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Mi, 16:56 Uhr
16.05.2018
Knauf Rottleberode

Neues Faserplattenwerk startet mit voller Auslastung

Gute Unternehmensnachrichten gibt es von Knauf in Rottleberode zu vermelden. So wird das neue Faserplattenwerk ab dem 1. Juli in einer dreischichtigen Auslastung sieben Tage in der Woche produzieren...

Neues Faserplattenwerk startet mit voller Auslastung (Foto:  ) Werk in Rottleberode

“Wir konnten so unsere Mitarbeiterzahl auf 250 Frauen und Männer aufstocken und haben mit der neuen Produktionsstätte nicht nur 70 neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch 35 Millionen Euro in den Standort Rottleberode investiert”, berichtet Werkleiter André Materlik und bestätigt, dass die Nachfrage nach den neuen Produkten über die Erwartungen an den Markt hinausgehe, sprich, die Auftragsbücher sind bei Knauf in Rottleberode gut gefüllt.

Ebenfalls optimal ausgelastet sind die Bandstraße und die Anlagen zur Gipskartonproduktion, in diesem Jahr werden zum ersten Mal mehr als eine Million Tonnen Gips und Anhydrit im benachbarten Steinbruch abgebaut werden.

Doch an Stillstand oder an Pausen in punkto Weiterentwicklung des Standortes wird in Rottleberode nicht gedacht, vielmehr stehen Umbauarbeiten im Verwaltungstrakt sowie die Sanierung der Werkstraße auf dem Programm. Werksintern sollen die Abläufe der Gabelstapler optimiert werden, dazu bedient man sich in Rottleberode der Erfahrung von externen Beratern. Prinzipiell gilt in der Werkleitung, dass beim Wegfall von Arbeitsplätzen durch die zunehmende Automatisierung keine Arbeitskraft verloren gehen muss. “Wir setzen auf Umschulung und Qualifizierung und können so Arbeitsplätze in anderen Abteilungen unseres Werkes besetzen”, erläutert Materlik.

Dennoch wird die Suche nach jungen Menschen, die eine Ausbildung bei Knauf beginnen können, immer komplizierter. So gibt es derzeit noch freie Ausbildungsplätze im Bereich der Verfahrensmechanik. Für die dreieinhalbjährige anspruchsvolle Ausbildung werden junge Menschen mit einem guten Regelschulabschluss gesucht. Die theoretische Ausbildung (Berufsschule) findet in Sachsen statt.

Sowohl der Transfer dorthin und zurück als auch die Kosten des Aufenthaltes werden vom Unternehmen vollständig übernommen. Nach bestandener Prüfung besteht im Werk selbst die Möglichkeit einer weiteren Qualifizierung.

Beim Blick auf das Jahr 2019 steht der Abbau von nicht mehr benötigten Altanlagen im Mittelpunkt. Damit soll in Rottleberode Platz für den Aufbau einer neue, und moderne Recyclinganlage geschaffen werden. “Wir gehen bei einer Inbetriebnahme dieser neuen Anlage Anfang 2019 davon aus, dass künftig 80% Prozent unserer produktionsbedingten Reststoffe als Recycling dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden.

Zum Schluss gibt es auch gute Nachrichten viel für ehemalige Leiharbeiter. Die wurden bislang an Service-Arbeitsplätzen wie der Reinigung eingesetzt. Die Frauen und Männer wurden aus dem Leiharbeiterstatus herausgenommen und haben unbefristete Arbeitsverträge in einer neu gegründeten Firma am Rottleberöder Standort erhalten. Sie werden nach den geltenden Tarifen entlohnt, können modernste Arbeitsmittel nutzen und sind sozial wesentlich besser abgesichert als in ihrem bisherigen Status als Leiharbeiter.
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Kommentare

16.05.2018, 22.36 Uhr
Checker | Neues Faserplattenwerk…
Schön für die Gemeinde Südharz, den Landkreis Sangerhausen u dem Land Sachsen-Anhalt.
Dafür wuchert in unserem neuen Gewerbegebiet ‚,Goldene Aue‘‘ das Unkraut wie nie zuvor. Das hat ja schließlich auch nicht jeder Landkreis vorzuweisen…
17.05.2018, 09.52 Uhr
LieberNicht | Checker , richtig
man kann nur der Kommune gratulieren, gut gemacht.

Im Nordhäuser Verkehrsübungspark soll es wohl auch wieder etwas Konkretes geben -wird gemunkelt. Dem steuer-zahlenden Bürger wäre es zu wünschen bei 30 Millionen € .
AfD Vorschlag:
Der in Erfurt eingestellte Staatssekretär für die Gebietsreform ist ja weiter unter Vertrag - ohne Arbeitsgebiet allerdings.
Er könnte sich nun der Vermarktung widmen und wird auf Provision bezahlt.
Dem Mann ist geholfen weil arbeitslos dem Steuerzahler ist geholfen weil einer etwas tut und erst wenn er Erfolg hat wird sein Geld gezahlt.

Jörg Prophet
17.05.2018, 11.27 Uhr
Wolfi65 | Ohne böswillig zu wirken
Wie schon ein Vorkommentator erkannt hat, liegt Rotleberode in Sachsen-Anhalt im Landkreis Sangerhausen.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass dort viele Arbeitnehmer aus dem Landkreis Nordhausen untergekommen sind.
Sollte das Gegenteil zustande gekommen sein, würde eine kleine Anmerkung völlig ausreichend erscheinen, denn man ist ja für weiterbildende Maßnahmen immer offen.
18.05.2018, 16.28 Uhr
Zukunft | Für den alten Wolf
Ja, Wölfi, das Werk liegt auf sachsen-anhalter Gebiet, doch (auch hier in der nnz mehrfach nachzulesen), arbeiten gut die Hälfte der Thüringer im Werk in Rottleberode. Und, so wissen es gut informierte Kreise, selbst der Werkleiter wohnt in Nordhausen.
18.05.2018, 17.03 Uhr
RWE | Lieber Wolf,
der Nachbarort von Rottleberode ist Stempeda. Das ist nicht nur Thüringen, sondern irgendwie sogar Nordhausen(-:
Außerdem braucht man kein Visum um in einen anderen Landkreis zu arbeiten. Das nennt man pendeln. Ich kenne einige Nordhäuser, die ihre Brötchen in Berga oder Sondershausen vedienen. Umgekehrt das gleiche Spiel.
Also eine gute Nachricht bezüglich der Arbeitsplätze, eine schlechte für die Natur.
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