eines der Erfolgsrezepte: Zusammenarbeit. Beispielsweise mit der sehr kooperativen Stadtverwaltung und ambitionierten Vereinen.  (Foto: Jochen Miche) Sie steuern gegen den Trend der Verödung von Innenstädten. Die Mühe wird belohnt. Attraktive Veranstaltungen und das Alltagsgeschäft locken viele Bürger in das Zentrum. Eines der Erfolgsrezepte: Zusammenarbeit. Beispielsweise mit der sehr kooperativen Stadtverwaltung und ambitionierten Vereinen. (Foto: Jochen Miche) Mangel gilt gemeinhin nicht als Zeichen des Erfolgs. Eher als das Gegenteil. In Hettstedt ist das – in Einzelfällen – jedoch etwas anders. Ein solcher Einzelfall ist mal wieder eingetreten.

Die Beratung der Hettstedter Innenstadtgemeinschaft im Ratskeller brachte es ans Licht: Es sind kaum noch Dankeschön-Stempelkarten der Aktion „Innenstadt Hettstedt gemeinsam gestalten“ vorhanden. Mehrere tausend dieser grün-weißen Karten waren Anfang Oktober in die Haushalte Hettstedts und der Umgebung gegeben worden. Außerdem lagen auf den Tresen aller teilnehmenden Geschäfte Stapel solcher Karten. Sie verbrauchten sich in den ersten vier Wochen der Aktion jedoch, da mancher keine Karte in seinem Briefkasten gefunden oder schlicht zu Hause vergessen oder mancher die erste bereits vollgestempelt und in die im Bürgerbüro des Rathauses stehende Box gesteckt hatte, so dass er sich an den Reservekarten in den Geschäften bedienen musste.

Initiatorin Kathrin Tarricone nahm die Auskunft der beteiligten Innenstadt-Geschäfte mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis. „Das ist doch im Grunde ein gutes Zeichen. Die Aktion wird von der Bevölkerung angenommen“, freute sie sich. Trotzdem sei es schade, dass man vielleicht einige Kunden vertrösten müsse.

Die Aktion unter dem Motto „Innenstadt Hettstedt – eine runde Sache“ war am 10. Oktober zeitgleich mit einem Handwerkermarkt im Rahmen des „Tages der Regionen“ gestartet worden. Den Handwerkermarkt hatten die Innenstadtgemeinschaft, die Stadt Hettstedt und der Verein „Alte Hettstedter Druckerei Heise“ organisiert. Er war ein voller Erfolg geworden – etwas, das sich die Mitinitiatorin vieler Innenstadtaktionen, Monique Schmid von der aps Verwaltung, auch für die Aktion „Runde Sache“ wünscht.

Damit die „Runde Sache“ auch bald wieder rund läuft, wurde Nachschub an Stempelkarten geordert. Bis die in den mit einem grünen Aufkleber an der Schaufensterscheibe gekennzeichneten Geschäften liegen, müssen die Kunden doch ihre daheim liegende Karte mitbringen und, wie gehabt, diese bei jedem Einkauf ab fünf Euro abstempeln lassen. Ist die Karte mit zehn Stempeln voll, braucht nur noch das Adressfeld ausgefüllt und dieselbe in eine Box gesteckt zu werden. Der Sammelbehälter steht im Bürgerbüro der Stadt Hettstedt, Markt 1 (Eingang zum Rathaus).

Am 18. Dezember, 12 Uhr, endet die Aktion. Im Rahmen der Eröffnung des Weihnachtsmarktes und des Advents in den Kupferhöfen werden an dem Freitag öffentlich drei Gewinner attraktiver Preise gezogen. Dies sind ein Wellnesswochenende, ein Rundflug zum Brocken und ein Essen bei Kerzenlicht auf einem Schloss, jeweils für zwei Personen.

Wie zu erfahren war, kann das kleine Malheur mit den momentan ausgegangenen Stempelkarten mit den Einladungskarten für das Wellnesswochenende und das Essen im Kerzenschein sowie die Flugtickets nicht passieren: Die sind im Tresor sicher untergebracht und werden nicht vor dem 18. Dezember herausgeholt.
Jochen Miche
msh-online hat vorgesorgt: Wir haben noch eine Stempelkarte. (Foto: Privat)
Rückseite der Dankeschön-Stempelkarte der Hettstedter Innenstadtgemeinschaft. Aufgrund großer Nachfrage ging sie aus. Nachschub ist in Sicht.  (Foto: Privat)
Autor: jm

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