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Sa, 14:27 Uhr
31.03.2018
Angemerkt

Wer ist der Gute, wer ist der Böse?

Wer heute meint, die Gesellschaft, also unser aller Zusammenleben in diesem Deutschland (darf ich das noch schreiben?), ist das gleiche Miteinander wie im Jahr 2015, der ist entweder dement oder reif für die “Mühle”. Anders kann man eine Beurteilung der bisherigen Entwicklung nicht abgeben. Es ist, als lebe man in zwei Welten…

Gute oder böse? (Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com)
Bleiben wir zunächst in unserem (Deutsch)land, was meine Heimat ist. Hier wurde ich geboren, hier wuchs ich auf. Ebenso meine Vorfahren und die meiner Familie. In preudo-liberalen, links-grünen, immer alles besser wissenden Kreisen, mache ich damit verdächtig. Heimat zu haben, Deutschland recht nett zu finden, ist vielleicht schon mehr als die Vorstufe des Nationalismus.

Die, wenn man sich öffentlich nicht von Heimat distanziert, schon mal mit dem Zusatz Nationalsozialist oder dem gern gebrauchten Nazi ergänzt werden kann. Dann klettert man auf der Rangliste des zu Hassenden und zu Bekämpfenden um einige Stufen nach oben. Und wie das Zentralorgan der Linken taz schrieb, bringe mit Nazis reden nichts. “Gibt man Rechtsextremen Raum, füllen sie ihn. Also macht Kommunikation wenig Sinn. Man muss ihnen das Leben schwer machen, wo es nur geht.”

Wer aktuell welchen ideologischen Standort einnimmt, wer National, Heimatverbunden, Rechts und Rechtsextrem ist, das wird nicht gesetzlich oder juristisch geregelt, das bestimmt die liberale Gutmenschenfraktion unserer Gesellschaft. Vor allem, wenn es um den Raum der Straße geht, also bei Demos. Da begann vor Wochen eine Frau in Hamburg mit einem Schild zu demonstrieren, auf dem “Merkel muss weg” stand. Meinungsfreiheit ist das und eigentlich sollte man vermuten, dass diese Frau sich der Sympathie von Links sicher sein kann. Doch in Zeiten wie dieser ist selbst eine CDU-Bundeskanzlerin die Sympathieträgerin der Linken. Denn sie gestattete mehr als einer Million Menschen den illegalen Zuzug nach Deutschland. Also mussten nun Mittel und Wege gefunden werden, um den Menschen, die sich zunehmend mit der Hamburger Frau solidarisierten, die Schranken aufzuzeigen. Gegendemos, Sitzblockaden - das reichte nicht. Also wurde zum direkten Angriff übergegangen. Die Wohnung der Dame, die man sofort dem rechtsextremen Spektrum zuordnete, wurde angegriffen, ihre Familie eingeschüchtert. Alles im Namen einer richtigen Politik.

In den 90er Jahren gab es in diesem Deutschland zahlreiche Demos, vor allem im neu dazugekommenen Teil meiner Heimat, bei denen “Kohl muss weg” skandiert wurde. Die Absender der Rufe waren vermutlich keine konservativen Zeitgenossen. Aber das war Meinungsfreiheit. Das ist Hamburg ist rechte Hetze.

"Rechte Hetzer und Nazis" machen seit Wochen nun auch in Cottbus und Kandel mobil. Dass die Proteste von vielleicht ganz normalen Menschen ausgingen, die einfach Angst haben vor dem, was sich in Deutschland entwickelt und mit dem Namen “Flüchtlingskrise” versehen ist, das ist für die Gutmenschenfraktion und weite Teile der etablierten Politik inakzeptabel. Also werden bei gut 2.000 oder 3.000 demonstrierenden Frauen und Männern in Kandel oder Cottbus einige tatsächlich Rechtsradikale, Neonazis und wenn es sein muss auch Rocker oder Hooligans ausgemacht und die gesamte Demo dafür in Geiselhaft genommen. Wenn in Nordhausen gegen den Aufmarsch von 300 Verirrten eines dritten Weges zu Recht demonstriert wird, dann nehmen die Organisatoren es hin, wenn aus ihrem Demonstrationszug “Nie, nie wieder Deutschland” oder “Deutschland verrecke” gerufen wird. Ganz vor in der Weberstraße standen eine ehemalige Oberbürgermeisterin oder linke Landtags- und eine Bundestagsabgeordnete. Eine Distanzierung von diesen Parolen habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Ich konstatiere also eine - um es vorsichtig auszudrücken - eine gewisse Nähe zum Hass auf meine Heimat, auf mein Deutschland?

Das scheinbar Schizophrene und bald nicht mehr zu Verstehende in der Politik begrenzt sich jedoch nicht nur auf Deutschland, sondern ist auch international zu verorten. Zum Beispiel in Syrien. Dass es in diesem Land eine Regierung gibt (ob die mir gefällt oder nicht) sei dahingestellt, spielt überhaupt keine Rolle. Assad ist der Schlächter, der pausenlos Fassbomben werfen und Giftgas verstreuen lässt. Auf Aleppo zum Beispiel. Wann wurde eigentlich das letzte Mal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk über die Situation in dieser Stadt nach der Vertreibung der Rebellen berichtet? Vielleicht passt die aktuelle Situation, der beginnende Wiederaufbau, die Normalisierung nicht in das Bild, das man dem Publikum gern subtil vermitteln will. Wann gab es in der Tagesschau oder im heute-journal das letzte Mal Bilder aus Afrin?

Assad kämpft gegen das eigene Volk, wird vermittelt. Nein, er kämpft - mit Unterstützung der Russen - gegen den IS und manch andere islamistische Gruppen, die eher ein Steinzeit-Syrien als einen modernen Staat bevorzugen. Was nach dem Sieg der Rebellengruppen mit Libyen geschehen ist, wird schnell vergessen. In ARD und ZDF, aber auch in den sogenannten Leitmedien werden diese Gruppierungen in Syrien gern als Rebellen bezeichnet. Klingt doch irgendwie sympathisch, denn es sind die Guten. Aber in Syrien kämpfen auch die USA, zusammen mit anderen Gruppierungen gegen Islamisten. Nur das sind keine “freundlichen Rebellen”, das sind in der offiziellen Berichterstattung der sogenannte IS oder ihm nahestehende Islamisten. Also die Bösen. Hier die Guten, dort die Bösen, so einfach wird das alles aufgeteilt, wird versucht uns das zu vermitteln. Dass die Türkei einfach mal so in einen anderen, völkerrechtlich seit Jahrzehnten anerkannten Staat, nämlich Syrien, einmarschiert, weil ihr die Kurden nicht passen, das wird in Europa, und damit in meinem Heimatland einfach mal mit einem Schulterzucken und dem Griff in die Verbal-Kiste der diplomatischen Verlautbarungen hingenommen.

Bleibt zum Schluss noch der Blick auf die aktuelle Rußland-Affäre, aber auch der Blick auf Menschen, die sich im politischen und journalistischen Revier bewegen. Da ist es schon irgendwie mysteriös, dass sich Politiker wie Ex-Außenminister Gabriel, Ex-EU-Kommissar Verheugen, aber auch Ex-Journalisten wie Fritz Pleitgen kritisch zu den Reaktionen des Westens nach dem Giftgasanschlag in England äußern. Stutzig machte mich das erst beim zweiten Lesen, denn die Betonung liegt vermutlich auf “Ex”. Alle drei Herren sind nicht mehr im Geschäft, sind vermutlich weniger abhängig. Können Sie jetzt sagen, was sie wissen und denken?

Ich mag den Blog “Die Achse des Guten”. Dort schreiben viele Menschen zu den Verhältnissen, zu Entwicklungen in diesem Land und darüber hinaus. Ich habe mir die Vita mehrerer Autoren genauer angesehen. Da sind keine Dilettanten am Werk, sondern Journalisten, die beim “stern”, beim “spiegel”, als Auslandskorrespondenten für die ARD oder bei anderen einst national und international bedeutenden Medien gearbeitet haben. Angemerkt. Auch hier liegt die Betonung auf “gearbeitet haben”. Sie sind - viele altersbedingt - frei und tatsächlich unabhängig. Sie erlauben sich Fragen zu stellen, Meinungen zu artikulieren, Entwicklungen zu analysieren und zu beurteilen, die in den Leitmedien dieses Landes nicht gänzlich aber teilweise obsolet sind. Auch finde ich nicht alles so supertoll, was ich dort lese und das ist doch gut so - so muss es sein. Nur finden das andere in Politik und Medien eben nicht so toll. Sie fühlen sich angegriffen und angefeindet und greifen denn auch schon mal zu Mitteln, die ich persönlich nur aus der Zeit kenne, in der ich in einem anderen System, in - wie mir immer wieder gesagt wird - einer Diktatur leben und arbeiten musste.

In diesem Sinne kein gesegnetes, aber ein friedliches Osterfest. Apropos: Haben Sie statt “Osterhase” schon mal “Traditionshase” gesagt?
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

31.03.2018, 15.00 Uhr
Ad fontes | Selten
... so gelacht - mit Kampfbegriffen arbeiten, aber Andersdenkenden eine Kampfhaltung vorwerfen...
Ein nur scheinbar Neues beinhaltender Artikel, in Wahrheit aber eine das immer gleiche Thema auf die ewig gleiche Weise reproduzierende Glosse, gerade gut genug um ein paar Echauffierte zu Klicks zu verführen. Na, dann mal viel Spaß!
Im Übrigen: Autor? Ende des Artikels? ;)
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Da fehlte ein Steuerzeichen - die Red.
31.03.2018, 15.52 Uhr
Susanne Blau | Heimat ja, aber nicht für die Nationalisten!
Niemand - auch nicht von ganz linker Seite - wird den Begriff Heimat kritisieren (auch die Linken haben ihre politische Heimat...). Heimat ist für jeden Menschen etwas anderes und ist ein Chiffre für Gemeinschaft und auch Dazugehören. Problematisch wird der Begriff Heimat immer dann, wenn er zur Ausgrenzung nahezu beliebiger Anderer in Stellung gebracht wird. Aktuell: um zwischen Zugehörigen der deutschen Nation und den Nichtdazugehörigen zu selektieren. So ist die deutsche Staatsangehörigkeit bspw. für die AfD nicht ausschlaggebend, sondern ein tunlichst nicht näher definierter Blut- und Abstammungsbegriff - alle Anderen gehören weg, wie auch immer das zu bewerkstelligen sei. Heimat wird also gegenwärtig vom Nationalismus korrumpiert; das macht den Begriff vielleicht bei manchen Zeitgenossen verdächtig.

Zunächst einmal ist Nationalismus für jede Herrschaft eine feine Sache, vermittelt er den Menschen doch den Eindruck, dass ihnen etwas gehört, was ihnen natürlich gar nicht gehört. Er stiftet den (vermeintlich) zu kurz gekommenen Identität und schafft mittels Ausgrenzung ein Ventil, so dass die entscheidende Frage nach der Geschäftsgrundlage, d.h. wie Einkommen und Reichtum verteilt werden, gar nicht erst gestellt wird. Oder um es mal mit dem deutschen Philisophen Max Horkheimer zu sagen: "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen." An den Flüchtlingen liegt es auf jeden Fall nicht, dass der Hartz4-Satz dort ist, wo er sich befindet, sondern eher an dem Fehlen einer Vermögenssteuer. An den Flüchtlingen liegt es auch nicht, dass viele Menschen für den heutigen Arbeitsmarkt nicht qualifiziert genug sind, sondern eher an fehlender sozialer Durchlässigkeit unseres Bildungswesens (das war in beiden Teilen Deutschlands vor 30 Jahren schon einmal besser).

Und ja, wer das politische Klima sät, in dem Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte alltäglich werden, so dass die Menschen in diesen Unterkünften oder auf der Straße jeden Tag Lebensangst haben müssen, ist ein rechter Hetzer und meinetwegen auch Nazi. Wenn wir das nicht mehr klar benennen können und uns der Unterschied zwischen einer Meinungsäußerung und Hetze nicht mehr klar ist, dann sind wir wohl dazu verurteilt, eine wichtige Lehre aus der deutschen Geschichte erneut zu machen. Schön ist, dass es noch soviele Menschen gibt, die sich den Hetzern, in welchem Gewand auch immer, entgegenstellen.
31.03.2018, 15.54 Uhr
Holger18 | Man meint fast,
dass der Autor dieses Artikels zuviele Kommentare in der nnz-online gelesen hat ...
31.03.2018, 16.01 Uhr
murmeltier | Klasse
Klasse Analyse. Diese Widersprüche die hier beschrieben werden erkennen zunehmend
immer mehr Menschen.
31.03.2018, 16.41 Uhr
RWE | @Susanne Blau
Vorneweg, ich bin kein Anhänger der AfD, weil sich dort tatsächlich auch echte Nazis tummeln. Wo sind denn die ganzen NPD-Wähler hingewandert?
Der Begriff Deutschland weckt in mir zum Teil Heimatgefühle- Meine Heimat ist Nordhausen, Thüringen und eben Deutschland. Schreien tue ich das Wort nur bei einen Länderspiel, was so manchen aber auch schon Gänsehaut verursacht.
Wenn ich offen ausspreche, daß ein bestimmter Anteil der "Flüchtlinge" in Deutschland sich illegal aufhält und es somit eher Emigranten sind, säe ich dann e"in Klima in dem in dem Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte alltäglich werden"? Bin ich dann ein Nazi? Bitte um Antwort.
31.03.2018, 17.32 Uhr
Susanne Blau | Antwort an RWE
Es macht niemanden zum Nazis, wenn er rechtsstaatliches Vorgehen der Behörden anmahnt. Und natürlich gibt es unter Einheimischen und Flüchtlingen gleichermaßen Deppen, Pöpler und Verbrecher, deren Verhalten nicht hinzunehmen ist. Tun sie das aber bitte mit einer Wortwahl, die Sie sich wünschen, wenn man von DEN Arbeitslosen, DEN Hartz4-Empfängern, DEN Deutschen auf Malle, DEN Juden oder gar DEN Anhängern von Rot-Weiss-Erfurt spricht.

Das gegenseitige Anerkennen, dass man zunächst ein Mensch ist, damit fängt es an.
31.03.2018, 17.38 Uhr
I.H. | Die Guten bin immer Ich.
Mir geht's genauso wie dem Autor. Die Guten bin immer Ich und die Bösen sind immer die Anderen. Früher waren die Konservativen die Guten, heute sind es die Linken. Sie fragen warum? Ganz einfach, Leute wie ich, die rechts von Schröder standen waren früher Konservative. Leute, die heute links vom Höcke stehen sind grün-Linke Gutmenschen. Aber nur wenn man Glück hat, meistens gibt es noch ein paar unanständige Adjektive gratis dazu. Damit komme ich aber gut klar.
31.03.2018, 17.55 Uhr
Blueman | Selbstdisqualifikation II
Zur Meinungsfreiheit gehört auf jedenfalls auch gegen eine unter der Meinungsfreiheit geäußerten Meinung seine anderslautende Meinung kundzutun. Nur mal angemerkt. Es würde einem Journalisten auch gut zu Gesicht stehen, den Sinn bzw. die Bedeutung des Rufs bzw. Slogans "nie wieder Deutschland" zu recherchieren.
31.03.2018, 18.07 Uhr
Gretchen80 | @Susanne Blau
Der Hartz IV Satz ist nicht zu niedrig. Hartz IV ist nicht dazu gedacht, dort ewig zu verharren. Arbeit sollte das Ziel sein.

Wenn jetzt schon nicht die Hart IV Empfänger in Arbeit gebracht werden können , wie sollen dann 700.000 oder 800.000 Menschen in Arbeit gebracht werden und jedes Jahr weitere mindestens 200.000 Menschen und das in Zeiten der Digitalisierung? Wie das gelingen soll, können sie mal erklären.

Wenn jemand arbeitet und gerade über dem Hartz IV Satz liegt, hilft diesen Personen auch keine Vermögenssteuer. Die Löhne sind in Deutschland im europaweiten Durchschnitt einfach zu niedrig. Es müssen Anreize zur Arbeit geschaffen werden und nicht für Hartz IV.

Die Flüchtlinge sind nicht für die sozialen Verwerfungen in dieser Gesellschaft verantwortlich, aber durch die vielen Menschen, die zu uns gekommen sind und noch zu uns kommen werden, werden die Probleme z. B. am sozialen Wohnungsmarkt oder der Rentenpolitik noch verschärft. Schulen und Kitas müssen gebaut werden. Das bezahlt alles der Steuerzahler. Wo werden denn die Milliarden hergenommen?
31.03.2018, 20.18 Uhr
Andreas Dittmar | Gut und Böse gibt es nicht
Vielleicht ist es die unterschiedliche Wahrnehmung und die Sicht auf die Dinge.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und gegoogelt nach der Bedeutung von "Nie wieder Deutschland" bestimmt auch gleichzusetzen mit dem Spruch "Deutschland verrecke" @Blueman, Mein Fazit : Eigentlich bringt mir das Suchergebnis keine neue Erkenntnis. Dieser Spruch kann nur von Faschisten skandiert werden, die gern die Ideen eines bekannten Wahnsinnigen vollenden bzw. in die Tat umsetzen wollen, die im sogenannten Nerobefehl niedergeschrieben sind. Wahrscheinlich gehört auch das zerbröseln des Brandenburger Tors dazu.
Was mir weiterhin in diesem Lande nach 2015 mehr und mehr auffällt ist wirklich eine Spaltung der Gesellschaft und das sogenannte Abheben der Regierung von der Realität und die Neudefinierung ihrer eigenen Aufgaben. Erstmal fängt man natürlich an Fragen zu stellen :
Warum wird eine GroKo abgewählt und trotzdem sehen es die Akteure als ihre vom Volk gegebene Aufgabe an, eine neue GroKo zu bilden ?
Warum schickt man eine Bundeswehr, die nur bedingt einsatzfähig ist mit marodem Material in Kriegsgebiete ?
Warum beliefert man Erdogan UND die Kurden mit Kriegsmaterial ?
Warum verbiegt man Gesetze und definiert Leute als Kriegsflüchtlinge, die ein Meer und 7 Länder durchqueren und eigentlich aus sicheren Flüchlingslagern kommen ?
Warum wird die Autoindustrie mit staatlichen Abwrackprämien gepampert ?
Wir haben ein einzigartiges Pflegesystem, was sich nur fast niemand leisten kann...
Unsere Schulen zerfallen, Lehrer sind nicht genug da....
uvm.... und dazu der geniale Satz "Wir schaffen....."
Wenn man auf solche Fragen keine Antworten bekommt, dann orientiert man sich zwangsläufig politisch neu und dann wird es lustig wenn nähmlich die AfD im Bundestag die Altparteien mit den selben Fragen öffentlich bloßstellt. Vielleicht hätte man sich auch nach Links neu orientieren können aber 18 Jahre DDR-Erfahrung reichen mir völlig aus und wie Eingangs erwähnt, möchte man mit Faschisten ungern etwas zu tun haben.
Es entspricht auch nicht den Tatsachen, das jeder Brand in einer Asyslunterkunft von Rechten gelegt wurde. Manche Feuer sind auch das Ergebnis des Frustes ihrer Bewohner über nicht standesgemäße Unterbringung. Ich verurteile Beides, da Gewalt keine Lösung ist.
31.03.2018, 21.44 Uhr
B.Denklich | Grundsätzlich
wünsche ich mir von sauberem Journalismus eine unabhängige und von persönlicher Meinung freie Berichterstattung. Man sollte seinen Lesern schon zumuten, den eigenen Kopf benutzen zu können, um sich anschließend selbst eine eigene Meinung zu bilden. Andere Medien im Ort haben das inzwischen begriffen. Hier vermisse ich das leider in letzter Zeit. Woran das liegt, erschließt sich mir nicht. Bestimmte Leute würden sich im Grab rumdrehen, wenn sie die derzeitige Entwicklung miterleben müssten und ihre Zuarbeit zur nnz glatt verweigern... Der Begriff Heimat definiert sich für mich ganz einfach: Heimat ist für mich da, wo meine Familie ist. Das ist weder links- noch rechtsorientiert. Ich meine auch, wir sollten wieder lernen, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind, egal, welche Gesinnung sie haben. Jeder wird seine Gründe für seine Richtung haben. Zudem steht es jedem frei, politisch mitzuwirken, um an dem für ihn unerträglichen Zustand etwas zu verändern. Und das geht ganz ohne populistische Parolen. Bin mal gespannt, ob dieser Kommentar erscheinen darf, oder ob, darf ich das schreiben, "zensiert" wird...
31.03.2018, 22.09 Uhr
Gretchen80 | Natürlich
sollte Journalismus versuchen objektiv zu sein. Aber, es gibt eben auch die Möglichkeit neben dem Bericht, dass Journalisten eine eigene Meinung haben, Kommentar nennt man das. Und das hier ist eben eine einzelne Meinung, über die man diskutieren kann. Nicht mehr!!!!! Was wäre das für eine Welt, in der es nur eine Meinung gibt?
01.04.2018, 07.51 Uhr
tannhäuser | @B.Denklich
Würde hier zensiert, gäbe es einige Beiträge, die nichts Substantielles enthalten, sondern persönliche Angriffe gegen andere Kommentatoren ohne den Versuch einer sachlichen Auseinandersetzung darstellen, nicht.

"Verstöße gegen AGB" oder "Gehört nicht zum Thema" sind keine Zensur.

Was immer man Herrn Greiner und seinen Leuten vorwerfen möchte, Zensur gehört nicht dazu. Und kein Kommentator sollte sich anmassen, vorzuschreiben, was sie veröffentlichen dürfen.

@Andreas Dittmar Sehr gut formuliert! Gut und Böse gibt's bei Karl May, im realen Leben nützen diese Termini nichts. Höchstens zur Abgrenzung und tendenzieller Verunsachlichung der Debattenkultur.
01.04.2018, 09.16 Uhr
henry12 | Ad Fontes hat sich echauffiert und geklickt.
Warum zeigen Sie wieder mit zitterndem Zeigefinger auf andere ? Oder liegt es daran, den Beitrag nicht zu verstehen ? Herr Greiner hat allgemein verständlich die derzeit
"real existierende " politische Situation reflektiert. Unabhängig
davon,- außer wenn man einem politischen Lager angehört oder einer Weltanschauung -, müssten das die Erkenntnisse jeden einzelnen sein.
Und Susi Blau, Sie definieren gleich mal den Heimatbegriff für
andere mit. Zu meiner Heimat gehören die Migranten genau so wenig wie der Islam zu Deutschland. Das sollte jeder Bürger Deutschlands gefälligst selber entscheiden dürfen und nicht Merkel, Schäuble und Roth oder Susanne Blau.
01.04.2018, 09.24 Uhr
Nörgler | @B.Denklich
Sie liefern keine Argumente, sie diffamieren nur. Genau das ist das Prinzip, wie im Artikel beschrieben. Aber damit kommen sie nicht mehr durch.

Ihr Kommentar liest sich wie eine Einschüchterung .Soweit ist es gekommen. Das hätte ich mir 1989 nicht vorstellen können, dass Menschen, die ihre Sichtweise darlegen, eingeschüchtert werden sollen. Liefern sie doch Argumente zu den Themen und nicht nur bla, bla, bla....dann kann sich der Leser seine Meinung bilden.
01.04.2018, 10.02 Uhr
Walküre | An eigene Nase fassen,@Nörgler
Diffamiert wird hier den ganzen lieben langen Tag lang @Nörgler. Gegen Kommunalpolitiker, gegnen Landes- und Bundespolitiker, gegen Leute, die sich engagieren... Und Sie immer ganz vorne mit dabei. Aber die Leute fangen an zu merken, wo die Reise hingehen soll und wem sie nützt. Was möchte man mit diesem Artikel denn bezwecken abgesehen davon die alte Leier am laufen zu halten? Doch nur die weitere Spaltung der Gesellschaft! Vermutlich gehört das aber wie so oft in der Vergangenheit wieder nicht zum Thema.
01.04.2018, 11.25 Uhr
El loco | Nix mit alter Leier!
Es ist essentiell, dass der Finger immer wieder in die Wunde gelegt wird. In den gelenkten Medien sucht man die Wahrheit leider vergebens. Danke für diesen Beitrag!
01.04.2018, 11.46 Uhr
I.H. | Das ist nur die Wahrheit des Herrn Greiner
Den Hinweis auf die gelenkten Medien können Sie sich sparen El Loco, das ist naiv. Alle Medien werden gelenkt. Dieses hier vom Herrn Greiner.
01.04.2018, 11.58 Uhr
Zukunft | Ja, I.H.
das ist die Meinung von Greiner, nicht die Wahrheit. Und ja, also Chef der nnz ist er für diese verantwortlich. Zur redaktionellen Verantwortung gehört eben auch die andere Seite der Einwanderung, diese zum Beispiel: http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=232998

Wer weitere Beispiele sucht, der wird sie finden.
01.04.2018, 15.21 Uhr
RWE | Danke für die Antwort
@Susanne Blau
"Tun sie das aber bitte mit einer Wortwahl, die Sie sich wünschen, wenn man von DEN Arbeitslosen, DEN Hartz4-Empfängern, DEN Deutschen auf Malle, DEN Juden oder gar DEN Anhängern von Rot-Weiss-Erfurt spricht.
Das gegenseitige Anerkennen, dass man zunächst ein Mensch ist, damit fängt es an."
Etwas anderes werden sie von mir nie hören. Es gibt keine einfachen Antworten.
Es gibt auch nicht DIE Flüchtlinge. Es ist eine komplizierte Gemengenlage. Wirtschaftsflüchtlinge, Arbeitsemigranten, Glücksritter und wirklich politisch Verfolgte.
Und wer diese Unterscheidung macht, darf nicht als Nazi beschimpft werden. auch wenn dieses Thema natürlich Wasser auf die Mühlen wirklicher Nazis ist.
03.04.2018, 18.57 Uhr
Paulinchen | Wann rollt die Kanzlerin den roten Teppich für die ausgewiesenen Diplomaten Russlands aus?
Das britische Militärlabor findet keine Hinweise auf russische Spuren im Gift, mit dem der Doppelspion Skripal und seine Tochter vergiften werden sollten. Die „Schweizer Morgenpost“ berichtet vielmehr heute darüber, dass der Spion vor einiger Zeit den Wunsch geäußert haben soll, nach Russland ausreisen zu wollen. Die Briten haben ihm zum Bleiben, einen nicht unerheblichen Geldbetrag angeboten, wenn er ihnen bekannte Spione in Europa namentlich benennen würde. Dies aber tat er offensichtlich nicht. Somit hätten die USA und Großbritannien durchaus ein Motiv dafür, dass man sich Gift aus dem Labor, welches nur 8,5 km vom Sitz der Premierministerin Th. May befindet, besorgt haben könnte. Wenn das sich am Ende herausstellt, werden dann britische und amerikanische Diplomaten aus Deutschland ausgewiesen? Bestätigt sich das Ergebnis tatsächlich, so möchte ich mal behaupten, mehr kann man sich nicht blamieren. Es bleibt ganz sicher spannend, wer was, weshalb gemacht hat.
03.04.2018, 21.48 Uhr
Taiko | Die Frage Cui bono? (lateinisch für ....Wem zum Vorteil ?)
sollte immer vor der Bewertung aller Ereignisse stehen.
Ob die Russen so doof sind, ihre eigenen Substanzen zur Ausschaltung eines "prominenten" (sprich aufgeflogenen) Doppelagenten zu verwenden ? Wohl eher nicht. Es sei denn, man hält sie immer noch für ungeschickte Barbaren aus der Zarenzeit.

Cui bono ? Warum ist eine Regierung, der Armutsrenten, Hartz 4 und Aufstockerlöhne für große Teile ihrer Bevölkerung völlig egal waren ,auf einmal ganz doll besorgt sind um Armutseinwanderer aus Vorderasien und Afghanistan ? Nur ein Narr kann annehmen, daß diese Menschen in der Politik plötzlich ihre humanitäre Ader entdeckt haben !

Allein diese beiden Fragen sollten uns in der aktuellen Berichterstattung zuerst bewegen !
Natürlich ist es leicht, den "Anderen" als "Putintroll" oder im anderen Fall als "pösen Rächten" zu verunglimpfen. Aber jeder sollte sich fragen, ob er nicht ein Stöckchen vor sich sieht, über das er ideologisch konform springen möchte.
04.04.2018, 11.32 Uhr
Leser X | Es ist seltsam still geworden...
... in den deutschen Staatsmedien, seit gestern Abend bekannt wurde, dass sich die Lüge des Westens gegen Russland nicht aufrecht erhalten lässt.

Maßgebliche deutsche Politiker müssen sich nun natürlich den Vorwurf gefallen lassen, durch ihre vorschnelle und ungeprüfte Parteinahme einmal mehr auf der Seite der Lügner gestanden zu haben.
04.04.2018, 11.54 Uhr
Blueman | Da Fragt man sich schon
Mir ist unerklärlich warum sich hier einige so zum Büttel Russlands machen? Ebenso wie beim Irakkrieg sollten hier wirkliche Beweise gefordert werden.
Aber Russland ist ebenso wenig in jedem Fall das unschuldige Opfer wie unsere selbsternannten "Behüter des Abendlands"!
04.04.2018, 12.52 Uhr
Mueller13 | @ Blueman - Büttel Russlands?
Zitat Blueman: "Mir ist unerklärlich warum sich hier einige so zum Büttel Russlands machen?"
-> Achso, Leute die Russland nicht vorverurteilen sind also Büttel Russlands?! Mann, Mann da ist der Wertehorizont aber ordentlich verschoben.

Zitat Blueman: "Ebenso wie beim Irakkrieg sollten hier wirkliche Beweise gefordert werden. "
-> Ebenso? Wer hat denn im Irakkrieg Beweise gefordert? Da gab es nur 3 Schauspieleinlagen und dann hat man die Maschine in Gang gesetzt.
Und falls es Ihnen entgangen ist: es sind dieselben Cowboys im Irakkrieg, Vietnam, Korea, Libyen, Syrien aktiv, wie hier im Fall Skripal... Beweise haben diese Akteure noch nie interessiert. Glücklicherweise hat uns das Erbe des WKII aus diesen Sachen heraushalten lassen - aber unsere große Führerin Merkel dreht ja an allen Rädern, damit wir auch endlich wieder zuschlagen können...
04.04.2018, 15.17 Uhr
tannhäuser | Und ich frage mich...
...warum ich und andere hier immer noch so geschmeidig sind, Blueman als seriösen Kommentator zu respektieren und ernsthaft-sachlich zu antworten ?

Ok, die DEFA- und Karl-May-Indianerfilme hatten ein klar umrissenes Gut-Böse-Schema.

Büttel Russlands, die Grenzen verschwimmen zwischen deutsch-räächts und russisch-räächts...Da kann man schon mal als anständiger Aufständischer oder aufständischer Anständiger im Haifischbecken der hiesigen Putinversteher ins Strudeln geraten.

Mutti Merkel, ihres Zeichens ehemals FDJ-Sekretärin, schickt Putin regelmässig Radeberger Pils in die Höhle des russischen Bären, weil ihm das zu seinen KGB-Zeiten in der DDR so gut schmeckte...Kann ich nachvollziehen, die trinken Wodka, weil deren Hopfenkaltschale nichts taugt.
04.04.2018, 21.57 Uhr
Andreas Dittmar | Da geht bestimmt noch was @Blueman
Da gibt es noch einen Begriff, den ein bekannter Wahnsinniger, welcher gottseidank nicht mehr unter uns ist, im selben Kontext gebrauchte. Er nannte es Handlanger der Bolschewisten. Ich hoffe nur sie haben diesen Begriff nicht mit Büttel Russlands abgekürzt. Wer sich etwas in der Geschichte auskennt, weis wie das dann am Ende ausgegangen ist. Einige wissen es anscheinend noch nicht.....
Mann kann nicht in Osteuropa und dem Baltikum Manöver abhalten, in der Ukraine "für die Zukunft Europas investieren" und von Putin dafür ein freundliches Gesicht erwarten.
Auch zum Thema Doppelagenten muß man wissen, dass diese Leute eher für den eigenen Geldbeutel als für den Weltfrieden tätig sind. Diese Leute sind einerseits gutbezahlte Beamte unter Eid und gleichzeitig Verräter an Volk und Arbeitgeber. Das so eine Kariere an einem Seil mit einer Armlänge Luft unter den Füßen oder wie bei Skripal mit einem verschwommenen Gesichtsfeld enden kann, sollte diesen Leuten bewusst sein. Alles andere ist fürchterlich naiv.

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