Di, 15:51 Uhr
10.11.2015
Gestaltung der Freifläche Obertor in Hettstedt geht voran
Parkplätze statt Kinoplätze
Philipp Hartlepp und Manfred Becker gestalten in wesentlichen Teilen das Freigelände am Obertor 4 in Hettstedt. (Foto: Jochen Miche)
Dieser Ort war einmal der Traum aller Hettstedter Kinder gewesen. Denn hier stand einst das Kino Unitas, in dem noch bis vor einem Vierteljahrhundert jeden Sonntagvormittag Filme für Kinder liefen. Und es war der Traum vieler Väter, die in Begleitung ihres Kindes den sonntäglichen Mittagsvorbereitungen daheim entfliehen konnten.Heute befindet sich hier eine riesige leere Fläche. Lkw schütten hier Ladungen voller Schlacke ab, während an anderer Stelle zwei Männer mit dem Setzen von Randsteinen in Beton beschäftigt sind.
Das Wetter ist ihnen wohl gesonnen: Lehrling Philipp Hartlepp und Landschaftsgestalter Manfred Becker von der Dammann Kulturtechnik GmbH, kommen gut voran bei der Neugestaltung der Freifläche in Hettstedt, Obertor 4. Ende November soll bereits die Übergabe erfolgen.
Die Ideen zur Umgestaltung der Fläche basieren auf einem Wettbewerb. Die Gestaltung hat in diesem Jahr begonnen und wird in zwei Bauabschnitten erfolgen. Hier entstehen Parkflächen und werden Bäume und Sträucher angepflanzt. Zudem ist eine Gestaltung geplant, die nicht nur einheimische Materialien wie Schlackensteine verwendet, sondern auch traditionelle Motive der Region aufgreift.
An dieser Stelle stand bis Ende 2011 das frühere Kino Unitas, das zu DDR-Zeiten vorzugsweise Kinderprogramme gezeigt hatte. 1989 hatte es die letzte Vorstellung gegeben, seitdem stand das Objekt leer und wurde baufällig. Die Stadt hatte die Ruine 2011 vom Eigentümer erworben und abreißen lassen. Gefördert wird die aktuelle Baumaßnahme im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost - Aufwertung sowie mit Mitteln der Europäischen Union. Ziel der Maßnahme ist eine Aufwertung des Stadtteils oberhalb der Wilhelmstraße am Rande des Stadtzentrums. Soweit es die Arbeiten der Dammann Kulturtechnik GmbH in Mansfeld betrifft, scheint dieser Anspruch erfüllt zu werden.
Jochen Miche