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So, 17:26 Uhr
14.05.2017
nnz-Forum:

Präsident Macron's Vision

Präsident Macron's Vision der Vertiefung der Europäischen Union. Wie undeutsch. Entgegen der politischen Tradition in Frankreich. Die sich freilich verschlissen hat. Eine neue politische Richtung der sogenannten Mitte. Nicht rechts oder links. Wie die Strategie der Bundes-CDU in Deutschland...


Mit den Ritualen der alten Republik begann heute die Amtszeit von Präsident Macron. Seine Reformen könnten „La Grande Nation“ nach vorn bringen. Europa mit der EU sowieso. Ein neuer Stern am europäischen Himmel. Ab heute Präsident, Emmanuel Macron. Die Chance für eine neue EU!? Damit auch für Deutschland.

Zunächst einmal stehen im Juni nochmal Wahlen an, danach wird man wissen, wie die Chancen stehen und welche Reformen in Frankreich anstehen. Frankreich ist anders als Deutschland. Hohe Staatsverschuldung und hohe Defizite. Es besteht eine hohe Staatsquote. Beispielsweise besteht aber kein Niedriglohnssektor wie in Deutschland, man gönnt sich hohe Mindestlöhne. Im Gespräch ist aber auch eine Flexibilisierung der Arbeitswelt.

Für Europa ist es gut, einen neuen Treiber zu bekommen. Erfrischend und motiviert, wie Macron das Thema Europe angeht. Ziel: Vertiefung der Eurozone. Einen Finanzminister, einen Haushalt in Europa, ein Investitionsprogramm für die Euro-Zone. Mit dem Ansatz einer revolutionären Strukturreform. Ob dies dann alles so kommen kann, bleibt abzuwarten. Die politische Elite Deutschlands sollte dies aufgreifen.

Es kommt nicht darauf an, Macrons Vision zur Vertiefung der Eurozone nur zu diskutieren, es kommt auch für Deutschland darauf an, Europa zu verändern.
Tim Schäfer
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

14.05.2017, 19.06 Uhr
Leser X | Was denn für Visionen?
Also wenn Sie das Visionen nennen? Vergessen Sie nicht, dass Macron nur eine missliche Notlösung gegen Le Pen war. Und bedenken Sie dabei auch, dass Millionen Franzosen ihre Stimme ungültig gemacht haben. Wie ich meine, aus gutem Grund.

Bisher weiß man nur, dass Macron Deutschland nachäffen will und den Niedriglohnsektor ausbauen will. Dann passiert in France genau das, was in Deutschland geschehen ist. Wohlstand auf dem Papier und Armut trotz Arbeit für Millionen.

Bleibt die Hoffnung, dass die Franzosen es anders machen und ihrem Regime nicht so lemming-like folgen wie unser Volk. Denn Frankreich ist bekannt für eine gewisse Widerstandskultur des Volkes. Dann bestünde in der Tat die Chance, dass von Frankreich aus Europa kultiviert wird. Und dann könnte es in der Tat hoffnungsvolle Visionen für Europa geben.
14.05.2017, 23.03 Uhr
Mueller13 | Oh man Herr Schäfer
Bleiben Sie doch bitte bei Akkumulatoren.

Macron wurde von der überwiegenden Mehrheit der Franzosen als geringeres von zwei Übeln gewählt. Aus ihm jetzt den neuen "Kenedy" machen zu wollen, ist wohl einfach nur peinlich.

Macron will, dass der deutsche Steuerhaushalt künftig für "Investitionsprojekte" in der EU verwendet wird, bzw. für die prekären Staatshaushalte im "Club Med", welche ausnahmslos "unter Wasser" sind und regelmäßig keine Haushaltsdisziplin aufweisen.

Ist das ebenfalls Ihre Vison? Danke auch.

Da Sie so schön von Vertiefung sprechen, für Sie eine kleine Übersetzung was Vertiefung heißt:
Wenn Macron von Vertiefung spricht, denkt der Franzose daran, seine Wirtschaft mit deutschem Geld wieder flott zu kriegen. Wenn Schulz von Vertiefung spricht, denkt der Deutsche daran, dass es seine Steuergelder sein werden, die noch tiefer versenkt werden.

Ich bin an Macrons Visionen nicht interessiert. Ich muss schon mit Merkels Visionen (Psychosen) leben, deshalb ist mein Bedarf gedeckt.
15.05.2017, 21.55 Uhr
Andreas Dittmar | Er hat noch einen steinigen Weg vor sich
Da steht er nun Präsident Macron auf dem Zenit seines Erfolges. Das Ergebnis, was er gegen Marine Le Pen hingelegt hat sieht auf den ersten Blick auch ganz ordentlich aus. Die etablierten Parteien hat er schon im ersten Wahlgang hinter sich gelassen. Er hat die Eliteschmieden besucht, war Im französischen Finanzministerium beschäftigt und anschließend Investmentbanker bei Rothschild, danach 2 Jahre Wirtschaftsminister. Er kehrte den Sozialisten den Rücken, gründete seine eigene Partei, nimmt von jedem das Beste mit auf seinen Weg (Nimmt er auch die Menschen mit?) , greift nach dem höchsten Amt im Staat und er schafft es. 66 % der Franzosen haben ihm seine Stimme gegeben und dem Rechtspopulismus in ganz Europa eine Absage erteilt ..... Wirklich?? Viele kennen den Spruch "Freiwillige vor " und auch die etwas alternative Reaktion, das 4 von 5 einen Schritt zurück treten. Von 47 Mio Wahlberechtigten gaben 31 Mio eine gültige Stimme ab. 20 Mio wählten Macron. Er lässt die Europahymne zuerst spielen, nicht die französische Nationalhymne. Jetzt muß er seine Partei für die Parlamentswahl registrieren und Strukturen aufbauen. Er muß jetzt die überzeugen, die ihn aus Protest oder gar nicht gewählt haben. Als Präsident hat er zwar weitreichende Befugnisse. Ohne Rückhalt nützten die ihm aber nicht viel. Die die ihn dort hingestellt haben, können ihn auch ganz schnell wieder ins politische Abseits stellen. Ob er sich da mal nicht verzockt hat.
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