Fr, 23:12 Uhr
30.10.2015
Helbraer Feuerwehr feiert zum 12. Mal Halloween - Rund 500 Menschen kamen
Schreie des Grauens bei Begegnung mit Freddy Krüger
Das Feuer war am Abklingen, die Partygäste zogen sich langsam dorthin zurück, wo die Musik spielte. (Foto: Jochen Miche)
Das Grauen kommt, kündigte ein Schild im Spukhaus der Familie Monster an doch das war nichts als die pure Beruhigungspille für alle Ängstlichen, die die Treppe hochgeschlichen kamen und sich davon überzeugen wollten, ob es dort wirklich spukt. Nein, da kam nichts, denn da war das Grauen längst anwesend: in Form zweier Zombies und des legendären Freddy Krüger
Wem Freddy Krüger, diese Horrorfigur, im schummerigen Licht des Spukhauses begegnete, der brauchte starke Nerven, um den Rest der heutigen 12. Halloweenparty der Ortsfeuerwehr Helbra gesund und munter zu überstehen. Schreie gellten durch das Spukhaus, das man im Rest des Jahres als Übungshaus für Atemschutzgeräteträger kennt, in dem ansonsten Innenangriff und Menschenrettung trainiert wird, wie Martin Tröge, Webmaster der Feuerwehr, informierte. Aus diesem Haus kam heute mancher halbe Meter, auch Kind genannt, schreiend herausgerannt, um sich draußen in die Arme von Mutti oder Vati zu flüchten und sich nach Abklingen des Pulses erneut anzustellen am Ende der Reihe jener, die sich auch mal richtig gruseln wollten.
Die Helbraer Feuerwehrleute hatten die Feier wie stets liebevoll vorbereitet. Martin Tröge zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. Es waren zwischendurch bestimmt 500 Menschen hier die meisten davon Kinder, betonte er nicht ohne Stolz. Den Besuchern wurde manches geboten, darunter ein großes Lagerfeuer oder Höllenfeuer? und Musik der Wimmelburger Disco Explosion. Für Essen vom Grill und ausreichend Flüssiges zum Löschen (des Durstes) war ebenso gesorgt wie für Horror pur. Den garantierten junge Feuerwehrleute, die, anders als es in der Gespensterbahn eines Volksfestes üblich ist, kostenlos und viel gruseliger waren.
Etwas Neues hatte die heutige Halloweenparty ebenfalls zu bieten: Die Hüttenknirpse der gleichnamigen Helbraer Kindertagesstätte, die alljährlich gegen 17.30 Uhr einen Umzug zur Halloweenparty der Feuerwehr veranstalten, wurden erstmals von einer Kapelle angeführt und das war alles andere als grauenhaft, wie die begeisterten Leute am Straßenrand fanden.
Überhaupt fiel auf: Das Grauen hielt sich in Helbra in Grenzen. Dafür war der Spaß auch in diesem Jahr wieder riesig. Die Feuerwehrleute machten es möglich. Und natürlich die Zombies und Freddy Krüger!
Jochen Miche

