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Mi, 16:34 Uhr
06.12.2017
Industrie- und Handelskammer

Bürger wünschen Neuansiedlungen

In dieser Statistik liegt Sachsen-Anhalt weit vorn: Die Bevölkerung im Süden des Landes steht der Industrie sehr viel aufgeschlossener gegenüber als die Bundesbürger insgesamt. Bei der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) verweist IHK-Präsidentin Carola Schaar am Mittwoch auf eine aktuelle Umfrage des Bundeswirtschaftsministeriums: Demnach wünschen sich deutschlandweit gerade einmal 39 Prozent der Befragten, dass die Industrie gestärkt und weitere Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen werden sollten. Für die heimische Region hatte eine entsprechende Umfrage der IHK eine deutlich höhere Zustimmungsrate erbracht: Hier sprechen sich 89 Prozent der Bürger für mehr Industrie aus.

„Jetzt haben wir den Beleg: Wenn es um Industrieakzeptanz geht, ist unsere Region bundesweit spitze“, erklärte Schaar. „Mit diesen Zahlen können und werden wir aktiv für den heimischen Wirtschaftsstandort werben.“ Eine wichtige Voraussetzung dafür sei allerdings, so ergänzt Schaar, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hierzulande stimmten. Verstärkt setze sich die IHK zukünftig dafür ein, das Innovationspotenzial in der Region zu stärken. Und beim Ausbau der Infrastruktur dürfte die Politik nicht nachlassen, fordert Schaar, „weder bei Verkehrswegen noch bei Datenautobahnen.“ Sorge bereitet der IHK-Präsidentin mit Blick nach Berlin die aktuelle energiepolitische Diskussion: „Es kann doch nicht sein, dass ein überstürzter Braunkohleausstieg zu Lasten einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung geht und tausende Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden.“ Schaars Fazit lautet deshalb: „Arbeiten wir weiter daran, eine attraktive Industrieregion zu bleiben eine klare Mehrheit der Bürger hier ist dafür.“
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