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Master allgemein

Der Master ist ein weiterführender Bildungsabschluss an Hochschulen, der direkt an das grundständige, dreijährige Bachelor-Studium anknüpft. Die Regelstudienzeit für den Master beträgt 2 Jahre (4 Semester). Ein Masterabschluss soll mit einem Diplom- oder Magisterabschluss vergleichbar sein, wobei man dem Bachelorabschluss in etwa einem Vordiplom gegenüberstellen kann. Allerdings gilt der Bachelorabschluss im Gegensatz zum Vordiplom bereits als berufsqualifizierender Abschluss. Das Bachelor- und Mastersystem wurde 1999 im Rahmen des Bologna-Prozesses mit dem Ziel der Schaffung eines einheitlichen und international vergleichbaren Hochschulwesens eingeführt. Die Umstellung auf Bachelor und Master soll bis Ende 2010 bundesweit erfolgt sein. Sowohl im Bachelor als auch im Master erfolgt eine Strukturierung des Studiengangs durch Module. Dabei werden so genannte Leistungspunkte (credit points) vergeben, wobei ein Leistungspunkt einem Lernaufwand von etwa 30 Stunden entspricht. Für den Master müssen insgesamt 120 credit points erworben werden.

Vergleich Bachelor/Master - Diplom


Im Gegensatz zum Bachelor und Master existiert das Diplom in dieser Begrifflichkeit und Form nur in Deutschland und Österreich. Es zeichnet sich im Vergleich zum Bachelor und Master oft durch eine höhere Anwendungsbezogenheit und häufigeren Praktika aus. Die Regelstudienzeit beträgt 8 bis 10 Semester. Die Studiengestaltung im Diplomstudiengang ist verglichen mit dem Bachelor und Master außerdem wesentlich freier, da hier keine festgeschriebenen Module absolviert werden müssen. Zusammenhängend damit ist auch die Zahl der Prüfungen im Diplom wesentlich geringer. So muss lediglich für das Erhalten des Vordiploms und des Diploms eine Prüfung absolviert werden. Im Bachelor und Master schließt entsprechend jedes Modul mit einer Prüfung ab.

Kritik am Bachelor/Master

In den letzten Jahren ist immer mehr Kritik an dem im Zuge des Bologna-Prozesses eingeführten Bachelor- und Master-Systems laut geworden. Besonders in den letzten zwei Jahren ist der Bachelor und Master in einer immer breiteren Öffentlichkeit diskutiert wurden. Auch der aktuelle Bildungsstreik der Studierenden thematisiert das System und fordert sogar seine komplette Abschaffung. Kritikpunkte sind dabei unter anderem der durch die ständigen Modulprüfungen entstehende Leistungsdruck, die Verdichtung des Stoffes, welche mit einer verkürzten Studienzeit verbunden ist, die geringeren Wahlmöglichkeiten innerhalb des Studiums, die oftmals geringe Anwendungsbezogenheit und die Schwierigkeit lediglich mit dem Bachelorabschluss auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen.
Haben die meisten überregionalen Zeitungen den Bolognaprozess zu seinen Anfängen noch befürwortet und angepriesen, sprechen viele heute teils schlichtweg von seiner Scheiterung.