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Mi, 11:24 Uhr
08.08.2018
Forum

Anruf eines Microsoftmitarbeiters mit Folgen

Mit zunehmender Digitalisierung wagen auch viele ältere Menschen den Schritt ins Computerzeitalter. Skrupellose Ganoven versuchen sich die Unsicherheit und Gutgläubigkeit dieser Menschen zunutze zu machen. Eine besonders fiese Masche ist der Microsoft Anruf. Das berichtet ein Leser der nnz...


Plötzlich klingelt das Telefon und ein freundlicher Mensch am anderen Ende der Leitung, der sich als Microsoft-Mitarbeiter zu erkennen gibt, will einen Fehler am eigenen PC gefunden haben. Um seine Seriosität zu untermauern, liest er dem Kunden eine Prüfziffer (CLSID) vor, welche Dieser nach Eingabe eines Kommandos (assoc) selber auf dem Schirm sieht.

Das ist keine Hexerei. Diese Prüfziffer ist überall gleich. Freundlich aber bestimmt bietet der Mitarbeiter seine Hilfe bei der Problembehebung an. Spätestens jetzt sollte man den Hörer wieder auflegen. Der Mann am anderen Ende will nur an ihr Geld.

MICROSOFT RUFT KEINE KUNDEN AN!!!!!

Geht man auf den fremden Anrufer ein, läuft das Geschehen folgendermaßen ab: Zuerst wird man gebeten ein Programm, wie den Teamviewer zu installieren. Damit verschafft sich der vermeintliche Retter in der Not Zugriff auf den PC. Was er hier tut, ist für den Laien schwer nachvollziehbar. Irgendwann versucht er dem Opfer Kreditkarten- bzw. Bankdaten zu entlocken. Kommt das Opfer den Aufforderungen nicht nach, ändert der Täter Passwörter, löscht Wiederherstellungspunkte und/oder verschlüsselt sogar die Festplatte. Damit ist der PC unbrauchbar.

Natürlich gibt es Fälle, wo ein virenverseuchter PC das Netz vollspammt oder seine Kollegen attackiert. Hier greift die sogenannte Abuse-Abteilung des Internetanbieters ein. Auch die rufen keine Endkunden an, sondern melden sich schriftlich per Mail oder eben per Post.
Andreas Dittmar
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

08.08.2018, 12.15 Uhr
Spätzlevernichter | Nix neues...
... Das geht seit Wochen, oder gar Monaten durch die Presse.

Aber danke für den Hinweis, Herr Dittmar.
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