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Di, 06:01 Uhr
11.04.2017
Discounter-Kunden fordern Fleisch aus besserer Tierhaltung

Transparenz von Lidl und Aldi gefordert

Fleisch aus besserer, tiergerechterer Haltung wünschen sich 90 Prozent der Kunden von Lidl und Aldi von den Lebensmittel-Discountern. Dafür sind 85 Prozent der Befragten bereit, bis zu fünf Euro pro Kilogramm Fleisch mehr zu bezahlen. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Kunden der beiden Discounter im Auftrag von Greenpeace...


„Auch Supermarkt-Kunden wollen kein Billigfleisch auf Kosten der Tiere“, sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Der Handel muss dem Wunsch seiner Kunden nachkommen.“ Greenpeace fordert für alle Fleischprodukte eine verpflichtende Haltungskennzeichnung.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte vom 30. März bis 3. April deutschlandweit 1001 Menschen, die bei Lidl oder Aldi einkaufen. Eine breite Mehrheit (84 Prozent) der Befragten befürwortet bei Fleisch eine transparente Kennzeichnung der Tierhaltung wie sie bei Eiern längst gängig ist.

Der größte Teil des Discounter-Frischfleisches stammt aus umweltschädlicher Massentierhaltung, die sich lediglich an die gesetzlichen Mindeststandards halten muss. Diese lassen es zu, dass Schweinen die Ringelschwänze abgeschnitten werden, sie auf engstem Raum ohne Auslauf leben müssen und Gen-Futter sowie zu viele Antibiotika verabreicht bekommen.

Lidl als Vorreiter

Lidl zeigt bereits in Dänemark, wie es besser geht: Dort bietet der Discounter in 100 Filialen gekennzeichnetes Schweinefleisch aus deutlich verbesserter Tierhaltung an. Vom Futter bis zum Fleischprodukt lässt sich die Herstellung zurückverfolgen. Auf jeder Packung findet der Kunde den jeweiligen Züchternamen mit Foto.

In Deutschland verweisen Lidl und Aldi lediglich auf die vom Einzelhandel ausgerufene „Initiative Tierwohl“, deren Vorgaben kaum besser sind als die gesetzlichen Mindeststandards. Zudem stammt hierzulande nur ein Bruchteil des verkauften Frischfleischs aus Tierställen der Initiative. Verbraucher haben bei konventionellem Fleisch kaum die Möglichkeit, sich über die Tierhaltung zu informieren wie Greenpeace im aktuellen Siegel-Ratgeber für Schweinefleisch zeigt. „Lidl kann in Deutschland Vorreiter werden und Billigfleisch aus Massentierhaltung aus seinen Regalen werfen“, sagt Zimmermann. „Die Händler müssen nicht auf die Politik warten.“

Die industrielle Tierhaltung verursacht riesige Umweltprobleme. Sie erzeugt große Mengen an Treibhausgasen, die zur globalen Überhitzung beitragen. Ein Übermaß an Gülle verursacht zu hohe Nitratwerte in Oberflächen- und Grundwasser, die Wasserversorger vor immer größere Probleme stellen. Was bis zum Jahr 2050 passieren muss, damit auch die Landwirtschaft einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele leistet und das Artensterben gestoppt wird, zeigt Greenpeace in seinem „Kursbuch Agrarwende 2050“. Der Fleischkonsum muss um 50 Prozent gesenkt, Pestizide von den Äckern verbannt und die Überdüngung deutlich reduziert werden.
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Kommentare

11.04.2017, 15.07 Uhr
RaWu | Haben von denen alle Mathe abgewählt?
Ob nun ein "Bauer" 10.000 Rinder hält oder 100 Bauern 100 Rinder, was hinten rauskommt ist die gleiche Menge Gülle und Mist.
Vorausgesetzt, die Fleischkäufer wollen wirklich mehr ausgeben, dann wird die gleiche Menge Fleisch gekauft und wird auch produziert. Das ergibt auch wieder die gleiche Menge Gülle und Mist.

Auch höherweriges Fleisch anzubieten, ist völlig in Ordnung und wird vermutlich durchaus angenommen.

Dann fangen wir doch mal so an: Für alle Aktivisten und deren Sympatisanten ist ab sofort Fleischkonsum, Autofahren und Elektrizität in jeder Form VERBOTEN.
Gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran und ziehen bei Wasser und Wurzeln in Höhlen.

PS: Ob das Gras nun gefressen wird oder nur verrottet, Kohlendioxid wird trotzdem frei.
Also auch Bio und Chemie abgewählt?
11.04.2017, 16.45 Uhr
Wolfi65 | Hoch mit den Preisen
Immer höher, bis sich keiner mehr die Butter auf dem Brot leisten kann.
Hoch mit den Preisen, bis sich keiner mehr die Klamotten leisten kann.
Jeden Tag wird eine neue Sau durch das Dorf getrieben.
Diese Co2 Diskussion hängt einem schon zum Halse raus.
Jetzt ist der Fleischkonsum dran und morgen sind es wieder die Pflanzen.
Und übermorgen könnten doch die Anstifter der Diskussion mal zum Zwecke der Co2 Einsparung und um das Globale Klimaziel von 2 Grad-Celsius weniger Erderwärmung(völliger Quatsch und wo steht das Globale Thermostat, wo man die 2 Grad-Celsius einstellen kann?), einfach den Atem anhalten, bis die Birne blau anläuft und das Gehirn sich für immer Verabschiedet.
Dann ist endlich wieder Ruhe im Karton und die Menschen können wieder Leben, denn man hat nur das Eine!
11.04.2017, 17.47 Uhr
GN24 | fünf Euro pro Kilo...
.... wollen 85 % der Befragten für Fleisch mehr bezahlen?
Ich lache mich kaputt. Eine repräsentative Forsa-Umfrage unter Kunden???. Liebe Dicounter, macht es einfach mal. Aber bestellt gleich einen Sicherheitsdienst, denn 85 % werden den Laden plündern. Warum gehen diese 85 % dann nicht zum Fleischer oder auch Metzger. Der freut sich über soviel Kundschaft. Guten Appetit
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